DE Prosa

Der Löwe von Flandern: ein historische Roman aus Alt-Belgien

Suche nicht das Heil im Westen! In der Fremde wohnt kein Glück: Suchst du deines Glückes Festen, Kehre in Dich selbst zurück! Aus der Tugend Deiner Ahnen Mußt Du Deine Burgen bau'n, Und der Löw' auf Deinen Fahnen Lehre Dich, Dir selbst vertrau'n.

Chapters

19. Chapter 19

Kurz nachdem er das Zelt verlassen hatte, kam er mit einem Zunftgesellen zurück und ließ ihn die Vorfälle, die sich an diesem Tage in Brügge ereignet hatten, mit allen Einzelhei...

11. Chapter 11

»So hört denn aufmerksam zu. Ich bin dem Hause Gwijde von Flandern ob mancher Wohltat die größte Dankbarkeit schuldig; Liebe und Erkenntlichkeit, wie ich sie stets für meinen gn...

16. Chapter 16

»Sehet hier auf meine Tochter! Bedenkt, wie das Herz eines Vaters bei diesem Anblick leiden muß -- und nichts habe ich, um ihr zu helfen: keine Speise und keinen Trank, als das...

14. Chapter 14

Endlich einigten sie sich, den Graben neben der Brücke mit Holz zu füllen. Dann wollte man versuchen, die Mauer zu übersteigen. Der Obmann ging rastlos zwischen den vielen Gesel...

15. Chapter 15

»Adolf habt Ihr gesagt? Adolf ist fort, um den Löwen zu holen. Habt Ihr ihn gesehen? Er hat Euch von der unglücklichen Machteld erzählt, nicht wahr? O ja, er ist mein Bruder! Er...

6. Chapter 6

Der Wortbruch des französischen Hofes erfüllte das Volk mit größter Bestürzung. Das Mitleid steigerte noch die Liebe, mit der es jeder Zeit seinem Grafen ergeben war, und diese...

3. Chapter 3

»Falkenträger, komm schnell her zu mir, mein Vogel hat sich ernstlich gequetscht. Ach Gott, das arme Tier hat seine Klauen zu sehr angestrengt. Pflege ihn gut, mein treuer Steve...

4. Chapter 4

Während die Ritter in größter Bestürzung auf die Antwort des Grafen harrten, schlang dieser seine schwachen Arme um Robrechts Hals, und mit Tränen der Freude und Liebe rief er aus:

20. Chapter 20

»Wohlan,« fuhr De Coninck fort, »noch heute werden wir frei sein; aber wir werden noch größeren Mutes bedürfen, um unsere Freiheit zu bewahren; denn ohne Zweifel wird der franzö...

23. Chapter 23

Von allen Seiten kamen die Zünfte mit ihren Waffen herangelaufen. Das Rasseln der eisernen Platten, die einige umgehängt hatten, klang klirrend in das Ohr und verschwamm mit dem...

13. Chapter 13

Breydel erreichte nach einer halben Stunde das Dorf Male. Die Herrschaft Male liegt eine kleine Meile von Brügge entfernt. Zur Zeit unserer Erzählung bestand sie vornehmlich aus...

5. Chapter 5

»Das soll mir Mut machen. Hört denn und seht es dem Fuchs, eurem Diener, nach, daß sein Mund euch Schlimmes künden muß. Mit Recht habt ihr geglaubt, Philipp der Schöne würde euc...

30. Chapter 30

Sobald die Kriegstrompete ihre Töne über das Schlachtfeld sandte, erzitterten die beiden Frauen und erbleichten, als ob sie zur gleichen Zeit ein tödlicher Schlag getroffen hätt...

24. Chapter 24

Zu Tode erschrocken, griff der Sänger mit seinen zitternden Händen in die Harfe. Aber er brachte nur falsche, wirre Töne hervor. Nun merkten die Fleischer, daß er nicht spielen...

25. Chapter 25

Die Brügger betrachteten diese feierliche Handlung mit ruhiger Aufmerksamkeit. Ihre Herzen waren von Zufriedenheit erfüllt, und sie waren so bewegt, als ob ihnen selbst diese Eh...

