DE Sachbuch

Etymologisches Wörterbuch der deutschen Seemannssprache

Produced by Heiko Evermann and the Online Distributed Proofreading Team at http://www.pgdp.net (This book was produced from scanned images of public domain material from the Google Print project.)

Chapters

29. Part 29

ehedem ein Mann dessen Beruf das Laufen war, ein Bote zu Fuß, Diener in besonderer Kleidung, der Kutsche Vornehmer vorauslaufend um Raum zu schaffen, auch Aufwärter etc. etc. (E...

21. Part 21

auch Hagjedag, hieß früher der Tag an dem die Mannschaft Fleisch zu essen bekam und keinen Stockfisch, keine Erbsen und dergl. Was das in einer Zeit, wo es noch keine Konserven...

19. Part 19

Dieses Wort mit dieser Bedeutung kommt dem Sprachforscher ziemlich unbequem, denn Hafen paßt so schön zu haben, da aber Haff Meer bedeutet, so wird diese Verwandschaft schwanken...

20. Part 20

ist der hinterste oberste Teil des Schiffsrumpfes und bedeutet einen eingehegten Raum, d. h. einen solchen, der an drei Seiten mit einem Heck (= Hag, Hecke, Zaun, Einfassung) um...

30. Part 30

Altfriesisch lina, neuniederdeutsch lin, angelsächsisch line. Kommt vom lateinischen linum, das nicht nur Lein, Flachs bedeutet, sondern auch alles was daraus hergestellt wird:...

1. Part 1

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50. Part 50

ein Schiff das vor Anker liegt besonders fest oder in einer besonderen Richtung fest legen mit Hilfe von mehreren Ankern. In vermooren steckt das althochdeutsche marrjan, mittel...

49. Part 49

ist die offizielle Bezeichnung für das, was sonst treilen, trauen, treieln, treueln, troilen heißt und die Tätigkeit eines Menschen bezeichnet, der an einer langen Leine um die...

9. Part 9

Das Tau an der Nock der Rahe mit dem diese gebraßt d. h. vorwärts oder rückwärts bewegt wird, je nachdem die Segel nach dem Winde gerichtet werden müssen. Die beiden vom Mast ab...

35. Part 35

griechisch okeanos, bei Homer der die Erde wie das Meer rings einschließende Weltstrom, Urquell alles dessen was ist, aus dessen Fluten sich die Gestirne erheben, so wie sie auc...

27. Part 27

Was eigentlich unter diesem Dienstgrade ursprünglich zu verstehen war als das Wort noch keinen titelhaften Dienstgrad, sondern eine vorübergehende »Funktion« anzeigte, erhellt a...

36. Part 36

Früher gab es einen Penterbalken, ein Pentertakel und einen Penterhaken, sie bildeten zusammen gleichsam eine Reservevorrichtung die beim Ankerlichten in Tätigkeit trat. Bei der...

38. Part 38

heißt die Vorrichtung mittelst deren die Rahe an den Mast befestigt wird. Sie hat im Laufe der Zeit mancherlei technische Veränderungen erfahren, ist auch verschieden bei Unterr...

25. Part 25

2. Ein früher gebräuchliches sehr empfindliches Verfahren, das teils bei der Linientaufe als grausamer Scherz, teils von Rechts wegen als bitterer Ernst geübt wurde, darin beste...

43. Part 43

Die neuen großen Schiffe sind alle durch Querwände in verschiedene Abteilungen geteilt, die mit verschließbaren Türen versehen sind. Sind diese geschlossen, so besteht das Schif...

41. Part 41

Als im Verlaufe des 19. Jahrhunderts die Hängematten auf der Reling in den Finknetzkästen ihren dauernden Platz erhielten, da trat an die Stelle des Schanzkleides das wasserdich...

33. Part 33

früher Segelbaum, Baum der die (Rahen und durch sie die) Segel trägt. Ursprünglich hieß Mast überhaupt Baum, Baumstamm, denn das angelsächsische mäst, das das älteste Zeugnis fü...

