Category: Biographies

Der Marquis de Sade und seine Zeit.

Der vorliegende Text wurde anhand der 1922 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen, Schreibvarianten sowie fremdsprachlich...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der 1922 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Un...

2. Part 2

Nunmehr geht +Moll+[12] zur Erörterung einer höchst wichtigen Frage über, welche für die Beurteilung vieler Erscheinungen von der grössten Bedeutung ist, nämlich zu dem Verhältn...

3. Part 3

Für +Hegel+ ist auch der Begriff der Gattung +evolutionistisch+.[33] Das Leben enthält ein Problem in sich, welches durch die blossen Lebensfunktionen nicht aufgelöst wird. Die...

4. Part 4

Die Jugend des Marquis +de Sade+ gehört der Regierungszeit +Ludwigs+ XV. an, sein Mannesalter der Zeit +Ludwigs+ XVI. Er war 34 Jahre alt, als der verderbteste König, der Frankr...

5. Part 5

2. August 1752. Der Pater Bernard, berühmter Prediger. Er nahm sich zwei oder drei Dirnen bei der Lasolle. Das kostete ihn das Vermögen einer Herzogin. Er gab 6½ Louisdors. Und...

6. Part 6

Im 18. Jahrhundert waren die Klöster immer mehr verweltlicht. „Das über dem Giebel des Klosters der ‚Nouvelles Catholiques‘ stehende Wort: Vincit mundum fides nostra, war längst...

7. Part 7

Die französische Litteratur des 18. Jahrhunderts steht unter dem Zeichen der Pornographie! Zu keiner Zeit der Weltgeschichte, selbst nicht unter den Cäsaren, ist die schöne Litt...

8. Part 8

Der +vierte+ Gesang ist ein Loblied auf das Bordell. Die berühmtesten Kupplerinnen und Bordellwirtinnen werden vorgeführt, so die +Paris+, +Carlier+, +Rokingston+, +Montigny+, +...

9. Part 9

Je mehr man sich dem Zeitalter der Revolution näherte, desto mehr traten die +Nuditäten+ in der Mode hervor. Der +Cult der Gaze+, die Vorliebe für ausschliesslich gazeartige Umh...

10. Part 10

„Die beiden Erwählten stiessen einen Freudenruf aus, umarmten uns mit einer Wollust, die ein Neuling für Zärtlichkeit hätte halten können, und wir gingen nach dem Garten, in Erw...

11. Part 11

Grelles Licht fällt auf diese Verhältnisse durch zwei von +Casanova+ erzählte Erlebnisse. Sein Freund +Patu+ führte ihn zu einer berühmten Sängerin der Oper, der Mademoiselle +L...

12. Part 12

Dort empfingen auch die geistvollen Leute ihre Anregungen, suchten dort ihre Gesellschaft, gaben sich dort ihren Gedanken hin. „Es mag schön oder hässlich Wetter sein, meine Gew...

13. Part 13

Es folgt nun eine Schilderung des üppigen Hauses der Madame +de Furiel+. Zuerst musste Sapho ein Bad nehmen, erhielt ein opulentes Souper und musste dann schlafen gehen. Am folg...

14. Part 14

+Fräulein+ Charles Geneviève Louise Auguste Andrée Thimothée d’Eon de Beaumont, grossjährig, vormals Dragonerhauptmann, Ritter des königlichen Ludwigsordens, Adjutant des Marsch...

15. Part 15

Wir haben schon oben (S. 127 ff.) mitgeteilt, dass das Bordell der Madame +Gourdan+ reichlich mit sexuellen Stimulantien versehen war. Dort wurden auch die „Pastilles à la Riche...

16. Part 16

+Garnier+ meint, dass die sogenannten „japanischen Kugeln“, welche in Japan, China und Indien seit alter Zeit von wollüstigen Frauen benutzt wurden, erst seit 1819 nach Europa g...

17. Part 17

Eine grosse Hinrichtung war immer, besonders in Paris, „eine Art von Fest für das Volk“, das sich sehr begierig zeigte, ihr beizuwohnen und genau alle Einzelheiten derselben zu...

18. Part 18

Und merkwürdig! Spricht nicht auch dieser „grand terroriste“ in seinem Briefe an den Convent vom 8. Frimaire 1793 ganz wie +Sade+ und mit ebendemselben Ausdruck, den dieser so o...

19. Part 19

Der Marquis +de Sade+ schildert die Verbreitung der +Prostitution+ in Italien als eine geradezu ungeheuerliche. Alle Städte, die Juliette besucht, wimmeln von Dirnen aus hohem u...

20. Part 20

+Jacques François Paul Alphonse de Sade+, der +Onkel+ unseres Marquis +de Sade+, hat auf diesen den grössten Einfluss ausgeübt und muss deshalb ausführlicher behandelt werden. E...

21. Part 21

Wir besitzen über diese Affäre verschiedene Nachrichten. Die wichtigste ist die der Madame +du Deffand+ in einem nur +10 Tage+ nach dem Ereignis geschriebenen Briefe an +Horace...

