Category: Archaeology & Anthropology

Die Sitten der Völker, Zweiter Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde

Der vorliegende Text wurde anhand der 1915 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen sowie Schreibvarianten bleiben gegenübe...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der 1915 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Un...

2. Part 2

Die Japaner genießen einen Ruf als tüchtige +Handwerker+, die eine Reihe von aus China überkommenen Fertigkeiten zu einer wahren Kunst weiterentwickelt haben. Es sei nur an die...

3. Part 3

Einer der dreiundzwanzig mächtigen Dashi oder Wagen, die aufs prächtigste geschmückt durch die Straßen gefahren werden. Sie tragen die Bildnisse chinesischer Philosophen, berühm...

4. Part 4

Die +Ehe+ des Japaners wird eigentlich +auf Zeit+ geschlossen, die bei den besseren Ständen fünf Jahre, bei den niederen weniger beträgt. Trotzdem kommt es höchst selten bei off...

5. Part 5

Die +Stellung der Ainufrau+ ist eine verhältnismäßig hohe, insofern sie nicht gekauft wird. Nach ihrer Heirat bleibt sie auch ihrem Stamme erhalten, denn die verwandtschaftliche...

6. Part 6

Der +Honig+ ist in der Tat ihre wichtigste Speise, von der sie selbst behaupten, daß sie sich nie so wohl befinden, als wenn sie tüchtig davon essen. Da er ihnen auch meistens r...

7. Part 7

Ist jemand von einer Krankheit befallen, dann wenden sich die Angehörigen zuerst an einen eingeborenen Arzt. Wenn dessen medizinische Behandlung nach einigen Tagen ohne Wirkung...

8. Part 8

Der +Drawidatypus+ erstreckt sich von Ceylon bis nach den Tälern des Ganges hin und nimmt ganz Madras, Haiderabad, die zentralen Provinzen, den größten Teil des mittleren Indien...

9. Part 9

Die Lingayat, eine Sekte, die gleichsam die Hindupuritaner vorstellt, tragen das Lingam, ein Sinnbild des männlichen Gliedes, als Symbol des Gottes Siva in einem Metallkästchen...

10. Part 10

Der +Eintritt der Reife+ bedeutet für ein Mädchen ein wichtiges Ereignis in seinem Leben. Es muß sich einer zeitweiligen zeremoniellen Abgeschlossenheit unterziehen, die häufig...

11. Part 11

Vielseitig und manchmal auch sehr sinnig sind die Gebräuche, die man mit der +Asche des Toten+ vornimmt. Die Bergkoyi vermischen sie mit Wasser und formen Kugeln, vergraben dies...

12. Part 12

Geradeso wie das indische Gesellschaftsleben in eine Unmasse sozialer Unterabteilungen zerfällt, zersplittert sich der Hinduismus der Gegenwart in unzählige kleinere oder größer...

13. Part 13

Bei den mohammedanischen Indiern bestehen ziemlich die gleichen Gewohnheiten, natürlich erhalten sie ihre besondere Eigenart durch die abweichenden religiösen Ansichten. Es ist...

14. Part 14

Es bleiben noch ein paar Worte über die +Witwenverbrennung+ in Indien zu sagen. Wenngleich diese nicht direkt durch die Religion vorgeschrieben ist, so verlangte doch die Volkss...

15. Part 15

Die +Nachgeburt+, von der man glaubt, daß sie eng mit dem Kinde verknüpft sei, wird entweder in einem Loch an Ort und Stelle tief vergraben oder verbrannt; auf jeden Fall darf s...

16. Part 16

Die meisten Dschungelbewohner begraben ihre +Toten+, und nur bei den Stämmen, die von der Hinduzivilisation bereits beeinflußt worden sind, werden sie verbrannt. Die ganz wilden...

17. Part 17

Die +Toten+ der Naga werden zunächst nicht beerdigt, sondern fünf bis sechs Tage im Hause behalten, hierauf mittels eines Feuers tüchtig angeräuchert. Um den Verwesungsgeruch et...

18. Part 18

Unter den +tibetischen Festen+ nimmt ähnlich wie bei den Chinesen das +Neujahrsfest+ die erste Stelle ein. Es wird mit besonderem Pomp gefeiert und ist außerdem dadurch ausgezei...

