Der Marquis de Sade und seine Zeit.

Part 40

Chapter 403,191 wordsPublic domain

[617] B. +Tarnowsky+ „Die krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes“ Berlin 1886 S. 70.

[618] +Rabelais+ schildert in seiner „Gargantua“ ein „weltliches Kloster“, in dem vor den Zimmern der Frauen Haaraufputzer und Parfümeure stehen, „durch deren Hände die Männer gingen, wenn sie die Frauen besuchen wollten“ und die zugleich alle Morgen die Zimmer mit wohlriechenden Essenzen besprengten. (F. E. +Schneegans+, „Die Abtei Thélème in Rabelais’ Gargantua“. Neue Heidelb. Jahrbücher. Heidelberg 1898. Bd. VIII, S. 143-159). Vielleicht ist der Name des Paters Thélème im ersten Band der „Juliette“ diesem Kloster entlehnt.

[619] Vgl. auch den „Ergänzungsband“: +Hagen, Dr. Alb.+ „Die sexuelle Osphresiologie. Die Beziehungen des Geruchssinnes und der Gerüche zur menschlichen Geschlechtsthätigkeit“, der dieses Thema ergiebig behandelt. Charlottb. 1901. Verlag von H. Barsdorf. -- 2. Aufl. Berlin 1906.

[620] P. +Garnier+ „Onanisme“ 6. Auflage. Paris 1888 S. 76-77.

[621] +Parent-Duchatelet+ a. a. O. Bd. I, S. 63.

[622] G. +Behrend+. Artikel „Prostitution“ in +Eulenburg’s+ „Real-Encyclopädie der gesamten Heilkunde“. 3. Aufl. Berlin und Wien 1898. Bd. XIX, S. 437

[623] A. +Lacassagne+ „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“. S. 239.

[624] R. v. +Krafft-Ebing+ „Neue Forschungen auf dem Gebiete der Psychopathia sexualis.“ 2. Auflage. Stuttgart 1891. S. 1 und 45.

[625] R. v. +Krafft-Ebing+ a. a. O. S. 48.

[626] v. +Schrenck-Notzing+ „Litteraturzusammenstellung über die Psychologie und Psychopathologie der Vita sexualis“. (3. Forts.) Zeitschrift für Hypnotismus. Bd. 9, Heft 2. Leipzig 1899. S. 111-112.

[627] A. +Lacassagne+ a. a. O. S. 239.

[628] A. +Eulenburg+ „Sexuale Neuropathie“ Leipzig 1895 S. 112. Das Wort „Lagnänomanie“ leitet +Eulenburg+ von λαγνός (wollüstig) αἰνός (wild), und μανία ab; „Machlänomanie“ von μάχλος (wollüstig vom +weiblichen+ Geschlecht) αἰνος und μανία.

[629] A. +Moll+ „Untersuchungen über die ‚Libido sexualis‘“ Berlin 1898 S. 557.

[630] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 115.

[631] A. +Eulenburg+ „Der Marquis de Sade“ a. a. O. S. 513-514.

[632] +Marciat+ a. a. O. S. 216. Neuerdings hat auch +Cabanès+ die Frage der Geisteskrankheit des Marquis +de Sade+ berührt und sie verneint. Nach ihm litt derselbe mehr an „Satyro-graphomanie“ als an wirklicher Erotomanie. +Cabanès+ a. a. O. S. 260.

[633] E. +Kraepelin+ „Psychiatrie“ 6. Auflage. Leipzig 1899. Bd. II, S. 557-560.

[634] v. +Schrenck-Notzing+ a. a. O. S. 111.

[635] +Tarnowsky+ erklärt den Marquis +de Sade+ für einen „geborenen Paederasten“ (?), der am Schlusse seines Lebens in „Altersblödsinn“ verfiel. Seine Werke enthalten nur „Ratschläge eines Geisteskranken“. („Die krankhaften Erscheinungen des Geschlechtssinnes“ Berlin 1886, S. 70-71). Ein kühnes Urteil!

