Category: Travel Writing

Negerleben in Ostafrika

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1909 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert; fremdsp...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1909 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnlic...

2. Part 2

Mombassa und auch Sansibar habe ich ausreichend genießen können; das deutsche Tanga hingegen ist mir auf der Herfahrt versagt geblieben. Meiner alten Begeisterung für alle körpe...

3. Part 3

„Was wollen Sie eigentlich in Deutsch-Ostafrika, Herr Professor?“ Wieviel hundert Mal bin ich von dem Augenblick an, als der Plan meiner Expedition feststand, wo ich sie vorbere...

4. Part 4

Eindrucksvoller sieht die Landschaft von Süden her aus; zur Rechten des Schiffes steigen hier die Berge in nahezu senkrechter Steilheit zu fast 1000 Meter empor, oft überlagert...

5. Part 5

Die Einfahrt in die Bucht von Lindi hat etwas Feierliches an sich. Hart biegt das Schiff um Kap Banura herum, da weitet sich vor uns plötzlich ein gewaltiges Becken, wohl 15 Kil...

6. Part 6

Das letztere erstrebe ich in der Weise, daß jeder meiner Künstler, sobald er sich für ein Bakschischi, ein Künstlerhonorar, reif hält, gehalten ist, mir seine Werke vorzuzeigen....

7. Part 7

In ihrem Äußern unterscheiden sich diese Yao kaum merklich von den Suaheli der Küste; sie sind in genau dasselbe Kanga, den bekannten, in Holland gefertigten Baumwollstoff mit d...

8. Part 8

Einen großartigen Anblick gewährt Afrika bei Nacht. Saß man während des Hermarsches im Lager vor seinem Zelt, oder trete ich jetzt abends vor die Tür der Barasa, des Rasthauses,...

9. Part 9

Um das Übel an der Wurzel zu fassen und es um so sicherer auszurotten, haben englische Menschenfreunde viele Jahre hindurch die unglücklichen Opfer, die in der Sklavengabel des...

10. Part 10

Ach, und schön ist der frühe Tropenmorgen. Es ist mittlerweile stark auf 6 Uhr gegangen; die dunkle Nacht ist schnell der kurzen Dämmerung gewichen; glänzende Strahlen der rasch...

11. Part 11

Ein uns Europäer sehr anheimelnder Zug in der Wirtschaft der hiesigen Neger ist die Taubenzucht; kaum ein Gehöft betritt der Besucher, ohne auf einen oder mehrere Taubenschläge...

12. Part 12

Doch der Neger müßte nicht Neger sein, wenn er sich nicht trotz alledem der Tätigkeit des Hellereinnehmens mit Begeisterung hingäbe. Und sein Geschäft blüht jetzt! Es paßt zu de...

13. Part 13

Salim hat geschworen, den Weg ganz genau zu kennen; die Karte ist hier etwas unzuverlässig; nach unserer Berechnung müßten wir längst in Mwiti sein. Mit einem plötzlichen Entsch...

14. Part 14

Gegen Abend dieses denkwürdigen Tages ist es, etwa eine Stunde vor Sonnenuntergang. Mit keckem Schritt tritt ein kleines Bürschchen von 8 bis 9 Jahren an meinen Tisch heran, bre...

15. Part 15

Doch auch Matolas Wohnhaus ist ein gar stattlicher Bau. Rings um das Ganze natürlich, wie immer, die vom weitausladenden Dach beschattete Veranda, gegen Regen und Ungeziefer um...

16. Part 16

Einer etwas anderen Mimik bediente sich Nakaam in Mwiti, als er mir die Geschichte der Yao erzählte. Nakaam unterscheidet reine Yao und unreine; zu jenen rechnet er die Chiwäula...

17. Part 17

Zu dem vorstehenden Liede ist nicht viel zu bemerken; ich zweifelte zunächst den Begriff ~Mwana ya Kundungu~ an, aber Matola und Daudi bestanden auf ihrer Erklärung, nach der es...

18. Part 18

Erfreulicherweise gehen die Leistungen meines eigenen Kochs doch weit über die der hiesigen Hausfrauen hinaus, wenngleich auch sein Können, und leider vor allem auch sein Wollen...

19. Part 19

Tempo: rasend; Vortragsart: parlando; Inhalt: in wenigen Worten die Geschichte des ganzen Feldzuges, selbstverständlich mit der Person des Sängers als seinem eigentlichen Mittel...

20. Part 20

Jetzt endlich kommen die beiden immer redseliger gewordenen Männer, die bei ihrem Eilzugtempo des Ganzentrinkens schon tief in das Pombefaß hinuntertauchen müssen, auf ein Gebie...

21. Part 21

An den krampfhaften, instinktiven Versuch, durch feines Bohrmehl das im feuchten Urwald verlöschende Scheit zu neuem Glühen zu erwecken, knüpft übrigens die hübsche Theorie Karl...

