Category: Novels

Der Zauberberg. Erster Band

Die Geschichte Hans Castorps, die wir erzählen wollen, – nicht um seinetwillen (denn der Leser wird einen einfachen, wenn auch ansprechenden jungen Menschen in ihm kennenlernen), sondern um der Geschichte willen, die uns in hohem Grade erzählenswert scheint (wobei zu Hans Cast...

Chapters

21. Part 21

„Dreiundvierzig“, quäkte sie ungedämpft. „Es stimmt. Menschenskind, _on me dit, que vous avez pris froid_, _I hear, you have caught a cold_, _Wy, kaschetsja, prostudilisj_, ich...

6. Part 6

Plötzlich zuckte Hans Castorp geärgert und beleidigt zusammen. Eine Tür war zugefallen, es war die Tür links vorn, die gleich in die Halle führte, – jemand hatte sie zufallen la...

9. Part 9

Hans Castorp, in seinem Verlangen nach dem gewohnten, geliebten Lebensreiz, hatte sich wieder eine Zigarre angezündet, und wahrscheinlich dank dem vorangegangenen Biere vermocht...

22. Part 22

„Das wäre also nach deinem Wunsche verabredet“, sagte Hans Castorp. „Glücklicher konnte es sich ja gar nicht treffen, und nun bin ich gemeldet. Er wird ja weiter auch nicht viel...

10. Part 10

„Herr Albin,“ rief eine Dame hinter ihm drein, „holen Sie lieber Ihren Paletot, ziehen Sie ihn an, tun Sie es mir zuliebe! Sechs Wochen haben Sie mit Lungenentzündung gelegen, u...

24. Part 24

„... Und also ist Ihr Katarrh in meinen Augen eine Erscheinung dritter Ordnung“, hatte Dr. Krokowski sehr leicht hinzugefügt. „Wie steht es damit? Die Bettruhe wird in dieser Hi...

8. Part 8

Das ist ja ein rechter Windbeutel, dachte Hans Castorp, und dabei blieb er auch, als Settembrini nach seiner galanten Anwandlung wieder zu medisieren begann. Hauptsächlich hatte...

18. Part 18

Nachdem also Frau Chauchat sich zwei- oder dreimal zufällig oder unter magnetischer Einwirkung beim Essen nach jenem Tisch umgewandt hatte und jedesmal den Augen Hans Castorps b...

1. Part 1

Die Geschichte Hans Castorps, die wir erzählen wollen, – nicht um seinetwillen (denn der Leser wird einen einfachen, wenn auch ansprechenden jungen Menschen in ihm kennenlernen)...

41. Part 41

„Herr Urian sitzt oben auf“, erläuterte Settembrini leise mit einer Handbewegung gegen den Hofrat und wurde dann nach Hans Castorps Seite fortgezogen. Auch Dr. Krokowski war anw...

20. Part 20

Diese Ideen, Ideale und Willensstrebungen, bemerkte Settembrini, seien Familienüberlieferung in seinem Hause. Denn alle drei hätten sie ihnen ihr Leben und ihre Geisteskräfte ge...

32. Part 32

„Na, ich kenne sie ja mehr inwendig, subkutan, verstehen Sie, über arteriellen Blutdruck, Gewebsspannung und Lymphbewegung, da weiß ich bei ihr so ziemlich Bescheid – aus bestim...

7. Part 7

„Es kam mir so vor. Ich wurde unwillkürlich daran erinnert. Aber höre nur weiter. Sie kommen also auf mich zu, marsch, marsch, im Geschwindschritt, zu dritt, wenn ich nicht irre...

14. Part 14

Die Vettern hatten ein Tischchen für sich, etwas abseits von den übrigen, denn Hans Castorp rauchte zu seinem schwarzen Bier, das er vom Frühstück mit herausgenommen hatte, und...

23. Part 23

Dies also könnte wundernehmen; und doch ist es in der Ordnung und entspricht den Gesetzen des Erzählens und Zuhörens. Denn in der Ordnung ist es und diesen Gesetzen entspricht e...

2. Part 2

Sie gingen geräuschlos den Kokosläufer des schmalen Korridors entlang. Glocken aus Milchglas sandten von der Decke ein bleiches Licht. Die Wände schimmerten weiß und hart, mit e...

16. Part 16

Was redete denn Dr. Krokowski? In welchem Gedankengange bewegte er sich? Hans Castorp nahm seinen Verstand zusammen, um aufs laufende zu kommen, was ihm nicht gleich gelang, da...

4. Part 4

Mit dieser Bewandtnis hing es zusammen, daß der tote Großvater so fremd, ja eigentlich nicht als der Großvater, sondern als eine lebensgroße, wächserne Puppe erschien, die der T...

5. Part 5

Zur Hauptprüfung hatte er scharf und anhaltend arbeiten müssen und sah, als er heimkam, denn doch noch matter aus, als es zu seinem Typus paßte. Dr. Heidekind schalt, so oft er...

37. Part 37

Karoline Stöhr war entsetzlich. Wenn irgend etwas den jungen Hans Castorp in seinen redlich gemeinten geistigen Bemühungen störte, so war es das Sein und Wesen dieser Frau. Ihre...