[636] F. +Drujon+ „Catalogue des ouvrages, écrits et dessins poursuivis, supprimes ou condamnés“ Paris 1879 S. 13, S. 111, S. 216.

[637] „Catalogue des écrits, gravures et dessins condamnés depuis 1814 jusqu’au 1er janvier 1850“ Paris 1850 S. 109.

[638] L. +Lalanne+ „Curiosités bibliographiques“ Paris 1857. S. 401.

[639] E. +Edwards+ „Libraries and founders of libraries“ London 1864 S. 85.

[640] +Ch. Villers+ „Lettre sur le roman intitulé Justine ou les Malheurs de la Vertu“. Neudruck Paris 1877 S. 12.

[641] J. +Janin+ a. a. O. S. 337.

[642] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 205. Neuerdings wurde die erste Ausgabe der „Justine“ für 180 Fr. angeboten.

[643] ibidem S. 209.

[644] +Léo Taxil+ „La corruption fin-de-siècle“ Paris 1894 S. 293.

[645] +Lino Ferriani+ „Delinquenti che scrivono“. Como 1899.

[646] +Marciat+ a. a. O. S. 247.

[647] R. v. +Krafft-Ebing+ „Neue Forschungen auf dem Gebiete der Psychopathia sexualis“. Stuttgart 1891, S. 9.

[648] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 120.

[649] J. +Janin+ a. a. O. S. 340 ff

[650] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 203 und 209.

[651] +Paul L. Jacob+, Bibliophile a. a. O. S. 413-415.

[652] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 211.

[653] +Paul L. Jacob+ etc. S. 415.

[654] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 212-214.

[655] Allen Bibliophilen sei die neueste, schön ausgestattete Monographie von +Ulrich+ empfohlen. Sie enthält aber merkwürdiger Weise nichts über +Villers’+ Besprechung der „Justine“. (O. +Ulrich+ „Charles de +Villers+. Sein Leben und seine Schriften.“ Leipzig 1899).

[656] „Briefe von Benjamin Constant, Görres, Goethe etc.“ Auswahl aus dem handschriftlichen Nachlass des Charles de Villers herausgegeben von M. +Isler+. Hamburg 1879. S. 98.

[657] +Reichard+ sagt (a. a. O. III, S. 16): „Französische Sendungen, schweizerische und deutsche Nachdrucke und die Ankündigungen von Uebersetzungen jagten und kreuzten sich von allen Seiten.“ -- Vergl. dazu die interessante Schrift „La presse périodique française à Hambourg, depuis 1686 jusqu’en 1848.“ Brüssel 1854. -- In Hamburg erschien auch im Jahre 1807 jener berüchtigte +ultratribadische+ Roman „Julie ou j’ai sauvé ma rose“ (2 Bände), dessen Heldin, nachdem sie mit Energie und Konsequenz die oft mehr als kühnen Angriffe zahlreicher Männer abgewehrt hat, schliesslich wohl ihrer ursprünglichen Neigung folgend, eins der vielen Opfer einer gefährlichen Tribade wird.

[658] +M. Isler+ a. a. O. S. 152.

[659] „Lettre sur le Roman intitulé Justine ou les Malheurs de la Vertu par +Charles de Villers+“. Paris 1877.

[660] „Les Crimes de l’amour etc.“ S. 183-184.

[661] F. +Drujon+ a. a. O. S. 130.

[662] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 210.

[663] „Biographie universelle“ Bd. XXXV, S. 494-495.

[664] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 242.

[665] H. +Cohen+ „Guide de l’amateur de livres etc.“ Col. 418 bis 419.

[666] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 237.

[667] ibidem S. 241.

[668] W. +Roscher+ a. a. O. S. 719.

[669] M. +Nordau+ „Entartung“ Berlin 1892 S. 43-152.

[670] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 109.

[671] +Nordau+ a. a. O. S. 60.

[672] ibidem. S. 115-116.

[673] ibidem S. 105-107.