22. Part 22

Nils Knudsen hatte mir in seiner gewohnten Weise wieder wahre Wunderdinge von dem Lagerplatz Naunge weiter oberhalb am Rovuma erzählt; „da müssen wir unbedingt hin, Herr Profess...

23. Part 23

Kein Fest ohne den schmückenden Rahmen. Und was für einer ist es, der sich unserem erstaunten Auge darbietet! Ganz afrikanisch, nicht übergroß, aber vollkommen ausreichend ist d...

24. Part 24

Endlich geht auch dieses Lied zu Ende, der Reigen löst sich auf; nach allen Seiten eilen die Frauen auseinander, kehren aber sofort zurück, um Hirse, Maniok, Kleidungsstücke u....

25. Part 25

Da ist zunächst der tägliche Temperaturgang; in rascher Folge tropft es schwer auf das Zeltdach hernieder, unter dem der Weiße, warm und mollig in zwei vortreffliche Kamelhaarde...

26. Part 26

Weit und breit haben wir die Umgegend durchschweift, seitdem wir in Newala hausen; zunächst alter Gewohnheit gemäß, sodann aber, weil der Akide Sefu mit der Zusammenstellung sei...

27. Part 27

„Wir werden schon ankommen mit dem großen Herrn; wir stehen in der Reihe und haben keine Angst, unser Essen und unser Geld vom Serkal, der Regierung, zu bekommen. Wir sind nicht...

28. Part 28

Jetzt sehe ich mir auch den Hammer an; mein Künstler verfügt über die einfachere, aber bessere Form: auf dem Hammerstiel steckt als wirksame Masse ein derber Holzkegel, dessen b...

29. Part 29

Ganz unselbständig ist die Jugend auf dem Gebiete der Musik; ob sie auf der „Sese“, dem geigenartigen Monochord, fiedelt, oder die „Ulimba“, die afrikanische Universalklimper, m...

30. Part 30

Noch eins: in seinem Gesamtumfang und für alle drei genannten Völkerschaften durchgeführt, nimmt das Studium der Mannbarkeitsfeste in meinen Aufzeichnungen einen solchen Raum ei...

31. Part 31

„Und warum nicht?“ Ich muß wirklich sehr müde und abgespannt sein, denn selbst die verwunderte Bestimmtheit, mit der das „nein“ herauskommt, erweckt in mir keine sonderlich erwa...

32. Part 32

~A propos~ Fledermaus. Ich muß auch in bezug auf sie einer Art Ahnung gefolgt sein, indem ich in Berlin meinen fünf Dutzend unbespielten phonographischen Aufnahmewalzen ein fern...

33. Part 33

Auf harmlosere Bahnen hat mich heute ein Makondealter mit einer kleinen Gabe zurückgeführt. Wir hatten uns über die Zeitrechnung der hiesigen Völker unterhalten, und dabei war h...

34. Part 34

Ich habe meine kostbare einzige Karte selbstverständlich stets zur Hand. Ein Blick auf sie belehrt mich, daß Namagone wirklich existiert, unter 38° 26′ östlicher Länge auf dem r...

35. Part 35

Ja, diese Kühle! Wenn wir doch nur einen winzigen Teil von ihr hier unten in dieser Höllenglut hätten. Im Zelt bei Tage auch nur minutenlang zu verweilen, ist schier unmöglich;...

36. Part 36

Um so überraschter bin ich gewesen, in manchen Schnitzwerken meiner Forschungsprovinz wahre Kabinettstücke der Kleinkunst zu entdecken. Die Tanzmasken sind zum großen Teil wohl...

37. Part 37

Eine Kombination von Landschaftsmalerei und geographischem Sehen ist schließlich die letzte der hier wiedergegebenen Eingeborenenzeichnungen; sie ist gleichzeitig ein Stück Heim...

38. Part 38

Und nun kommen auch sie heran, die Herren Träger; alle Mann hoch quellen sie aus ihrem Unterschlupf hervor, den sie unter dem weitausladenden Strohdach eines der Bomahäuser gefu...

39. Part 39

Für Nils Knudsen hat erst nach jenem Tage das Trauern angehoben. In seiner grüblerischen Weise hat er zunächst nach der Todesursache geforscht; der direkte Urheber des Unglücksf...

40. Part 40

War das ein vergnügter Abend am 2. Dezember an Bord des „Kanzler“ auf der Reede von Lindi! Man begriff kaum, woher mit einem Male die vielen weißgekleideten Europäer kamen. Ein...

41. Part 41

Ein unfehlbares Mittel zur Gewinnung jenes historischen Sinnes ist das Hineinstecken von zwei Arten von Kapital in die Kolonien; das eine Kapital besteht in dem Menschenblut, da...

42. Part 42

Neger, Aberglauben 230. 231. 232. 263. 264. 265. 353. 484; Abneigung gegen Störung 71. 72. 137; Abwanderung 71. 72; Achtung der Eltern 236; Altersangaben 371; Altersklassen 369;...