Category: Short Stories

Sämtliche Werke 22: Ein kleiner Held

Der Band bringt, als der letzte der Ausgabe, vier Geschichten, die dadurch in einer gewissen abschließenden und versöhnenden Weise verbunden sind, daß sie, wenn auch mehr oder weniger tragisch, von Kindern und Kinderseelen handeln. Die drei ersten dieser Geschichten – „Kleiner...

Chapters

1. Part 1

Der Band bringt, als der letzte der Ausgabe, vier Geschichten, die dadurch in einer gewissen abschließenden und versöhnenden Weise verbunden sind, daß sie, wenn auch mehr oder w...

2. Part 2

Da versteht es sich wohl von selbst, daß er ihr nichts verbot, und daß sie tun konnte, was ihr gerade einfiel. Freunde und Freundinnen besaß sie eine Menge. Denn erstens gab es...

3. Part 3

Ich war natürlich gleich zu ^M–me^ M. getreten, als sie auf mich wies, und hatte mir den Anschein gegeben, als hätten wir uns schon vor einer Stunde verabredet, und ich tat so,...

4. Part 4

Haß und Rachedurst hatten mein Herz erfüllt, als sie, in der Absicht, Tankred gegen ihr Reitpferd einzutauschen, zu uns getreten war ... Wie aber soll ich das wiedergeben, was i...

5. Part 5

Plötzlich erscholl der fröhliche Ruf zur Abfahrt. Ein lautes Stimmengewirr war die Antwort, und unter Scherzen und Lachen brach man auf. In wenigen Minuten hatten alle die Terra...

6. Part 6

Da ertönten laute Stimmen an der Tür und Julian Mastakowitschs gewichtiger Oberkörper schnellte empor. Er war sichtlich erschrocken. Doch der kleine Knabe erschrak noch mehr als...

7. Part 7

Gegen Mitternacht öffnete sich die Tür des Zimmers, in dem Jefimoff gefangen saß. Es war der Gutsbesitzer. Er war im Schlafrock und in Morgenschuhen und hielt eine brennende Lat...

8. Part 8

Jefimoff hörte seinen einstigen Genossen mit tief aufgewühlten Gefühlen an. Während jener noch sprach, trat allmählich wieder Farbe in seine bleichen Wangen, seine Augen leuchte...

9. Part 9

Jetzt scheint es mir, daß ich damals ganz plötzlich wie aus einem tiefen Traum erwachte (obschon dies mir, als es geschah, natürlich gar nicht weiter auffiel). Ich fand mich in...

10. Part 10

Die Einsamkeit und das Schweigen, das ich nicht zu brechen wagte, fingen an, immer schwerer auf mir zu lasten. Schon ein ganzes Jahr hatte ich mit erwachtem Geiste gelebt, immer...

11. Part 11

In der Dämmerung, um die Zeit, wo der Vater gewöhnlich zurückkehrte, erwartete ich ihn wie immer auf dem Flur. Ich war in großer Verwirrung. Meine Gefühle waren aufgepeitscht du...

12. Part 12

Am folgenden Tage beim Mittagessen – d. h. am Tage vor dem Konzert – war der Vater wie zerschlagen. Er war so ganz anders und sah immer wieder nach der Mutter hin. Schließlich –...

13. Part 13

Er stand lange horchend, zu lange, wie mir schien. Dann schlug er plötzlich die Decke von ihrem Gesicht zurück und befühlte es mit der Hand. Ich zuckte zusammen. Er beugte sich...

14. Part 14

Eines Morgens zog man mir reine, feine Wäsche an und ein schwarzes wollenes Kleid mit weißem Trauerbesatz – ein Kleid, auf das ich mit trauriger Verwunderung sah; mein Haar wurd...

15. Part 15

Eines Morgens schlug ein bekannter Name an mein Ohr: S–z. Eines von den Dienstmädchen hatte den Namen an meinem Bett genannt. Ich fuhr zusammen: die Erinnerungen stürzten über m...

16. Part 16

Katjä lernte gewöhnlich morgens. Madame Léotard unterrichtete sie nur in der französischen Sprache. Der ganze Unterricht bestand im Wiederholen der Grammatik und im Lesen der Fa...

17. Part 17

Da fiel ihr nach einigen Minuten ein neues Mittel ein; sie verließ sofort den Saal und kehrte mit einem ganzen Vorrat von Kringeln, Kuchen und Pasteten zurück – kurz, sie ändert...

18. Part 18

Diesmal war die Fürstin nicht mehr zum Entschuldigen und Begnadigen geneigt. Aber wer sollte nun bestraft werden? Sie erriet natürlich sofort, wer die Schuldige war, – ihr Blick...

19. Part 19

Alles in mir wurde lebendig in froher Vorahnung. Atemlos vor Erwartung lief ich nach unten und klinkte die Tür auf zum Kabinett. Es war niemand da. Plötzlich wurde ich hinterrüc...

20. Part 20

Nie werde ich ihr Gesicht vergessen. Es waren regelmäßige Züge, und ihre Magerkeit und Blässe, schien es, erhöhten nur noch den Reiz ihrer strengen Schönheit. Das reiche schwarz...

21. Part 21

Dieses Leben war mein Geheimnis, und selbst nach ganzen drei Jahren wußte ich noch nicht, ob ich mich vor einer plötzlichen Aufdeckung desselben fürchten sollte oder nicht. Das,...

22. Part 22

„Du wirst mich nicht vergessen, sagtest Du – und ich glaube Dir, und von nun an ist mein ganzes Leben in diesen Deinen Worten. Wir müssen uns trennen, unsere Stunde hat geschlag...

23. Part 23

Ich antwortete nicht. Da hörten wir Schritte, er kam schon, und ich ging schnell hinaus. Ganze zwei Stunden wartete ich in großem Kummer. Endlich wurde ich zu Alexandra Michailo...

24. Part 24

„Nun, dann ist es ja gut! Wenn du wüßtest, mein Kind, wie ich dir dankbar bin für diese schöne und offene Antwort. Nicht, daß ich dich irgendeines Schlechten verdächtigt hätte,...

25. Part 25

„Mir tun Sie leid, arme Frau!“ sagte er endlich, bitter und ernst, nachdem er zu lachen aufgehört hatte. „Sie spielen eine Rolle, der Sie nicht gewachsen sind. Was wollen Sie im...

26. Part 26

Und da ist wieder eine andere Straße – oh, und wie breit sie ist! Hier ist es aber wirklich schön! Wie sie doch alle lärmen und laufen und fahren, und Licht, wieviel Licht hier...