[674] „La Curiosité littéraire et bibliographique“. Troisième Série. Paris 1882. S. 169-174.

[675] +Paul Bourget+ „Physiologie der modernen Liebe.“ Deutsch von A. +Dittrich+. Budapest 1891. S. 2. Dies Buch ist eine reiche Fundgrube für die Arten und Raffinerien der modernen französischen Liebe.

[676] A. +Moll+ „Untersuchungen über die Libido sexualis“ Bd. I, S. 698-699. Deutsche Uebersetzung: „+Gamiani+ oder zwei Nächte in Ausgelassenheit“. Von A. D. M. Holland 1873, 8^o, 109 S.

[677] Eine wortgetreue Ausgabe der trefflichen Uebersetzung von Rode erschien kürzlich im Verlage von H. Barsdorf in Leipzig. Vgl. die Ankündigung am Schluss der „Bibliographie.“

[678] +Heinrich von Kleist+ „Penthesilea“ 23. Auftritt.

[679] „Das einzige Buch +Sade’s+ hielt er zurück, weil er es für mich zu gefährlich hielt: ich fand es erst nach seinem Tode sorgfältig versteckt in einem Schranke, welcher einen doppelten Boden hatte. Ich machte mich daran, das Buch zu lesen... Dieses Buch hat zweierlei Wirkungen, je nach dem Naturell des Lesers oder der Leserin, je nach der Empfänglichkeit und Auffassungsgabe derselben. So wie es Duvalin halb blasiert gemacht hatte, so fühlte ich einen Ekel vor diesen Abscheulichkeiten, die zu lesen mich viel Ueberwindung kostete.“ Memoiren einer Sängerin Bd. II, S. 12-13.

[680] W. +Russalkow+ „Grausamkeit und Verbrechen im sexuellen Leben“ 3. Aufl. Leipzig 1899. S. 76.

[681] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 109.

[682] +Fritz Friedmann+ „Verbrechen und Krankheit im Roman und auf der Bühne“ Berlin 1889 S. 27.

[683] +Fr. Nietzsche+ „Jenseits von Gut und Böse“ 4. Aufl. Leipzig 1895. S. 108. (Aphor. 149.)

[684] ibid. S. 109 (Aphor. 155).

[685] +Max Stirner+ „Der Einzige und sein Eigentum“ 2. Aufl. Leipzig 1892. S. 369, 372, 379.

[686] +H. Ströbel+ „Stirner’s Einziger und sein Eigentum“ in Neuland, Band II, Nr. 2. Berlin 1897 S. 89.

[687] A. +Eulenburg+ a. a. O. S. 117.

[688] A. +Lacassagne+ „Vacher l’éventreur et les crimes sadiques“ Lyon und Paris 1899 S. 245-282. -- Vgl. Laurent, Sadismus und Masochismus. 6. Aufl. Berlin 1904. Anm. d. V.

[689] „Remarques médico-légales sur la perversion de l’instinct génésique“ Gaz. méd. de Paris No. 29 vom 21. Juli 1849 S. 555 bis 564.

[690] a. a. O. S. 701 ff.

[691] „Psychopathia sexualis“. 5. Aufl. Stuttg. 1890 S. 46 ff.

[692] Einen ähnlichen Fall berichtet +Tarnowsky+ a. a. O. S. 76.

[693] +Brierre de Boismont+ a. a. O. S. 560.

[694] +Russalkow+ a. a. O. S. 76, 77.

[695] A. +Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 118-119.

[696] +Eulenburg+ a. a. O. S. 107.

[697] „Les crimes de l’amour etc.“ S. 264.

[698] „Deutsche medizinische Presse.“ 1899. Nr. 21. Wenn +Eulenburg+ „Sexuale Neuropathie“ (S. 101) von einem Manne berichtet, der nudas feminas mit brennenden Lichtern in ano um sich herumtanzen liess, so ist diese Idee ganz offenbar von +Sade+ suggerirt, der mehrere derartige Scenen schildert.