29. Part 29

Um denn mit einem oder dem anderen Beispiel auf jene „Spannungen und Lösungen“ zurückzukommen, so mochte bei einer solchen Gelegenheit Hans Castorp auf einem lackierten Gartenst...

26. Part 26

Das war gut gezielt. Hans Castorps Gesicht verzerrte sich gegen alle Bemühung, und auch die auf „Was nicht gar“ und „Sehe einer an“ gestimmten Redensarten, mit denen er die Eröf...

33. Part 33

„Aus Wasser“, antwortete Behrens. „Für organische Chemie interessieren Sie sich also auch? Das ist allergrößtenteils Wasser, woraus der humanistische Menschenleib besteht, nicht...

13. Part 13

Im Grunde hat es eine merkwürdige Bewandtnis mit diesem Sicheinleben an fremdem Orte, dieser – sei es auch – mühseligen Anpassung und Umgewöhnung, welcher man sich beinahe um ih...

27. Part 27

Joachim war abgetreten; der Techniker wechselte die Platte. Hofrat Behrens unterwies den Neuling persönlich, wie er sich zu setzen, zu halten habe. „Umarmen!“ sagte er. „Das Bre...

12. Part 12

„Mein Vater,“ sagte er gedehnt und schwärmerisch, – „er war ein so feiner Mann, – empfindlich am Körper wie an der Seele! Wie liebte er im Winter sein kleines, warmes Studierstü...

38. Part 38

Hans Castorp kannte sie flüchtig von Ansehen. Sie hatte einige Wochen lang am Tisch der Salomon und des gefräßigen Schülers gesessen und immer viel gelacht. Dann war sie verschw...

28. Part 28

Es war kühl, er schrieb im Paletot, in eine Decke gehüllt, mit geröteten Händen. Manchmal blickte er auf von seinem Papier, das sich mit vernünftigen und überzeugenden Sätzen be...

25. Part 25

Settembrini streckte die Hand gegen ihn aus, indem er den Kopf auf die Seite legte und die Augen schloß, – eine sehr schöne und sanfte Gebärde des Einhalttuns und der Bitte um w...

40. Part 40

„Magnifik!“ antwortete Settembrini, dem die Vettern wieder einmal bei der Vormittagsmotion begegnet waren. „Splendide!“ antwortete er. „Das ist so lustig wie im Prater, Sie werd...

17. Part 17

Hinter ihr, als die Tür sich geöffnet hatte, war es viel dunkler gewesen als auf dem weißen Korridor: die klinische Helligkeit dieser unteren Räume reichte offenbar nicht bis do...

31. Part 31

„‚Was haben Sie gegen die Analyse?‘“ zitierte er, den Kopf auf der Schulter. „‚Sind Sie schlecht auf die Analyse zu sprechen?‘ – Sie werden mich immer bereit finden, Ihnen Rede...

30. Part 30

„Danke, Herr Settembrini; es hat nach wie vor seine Schwierigkeiten damit. Ich halte für möglich, daß es das bis zum letzten Tage haben wird. Manche gewöhnen sich nie, sagte mei...

36. Part 36

Der Tag war ausgezeichnet durch eine musikalische Veranstaltung am Abend, ein richtiges Konzert mit Stuhlreihen und gedruckten Programmen, das Denen hier oben vom Hause „Berghof...

39. Part 39

Ihr also widmeten die beiden auf Fürbitte des Hofrats, da sie nun einmal so gutherzige Kerle seien, sich ganz besonders. Mit einer Blumensendung begann es, dann folgte ein Besuc...

35. Part 35

Aber was bedeutete all dieses Unwissen im Vergleich mit der Ratlosigkeit, in der man vor Erscheinungen wie der des Gedächtnisses oder jenes weiteren und erstaunlicheren Gedächtn...

19. Part 19

„Exakt!“ rief Settembrini. „Das Panier! Ich sehe, hier weht ein anderer Wind, – kein Zweifel, ich bin vor die rechte Schmiede gekommen. Fluchtartig also ergriff ich es ... Wer s...

3. Part 3

Hier lagen ausschließlich Repräsentationsräume, eingerechnet das helle, mit Stuck verzierte Eßzimmer, dessen drei weinrot verhangene Fenster auf das rückwärtige Gärtchen blickte...

11. Part 11

„Nein, wirklich, ich habe alles verstanden!“ beteuerte Hans Castorp. „Die Stumme Schwester ist also nur eine Quecksilbersäule, ganz ohne Bezifferung, – Sie sehen, ich habe es vo...

34. Part 34

Die Bände waren schwer, unhandlich; Hans Castorp stützte sie im Liegen mit dem unteren Rande gegen die Brust, den Magen. Es drückte, aber er nahm das in Kauf; halboffenen Mundes...

15. Part 15

Er war dreizehn Jahre alt, Untertertianer, ein Junge in kurzen Hosen, und stand auf dem Schulhof im Gespräch mit einem anderen, ungefähr gleichaltrigen Jungen aus einer anderen...

42. Part 42

„_Qu’il va mourir. La mort. Terrible mot, n’est-ce pas? Mais c’est étrange, il ne m’impressionne pas tellement aujourd’hui, ce mot. C’était une façon de parler bien conventionne...