19. Part 19

Die Mongolen sind im allgemeinen +gutmütige, freundliche und gastfreie Leute+, gleichzeitig aber leicht aufbrausend, starrköpfig und träge. Sie +begrüßen+ sich auf eine eigenart...

20. Part 20

Allgemein nimmt man an, daß die +Seelen der Verstorbenen+ nach längerer oder kürzerer Frist in eine andere Welt übergehen, wo sie ein dem irdischen ähnliches, aber weit glücklic...

21. Part 21

Da die Frau durch den Kalym Eigentum des Mannes wird, so kann er mit ihr machen, was er will. Er kann sie auch züchtigen, sowie weiter verhandeln, vertauschen und verschenken. G...

22. Part 22

Eine auf den Straßen Persiens beinahe alltägliche Erscheinung sind die Derwische (Abb. 325), Bettelmönche, die nicht nur durch ihre sonderbaren Manieren, sondern auch durch ihre...

23. Part 23

Afghanen wie Beludschen sind Anhänger des Islams, die ersteren aber viel fanatischer als die letzteren. Dafür sind diese aber um so +abergläubischer+. Sehr verbreitet ist unter...

24. Part 24

Die +Frauen+ der Kirgisen sind die reinen Arbeitstiere, wie auch sonst bei den Nomadenstämmen. Während die Männer auf ihren Wanderzügen stets zu Pferde sitzen, müssen die Frauen...

25. Part 25

In Palästina besteht noch eine kleine, nicht einmal zweihundert Seelen zählende jüdische Sekte, die das Passahfest (siehe die farbige Kunstbeilage) noch ganz nach der Sitte ihre...

26. Part 26

Bei den christlichen +Armeniern+ besteht noch die Sitte, daß die Kinder in der Wiege, selbst noch ungeborene, miteinander verlobt werden, um feste Verbindungen zwischen zwei Fam...

27. Part 27

Auch Kriegstänze und Scheinkämpfe mit Assagaien gehören zu den Belustigungen der Buschleute. Beliebt ist schließlich noch das Melonenspiel, wobei man eine ausgehöhlte und mit St...

28. Part 28

Die südafrikanischen Bantu, mit Ausnahme der Herero, betreiben durchweg +Ackerbau+, und zwar in der Form des Hackbaus. Sofern nicht die Europäer den Pflug eingeführt haben, ist...

29. Part 29

Die ersten Schritte zur +Verlobung+ werden meistens von den jungen Männern unternommen; nur bei den Kaffern kommt es manchmal vor, daß die Angehörigen des Mädchens die Angelegen...

30. Part 30

Die +Schwangere+ ist mancherlei Fady unterworfen. Sie darf keine Ochsenschnauze essen, weil sonst ihr Kind eine schnauzenförmige Oberlippe bekäme, ebensowenig das Fleisch eines...

31. Part 31

Verschiedene Madagassenstämme, im besonderen die Betsileo und Antaokara, befolgten früher die von Ozeanien her übernommene Sitte, ihre Toten nicht sogleich zu begraben, sondern...

32. Part 32

Allgemein verbreitet ist auch der +Glaube an den bösen Blick+, der Menschen und Vieh krank mache. Wer in dem Verdacht steht, mit dieser Gabe ausgestattet zu sein, darf sich bei...

33. Part 33

Werbung und Heirat sind bei den ostafrikanischen Stämmen im großen und ganzen dieselben. Meistens hält der junge Mann bei seinem zukünftigen Schwiegervater um dessen Tochter an,...

34. Part 34

Die +Galla+ feiern alle Jahre das +Fest der Maisernte+, Yarabbi genannt; an ihm dürfen nur Frauen teilnehmen, Männern ist es nur gestattet, in beschränkter Anzahl aus der Entfer...

35. Part 35

Auch in ihrer +Kleidung+ gleichen sich Christen und Mohammedaner Ägyptens. Die oberen Klassen tragen meistens europäische Kleidung, mit Ausnahme des mohammedanischen Fes und des...

36. Part 36

Sowie der Tod eingetreten ist, muß die +Leiche+ mit dem Gesicht nach Mekka zu gelagert und noch am selben oder spätestens am nächsten Tage beerdigt werden. Inzwischen klagen und...

37. Part 37

Ist ein Araber ernstlich +erkrankt+, dann wird der Priester gerufen, um zu sehen, was er für ihn tun kann. Der Sterbende wird von ihm aufgefordert, zu beichten und sein Glaubens...