[699] „Kritisches zum Kapitel der normalen und pathologischen Sexualität“ von P. +Näcke+. Archiv für Psychiatrie. Berlin 1899. Bd. 32. Heft 2, S. 356.

[700] Voss. Zeitung vom 31. Juli 1899. -- Wenn Herr +Henri Albert+ im „Mercure de France“ (April 1900) mich wegen dieser Vergleichung der Dreyfusgegner mit Sadisten verspottet, so erwidere ich ihm, dass dieselbe so nahe liegt, dass ich sogar nicht einmal die Priorität habe. Denn sein Landsmann +Octave Mirbeau+ hat in seinem +vor+ meinem Buche erschienenen Roman „Le Jardin des supplices“ Paris 1900 S. XII +dieselbe Analogie+. „L’affaire Dreyfus nous en est un exemple admirable, +et jamais, je crois, la passion du meurtre et la joie de la chasse à l’homme, ne s’étaient aussi complètement et cyniquement étalées+.“ Nun, Herr +Albert+?

[701] Dass auch hier meine Ansicht, dass es sich um zwei Sadisten handelt, richtig ist, beweisen die geradezu ungeheuerlichen Enthüllungen des Abgeordneten +Vigné+ in der Sitzung der französischen Deputiertenkammer vom 23. Nov. 1900. +Voulet+ und +Chanoine+ liessen +Hunderte+ von Eingeborenen rein aus Vergnügen am Morden töten, liessen Hände und Köpfe abschneiden, mit Lanzen erstechen und dgl. Scheusslichkeiten mehr verüben. Freilich sind nicht blos Franzosen solche Bluthunde. Auch wir Deutschen haben einen Prinzen +Prosper v. Aremberg+!

[702] +A. Eulenburg+ „Der Marquis de Sade“ S. 510.

[703] +G. Roskoff+ „Geschichte des Teufels“. Leipzig 1869, Bd. II, S. 60.

[704] ibidem.

[705] Vossische Zeitung No. 520 vom 4. November 1899.

[706] +S. Ribbing+ „Die sexuelle Hygiene und ihre ethischen Konsequenzen“. 9. Aufl. Leipzig 1892. S. 84-94.

[707] a. a. O. S. 94-95.

[708] +A. Eulenburg+ „Neuropathia sexualis“ S. 120.

[709] +H. Hössli+ „Eros. Die Männerliebe der Griechen etc.“ 2. Aufl. Münster i. d. Schweiz 1892. S. 113.

[710] +B. Tarnowsky+ a. a. O. S. 90 und 101.

[711] +Tarnowsky+ a. a. O. S. 141.

[712] a. a. O. S. 147.

[713] +W. Stern+ „Kritische Grundlegung der Ethik als positive Wissenschaft“. Berlin 1897. S. 238.

[714] +E. Du Bois-Reymond+ „Adalbert v. Chamisso als Naturforscher“. Leipzig 1889. S. 57.

[715] +K. Fischer+ „Diotima“. Stuttgart 1852. S. 4.

[716] +W. E. H. Lecky+ „Sittengeschichte Europas von Augustus bis auf Karl den Grossen“ übers. von +H. Jolowicz+. 2. Aufl. Leipzig und Heidelberg 1879. S. 120-121.

[717] Eine der schönsten von den vielen halb heidnischen Sagen des mittelalterlichen Irlands ist die von den Inseln des Lebens und des Todes. In einem gewissen See in Munster gab es zwei Inseln; in die eine konnte der Tod nicht dringen, aber Alter und Krankheit und Lebensüberdruss und Paroxysmen fürchterlichen Leidens waren dort heimisch und verrichteten ihr Werk, bis die Einwohner ihrer Unsterblichkeit müde, auf die gegenüberliegende Insel als auf einen Hafen der Ruhe schauen lernten, ihre Barken in das dunkle Gewässer steuerten, das Ufer erreichten und zur Ruhe gelangten. -- +Lecky+ a. a. O. I, S. 183.