21. Chapter 21

Nun waren zwei Jahre vergangen, seit der Fremdling den Fuß auf den vaterländischen Boden gesetzt und gerufen hatte: »Beugt euer Haupt, ihr Vlaemen! Ihr Abkömmlinge des Nordens,...

29. Chapter 29

Der goldene Ritter kämpfte am linken Flügel wie ein wahrer Löwe gegen eine ganze Reiterschar. An seiner Seite fochten mit gleichem Mute der junge Gwijde und Adolf van Nieuwland;...

7. Chapter 7

»Die Weberzunft ist stark genug, um das Edelfräulein vor allem Unheil zu bewahren,« antwortete De Coninck listig; »ich kann Euch versichern, sie würde hier in Brügge ebenso sich...

2. Chapter 2

Der unglückliche Fürst sah sich an seinem Lebensabend, wo ihm die Ruhe als Lohn für seine Arbeit zu gönnen gewesen wäre, seiner Krone beraubt. Seine Kinder hatten durch das Los...

17. Chapter 17

»Lieber Bruder,« sagte er, »es ist angemessen, die Liebe dieser beiden Obmänner unserer guten Stadt Brügge nicht unbelohnt zu lassen; ich gebe Euch deshalb die nötige Vollmacht,...

1. Chapter 1

Suche nicht das Heil im Westen! In der Fremde wohnt kein Glück: Suchst du deines Glückes Festen, Kehre in Dich selbst zurück! Aus der Tugend Deiner Ahnen Mußt Du Deine Burgen ba...

18. Chapter 18

»Ich habe auf dem Boden ein Geräusch gehört, sicher verbergen sich Vlaemen unter dem Dach. Ich glaube, wir werden da noch bessere Beute finden, denn sie haben gewiß ihr Geld mit...

12. Chapter 12

Der Bretone ließ ihn nicht fortfahren. Er zog sein breites Schwert und stürzte unter furchtbaren Schmähungen auf ihn los. Auch Johann hatte sich kampfbereit gemacht und schwur b...

26. Chapter 26

»Und ich will es nicht!« antwortete Hugo. »Hört, Herr d'Artois, Ihr habt mir bereits gesagt, daß meine Leute zu hohe Bezahlung verlangten und Euch zu teuer kämen. Wohlan, Ihr so...

10. Chapter 10

Die bewaffneten Zunftleute waren noch um die Burg geschart, als die Nachricht von dem heranrückenden feindlichen Heere sie überraschte. Sie ließen einige Mannschaften auf dem Pl...

28. Chapter 28

Währenddes hatte sich Hugo van Arckel mit seinen achthundert unerschrockenen Kriegern bis mitten in die Reihen der Franzosen vorgewagt. Er war so sehr von allen Seiten von Feind...

31. Chapter 31

Wohl hundertmal schallte immer wieder der Ruf: »Heil dem goldenen Ritter! Sieg! Sieg! Unser Befreier!« Sie winkten mit den Händen, um ihre Freude auszudrücken, und rafften die E...

9. Chapter 9

De Coninck sprach noch lange mit seinen Genossen und ermutigte sie zur Verteidigung ihrer Rechte; doch verlangte er keinerlei Aufstand, sondern empfahl ihnen, einfach Zahlung de...

27. Chapter 27

Dann ließ er seine verschiedenen Truppen eine Stellung einnehmen, so daß sie ein Viereck bildeten und in das Innere des Lagers blicken konnten. Dort war mit Rasen ein Altar erri...

22. Chapter 22

Sobald der junge Feldherr mit seinen Reitern auf dem Freitagsmarkt anlangte, überreichten ihm die Altmeister die Schlüssel, und so wurde ihm, als zeitlichem Grafen von Flandern,...

8. Chapter 8

Bald darauf stieg das Fürstenpaar ab und nahm auf dem Schaugerüst Platz. Die Edelknaben und Hofdamen stellten sich in zwei Reihen auf die Stufen, die edlen Ritter scharten sich...

32. Chapter 32

Als die Nachricht von dem Ausgang der Seeschlacht in das französische Lager kam, befand sich dies bei Rijssel auf dem Peuvelberg. Philipp der Schöne gab die Stellung, obgleich s...