15. Part 15

ist eine militärische Feierlichkeit an Bord der Kriegsschiffe im Hafen, nämlich das feierliche Hissen der Flagge um 9 h. a. m. und das feierliche Niederholen (nicht Streichen) d...

18. Part 18

französisch goëlette, ist eigentlich ein Wort der italienischen Seemannssprache, wird aber wohl auch aus deutsch- und namentlich österreichisch-seemännischem Munde vernommen; in...

4. Part 4

Zu 2. »Zehn Minuten vor acht Glas, Zeit zu Backen und Banken«, soll, als seiner Zeit der neue Chef der Admiralität General von Caprivi zum ersten Male an Bord eines Kriegsschiff...

14. Part 14

Nicht leicht ist bei einem Worte der ursprüngliche, einfache und klare Sinn so verdunkelt und vergessen worden, wie bei diesem. Reep ist gleich Tau. Fallreep ist also das Tau, d...

8. Part 8

ist bei uns veraltet, bei den Franzosen aber kommt es als bonnette, den Engländern als bonnet noch vor. Es ist eine Vergrößerung der Untersegel, die bei gutem Wetter und beständ...

22. Part 22

Daß aber diese Art Schiffe und ihr Name aus den Niederlanden nach England kamen, beweist eine Stelle aus dem berühmten Diary des Evelyn, der unter König Karl II. von England leb...

44. Part 44

ist ein Mensch wenn er zur See fahren kann ohne *seekrank* zu werden, d. h. ohne daß er seine Beschäftigung wegen *Seekrankheit* unterbrechen muß. Kleine Unbehaglichkeiten, vorü...

28. Part 28

ein Seeschiff von festem, aber plumpem, breitem, rundem Bau, mit zwei Masten. Ostfriesisch, wangeroogisch, niederländisch kuf, so daß der Hinweis auf Kufe von selbst gegeben ist...

3. Part 3

Daß Arbeit, wie Doornkaat gemeint hat, aus der Vorsilbe ar und dem althochdeutschen Zeitwort peitjan, gebieten, kommen soll, will nicht einleuchten, schon weil in deutschen Mund...

2. Part 2

In diesen beiden Formen ging das Wort auf die Wanderschaft. In der Provence machte man amirat, dann amirant, daraus; im Altfranzösischen amirant. In Italien nahm es zuerst die F...

46. Part 46

ist leider kein eigentliches Seemannswort, weil nur von oberdeutschen Schiffern gebraucht; Straßburg, Basel, Zürich haben ihre Staden. Es bedeutet das Wort Flußufer, eine Stelle...

47. Part 47

dient, wie auch der Stoßstander, zum Abstützen der Unterrahen wenn das Schiff heftig schlingert und die Rahen sonst hin- und hergestoßen würden, oder wenn auf die Rahe durch das...

5. Part 5

»Signum secundum quod navis regitur«, diese Erklärung Halbertsma's dürfte in ihrer Kürze am treffendsten die verschiedenartigen Bedeutungen des Wortes Bake zusammenfassen. Denn...

37. Part 37

Hagen war indessen gegangen auf einen Prahm, Noch eh' sich ihm geöffnet der wohlverschloss'ne Kram, Da schwebten Watens Anker schon hoch ob der Welle, So schied man von dem Köni...

45. Part 45

Man spricht von einem sliding gunter Mast und einem sliding gunter Segel; beide sind zusammen, wie es scheint, durch das moderne Lust- und Rennjachtwesen nach Deutschland gekomm...

7. Part 7

Es gab früher noch ein drittes Wort für Bilge, das aber meines Wissens nur noch im Gröningenschen im Gebrauch ist: durk. Halbertsma erklärt es: »spatium in navis fundo inter tab...

12. Part 12

auch wohl dreggen, heißt etwas auf dem Grunde des Meeres Liegendes auffischen, aus dem Wasser ziehen. Ziehen ist die eigentliche Bedeutung des Wortes. Es ist mit tragen verwandt...

16. Part 16

Auch hundert Jahre später (1681) in den »Durchläuchtigsten Seehelden« bedeutet Fregatte noch nicht das große Kriegsschiff späterer Zeiten, sondern ungefähr das was wir heute ein...