[718] Titel und Schluss des Werkes geben also ein verschiedenes Datum an. Dies deutet auf eine wiederholte Durchsicht des Manuscriptes hin.

[719] Dies Manuscript wurde durch Vermittelung des Autors dieses Werkes angekauft und im Jahre 1904 zum Druck befördert. Anm. d. Verl.

[720] Ist das der bekannte Bibliophile und Kunsthistoriker +Henri Béraldi+?

Im Verlage von HERMANN BARSDORF In BERLIN W 30 erschien:

Das

KAMASUTRAM DES VATSYAYANA

(DIE INDISCHE LIEBESKUNST)

NEBST DEM VOLLSTÄNDIGEN KOMMENTARE DES YASODHARA.

Aus dem Sanskrit übersetzt und eingeleitet von

RICHARD SCHMIDT

_Sechste_, verbesserte Auflage. 500 Seiten. Broschiert M. 40.--, gebunden M. 50.--.

INHALT: I. Allgemeiner Teil. -- II. Über den Liebesgenuß. -- III. Über den Verkehr mit Mädchen. -- IV. Über die verheirateten Frauen. -- V. Über die fremden Frauen. -- VI. Über die Hetären. -- VII. Die Upanisad (d. erot. Geheimlehre).

_Das Kamasutram ist das interessanteste Werk aus der ganzen großen Sanskritliteratur_, und es dürfte _kein Erzeugnis der Weltliteratur_ geben, _das so wie das Kamasutram den engen Rahmen der Indologie sprengt und zu allen Völkern, auch den der Rasse nach fremdesten, seine allen verständliche Sprache redet. Es führt uns den Inder in aller Intimität der Häuslichkeit vor; denn der Inder war von jeher gewöhnt, auch das Allzumenschliche als etwas ganz Natürliches anzusehen, dessen man sich nicht zu schämen braucht._

BEITRÄGE ZUR INDISCHEN EROTIK

DAS LIEBESLEBEN DES SANSKRITVOLKES

nach den Quellen dargestellt von Prof. Dr. +RICHARD SCHMIDT+.

Zweite, durchgesehene Auflage. Lex.-8^o. 692 Seiten.

Elegant broschiert M. 70.--. Originalband M. 80.--.

INHALT: Die erotische Literatur im Sanskrit. Die Stellung der Liebe im trivarga und ihre Definition. Der Liebhaber. Die Liebhaberin. Die Lehre vom Coitus. Die tithis und candrakalas. Die Liebkosungen. Nägelmale. Zahnmale. Haarzausen. Schläge und Schreie. Freien und Heiraten. Die verheiratete Frau. Verkehr mit den Frauen anderer. Die Hetären. Die Geheimlehre auf erotisch-sexuellem Gebiet usw. usw.

Die „Beiträge zur indischen Erotik“ sind der erste Versuch, _alles_ zusammenzustellen, was in den bisher bekanntgewordenen Sanskritwerken über die Liebe gesagt wird.

Es ergänzt das „Kamasutram“.

=_Zur gefl. Beachtung_=: Diesem Werke muß mein =ausführliches Verlagsverzeichnis= beiliegen, bei evtl. Fehlen wolle man es =direkt vom Verlage= gratis und franko verlangen. Jede bessere Buchhandlung vermittelt den Bezug der darin angezeigten Werke. HERMANN BARSDORF VERLAG in BERLIN W 30, Barbarossastraße 21. II.

Im Verlage von =H. Barsdorf= in =Berlin W. 30= erschien

Apulejus, der goldne Esel.

Satyrisch-mystischer Roman. Uebersetzt von Rode. Nach dem Original von 1783. 2 Teile. 7. Aufl. mit 16 Illustrationen. 1922. Eingeleitet von M. G. Conrad.