22. Part 22

Seine Frau, die mit unerschütterlicher Liebe an ihm hing, schickte ihm Bücher, Schreibutensilien und andere von ihm verlangte Dinge, sogar Kölnisches Wasser[526]. Sie erhielt au...

23. Part 23

In Charenton befindet sich ein Mann, den seine kühne Immoralität unglücklicherweise zu berühmt gemacht hat, und dessen Anwesenheit die schwersten Unzuträglichkeiten nach sich zi...

24. Part 24

Hier macht sie die Bekanntschaft einer gewissen Dubois, die alle möglichen schändlichen Verbrechen begangen hat. Sie und Justine werden zum Tode verurteilt. Die Dubois legt Feue...

25. Part 25

Noirceuil macht der Juliette ein überraschendes Geständnis: „Ich habe Ihren Vater wohl gekannt. Ich bin nämlich der Urheber seines Bankerotts. Ich habe ihn ruiniert. Ich verfügt...

26. Part 26

Wie wohl fühlt sie sich in der Heimat eines Nero und einer Messalina! Sie will das Land nicht als einfache Reisende kennen lernen, sondern ihr Plan geht dahin, als „berühmte Cou...

27. Part 27

Die „Philosophie dans le Boudoir ou les instituteurs immoraux“ erschien zum ersten Male 1795 als „Ouvrage posthume par l’auteur de Justine“ in 2 Bänden mit 5 Bildern, zum zweite...

28. Part 28

Nach dem Vorgange +Holbach’s+, der jede religiöse Regung als geistige Verirrung bezeichnete, wird +Sade+ nicht müde, über die Begriffe „Gott“ und „Religion“ die Schale seines Sp...

29. Part 29

In der „Philosophie dans le Boudoir“ (II, S. 77 ff.) werden die Verbrechen mit dem „flambeau de la philosophie“ analysiert. Sie können im allgemeinen auf +vier+ verschiedene Hau...

30. Part 30

Noch interessanter ist die Beschreibung des Mannweibes Coelestine. „Coelestine, die 30jährige Schwester Rodin’s, war gross, mager, wohl gewachsen, hatte die ausdrucksvollsten Au...

31. Part 31

15. Hierdurch gewinnen seine Hauptwerke einen +kulturhistorischen und zeitgeschichtlichen Wert+, indem sie alle Phasen, Nüancen und Eigentümlichkeiten des französischen Geschlec...

32. Part 32

Ein Schriftsteller, dem die Lektüre der +Sade+’schen Romane direkt gefährlich geworden zu sein scheint, ist +Jacques Baron Révérony de Saint-Cyr+, wohl der +erste+ sadistische A...

33. Part 33

Ein 36jähriger Kommandant, der ein Verhältnis mit einer jungen Dame angeknüpft hatte, zwang dieselbe, nachdem er sie mit Schimpfworten überhäuft hatte, unter schrecklichen Drohu...

34. Part 34

Was nach dem Tode sein wird, das hat +Sokrates+ in den herrlichen Schlussworten der platonischen „Apologie“ verkündigt[717]. Wir aber sind im Leben, welches dem Geiste so unendl...

35. Part 35

83. +Le Marquis de Sade, l’Homme et ses écrits.+ Etude bio-bibliographique. Sadopolis, chez Justin Valcourt, à l’enseigne de la „Vertu malheureuse“, l’an 0000 (Bruxelles, J. Gay...

36. Part 36

=Eulenburg=, A., 95, 98, 216, 271, 272, 293, 302, 311, 321, 348, 401 ff., 408, 443, 448, 449, 451, 455, 458, 463, 474, 483, 484, 486, 487, 491, 492, 496, 500.

37. Part 37

[74] Der „Portier des Chartreux ou Histoire de Dom Bougre“ ist ein die Paederastie verherrlichender Roman, der dem Marquis +de Sade+ von einigen zugeschrieben wird. Dies ist abe...

38. Part 38

[266] +G. A. von Halem+ „Ein Blick auf einen Teil Deutschlands, der Schweiz und Frankreichs bei einer Reise vom Jahre 1790.“ Hamburg 1791. Bd. II, S. 1 u. S. 20.

39. Part 39

[403] +Monselet+ sagt hier: „Ich erzähle, gestützt auf Documente von unbestreitbarer Authenticität. Ich übertreibe nichts, was infam sein würde! Ich mildere sogar den Ausdruck u...

40. Part 40

[618] +Rabelais+ schildert in seiner „Gargantua“ ein „weltliches Kloster“, in dem vor den Zimmern der Frauen Haaraufputzer und Parfümeure stehen, „durch deren Hände die Männer g...

41. Part 41

+Inhalt+: Einleitung. Sitte, Sittlichkeit, Sittsamkeit. Das Weib ist Eigentum. Geringe Wertschätzung weiblicher Tugend. Warum ist Ehebruch ein Vergehen? Altdeutsche Anschauung v...