34. Part 34

Unter 7. ist gesagt worden, Messe ist mit Mutter verwandt. Das Mittelglied ist maz, Speise; dieses hieß nämlich ursprünglich ebensowenig Essen im Allgemeinen wie Fleisch im Beso...

42. Part 42

= Stapellauf. Diese Taufe erinnert äußerlich in zweierlei Hinsicht an das christliche Sakrament der Taufe, wie wenig sie auch sonst damit zu tun hat. Einmal ist taufen = tauchen...

17. Part 17

auch die Geerde genannt, von welchem Worte Geer nur eine verkürzte Form ist; meist, weil sie paarweise auftreten, in der Mehrzahl die Geeren, und weil sie zur Gaffel gehören, Ga...

31. Part 31

Nun kamen aber zur Hansazeit die Italiener in deutsch-niederländische Häfen. Die hatten bis dahin so etwas wie einen Lootsen in unserem Sinne gar nicht gekannt. Wohl hatten sie...

26. Part 26

ist nichts weiter als das unter dem Einfluß des englischen clinch = Klinke etwas umgebildete deutsche Wort Klinke, entweder im Sinne von »gekrümmtes, umgebogenes Ende eines Ding...

6. Part 6

Als Zeitwort so viel wie auf etwas fahren, einen Weg, eine Straße, das Meer befahren. Als Adjektiv einen Mann bezeichnend, der viel zur See gefahren ist; oder vielmehr, wie der...

24. Part 24

Im Mittelalter war Kapitän gleichbedeutend mit Häuptling. »1355 is Edo Wimkenn van den Richteren der Rüstring, Oistring und Wangers, nomtlik van Hillert van Laurens, Tanno Iben...

51. Part 51

ist eine rings um das Deck eines Schiffes an der Bordwand entlang laufende Wasserrinne die das an Deck kommende Wasser sammelt und durch die Speigaten ableitet. Röding: »Die Bug...

40. Part 40

Indessen hatten Ruder und Remen in *einer* Wiege gelegen, indem beide von einer indogermanischen Bewegungswurzel abstammen, die in der Form ra, re, er, ar, ro vorkommt und jede...

10. Part 10

wird als Fremdwort manchmal für Kentern gebraucht; englisch capsize, to upset or overturn. Die Engländer wissen aber selbst nicht, woher dieses ihr Wort kommt. Es drängt sich de...

39. Part 39

die amtliche Bescheinigung der heimischen maßgebenden Behörde, die ein Schiff mit sich führt über seine Nationalität, seine rechtliche Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation;...

11. Part 11

achteraus gehen. Deisig oder diesig nennt der Seemann trübes, nasses, unfreundliches, »dreckiges«, nebliges Wetter. Es ist anzunehmen, daß das nordische mist für Nebel, diesiges...

13. Part 13

Im »Durchläuchtigsten Seehelden« 1681 wird das Wort entern im eigentlichen Sinne gebraucht: »Als sie (Admiral Heyn und seine Leute) auf die Spanischen ankamen, wollten diese sic...

48. Part 48

ungefähr gleichbedeutend mit Seil. Ursprüngliche Bedeutung ist: Werkzeug zum Ziehen, hernach so erweitert, daß jedes beliebige Werkzeug ein Tau genannt werden konnte und man sog...

32. Part 32

Wie er aber näher kam, kehrten wir ihm daß hinter Schiff zu, und paßten auff, daß wir ihn mit unserm hintern Geschütz, so neunpfündige Kugeln schoß ziemlich wol traffen, loffede...

23. Part 23

der Raum, in dem der Kapitän haust, auf Passagierschiffen der gemeinschaftliche Raum der Kajütspassagiere. Mit Kambüse, Kabine, Koje und Kampanje verwandt, ähnlich wie Kambüse t...

52. Part 52

ist ein besonders sorgfältigerweise zugetakeltes Tau, das als Geländer an Stellen dient, wo Gefahr des Fallens vorliegt. Es wird durch eiserne Stützen geschoren. Stütze ist die...