Brosch. M. 20.--. Gebd. M. 28.--

Der berühmte antike Sittenroman des +Apulejus+ aus +Madaura+ liegt hier in einer neuen eleganten Ausgabe vor, welche die vorzügliche Uebersetzung von +August Rode+ mit einem geistvoll-satyrischen, moderne Verhältnisse vom Standpunkte des Apulejus beleuchtenden Vorwort aus der Feder von +M. G. Conrad+ darbietet. Kein Gebildeter wird ohne hohen geistigen Genuss dieses dem „Satyricon“ des +Petronius+ ebenbürtige sittengeschichtliche Kunstwerk lesen, das nicht nur wegen der allbekannten reizenden Episode von Amor und Psyche den Leser fesselt. Die frivole Welt des ausgehenden Alterthums wird in diesem durch die Sorgfalt der Composition ausgezeichneten Romane wieder lebendig. Der bunte Wechsel der oft sehr verfänglichen Episoden, die merkwürdigen Situationen und kulturhistorisch wertvollen Schilderungen antiken Lebens, die mit dem glänzenden Schauspiel der aegyptischen Mysterien schliessen, machen die Lectüre zu einer höchst spannenden. Die alte, schon von Lucian verwendete Fabel von der Verwandlung eines Menschen in einen Esel, welche Apulejus zu dem Märchen vom „goldnen Esel“ verarbeitet hat, giebt dem Autor die Veranlassung, in der üppigen Lascivität einzelner Scenen und mit eigenartiger erotisch-satyrischer Phantastik ein getreues Bild der sittlichen Corruption in der römischen Kaiserzeit vorzuführen.

Im Verlag von =H. Barsdorf= in Berlin W. 30 erschien:

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in Deutschland.

Von =Dr. Wilhelm Rudeck=.

Zweite vermehrte und verbesserte Auflage. 1905. Grosses Format 514 Seiten mit 58 Illustrationen.

Vornehm ausgestattet Mk. 32 --. In Originalband M. 42 --.

Dr. +Wilhelm Rudeck+, der bekannte Verfasser von „Medizin und Recht, ein Handbuch bei Ehescheidungs- und Vaterschaftsklagen,“ wendet sich mit dem vorliegenden Buche einem der auffälligsten Faktoren der moralischen Entwicklung zu: +der Regelung des sexuellen Lebens innerhalb der Oeffentlichkeit+. Die Entwicklung der Begriffe der öffentlichen Sittlichkeit hat das ganze moralische Aussehen der bürgerlichen Gesellschaft so vielfach umgestaltet, wie wohl nur noch die Frömmigkeit und Humanität!

Unter öffentlicher Sittlichkeit versteht der Verfasser die Summe aller Sitten einer Zeit, in denen Beziehungen zum sexuellen Leben enthalten sind. In welchen tatsächlich anerkannten und geübten gesellschaftlichen Normen sich das sexuelle Leben der einzelnen äussert, ob die Sexualität von der Oeffentlichkeit überhaupt ausgeschlossen, oder wie sie in ihr geduldet und geordnet wird, das ist das Thema, das eine Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit zu behandeln hat.

In diesem Sinne könnte man also den Begriff der öffentlichen Sittlichkeit dem der öffentlichen Schamhaftigkeit gleichsetzen, übrigens auch aus dem Grunde, weil es sich selbstverständlich nicht um die Oeffentlichkeit des geschlechtlichen Aktes selbst, sondern um die näheren oder entfernteren Beziehungen zu ihm handelt.

Das +beiliegende Inhalts-Verzeichnis+ bietet einen Ueberblick über Rudecks hochinteressantes Werk, das soeben in +zweiter, vermehrter und verbesserter Auflage+ erschien -- allein die Illustrationen sind von 32 auf 58 vermehrt. --

Im Verlage von HERMANN BARSDORF in BERLIN W 30 erschien:

Geschichte der öffentlichen Sittlichkeit in DEUTSCHLAND

Von Dr. +WILHELM RUDECK+

Dritte Auflage. 514 Seiten. Lexikon-Oktav. Mit 58 interessanten Illustrationen. Elegant broschiert M. 32.--. Gebunden M. 42.--.

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KULTUR, ABERGLAUBE, SITTEN, GEBRÄUCHE

Von +BERNHARD STERN+

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SEXUELLE VERIRRUNGEN: SADISMUS UND MASOCHISMUS

Von Dr. E. +LAURENT+. Deutsch von +DOLOROSA+

Zehnte Auflage. 264 Seiten. Elegant brosch. M. 20.--. Originalband M. 28.--. INHALT: ERSTER TEIL: +Wollust und Grausamkeit+. Der Sadismus und die sadistischen Verbrechen: 1. Ursprung des Sadismus. 2. Ursachen des Sadismus. 3. Formen und Manifestationen desselben. 4. Sadismus des Weibes. 5. Leichensadismus. 6. Die sadistischen Verbrechen. 7. Der Sadismus in der Literatur. 8. In der Weltgeschichte. 9. Der Sadismus der Massen. 10. Verantwortlichkeit der Sadisten. 11. Gerichtliche Medizin und Sadismus. 12. Therapie des Sadismus. ZWEITER TEIL: +Wollust und Leiden+. Der Masochismus: 1. Begriff des Masochismus. 2. Ursprung des Masochismus. 3. Ursachen desselben. 4. Masochismus des Weibes. 5. Formen und Arten des Masochismus. 6. Masochismus und Selbstmord. 7. Masochismus in sozialer Hinsicht. 8. Bibliographie.

Dieses zumeist auf französischen Quellen beruhende Werk ist von der bekannten Schriftstellerin DOLOROSA geradezu meisterhaft übersetzt, es erfordert aber mehr wie jedes andere Buch außerordentlich starke Nerven, da der Verfasser in die tiefsten Abgründe der Nachtseite des menschlichen Lebens hinableuchtet.

_Neue Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens_

(Folge der „=Studien zur Geschichte des menschlichen Geschlechtslebens=“ herausgegeben von Dr. EUGEN DÜHREN: 1. Band: Der Marquis de Sade und seine Zeit. 2.-4. Band: Das Geschlechtsleben in England.)

ERSTER BAND:

Marias jungfräuliche Mutterschaft

Ein völkerpsychologisches Fragment über =Sexualsymbolik=

Von A. J. STORFER

Mit Abbildungen. Elegant broschiert M. 12.--. In Originalband M. 20.--.

+Inhalt+: =I.= =Einleitung.= Über den Stoff. Über die Methode. -- =II.= =Analyse.= Marias Darbringung: Der mythische Stoff. Weihe und Tempelprostitution. Fackel, Kerze. Der Segen des Priesters. Ausgebreitete Arme. Stufensteigen. Weben. Aufgelöstes Haar. Gottgeweihte Jungfrauen. Schleier, Lilie, Myrte. -- Josefs Auserwählung: Der mythische Stoff. Stab, Rute. Wettbewerb. Sieg. -- Marias Verkündigung: Der mythische Stoff. Schlange. Wort. Zunge. Hauch, Wind. Blick. Strahl, Regen. Flügel. Zweig, Szepter. Schwert, Einhornjagd, Mühle. -- Maria-Symbole: Vorbemerkung. Arche, Schiff. Buch. Erde, Paradies. Brunnen, Quelle. Gefäß. Stadt, Festung. Tempel, Brautgemach, Bundeslade. Verschlossen. Tor, Tür, Fenster. Schwarz. -- Die phallische Komponente der Christus-Vorstellung: Vorbemerkung. Ego et pater unum sumus. Die Geburt des Helden. Der Medizinmann. Vorhaut. Fisch. Esel. Hammer. Kreuz. Tod und Auferstehung. =III.= =Schluß.= Register.

ZWEITER BAND:

Isoldes Gottesurteil in seiner erotischen Bedeutung

Von J. J. MEYER, Professor an der Universität Chicago

Mit einleitendem Vorwort von Prof. Dr. +RICHARD SCHMIDT+

Ca. 300 Seiten. Elegant broschiert M. 12.--. In Originalband M. 20.--.