Category: Travel Writing

Im Herzen von Asien. Zweiter Band.

Sechs Tage durfte ich mich im Hauptquartier in Temirlik ausruhen, wo die Eisberge um die Quellen herum beständig größer wurden und die Kälte bis auf -27 Grad sank. Von wirklicher Ruhe konnte freilich keine Rede sein, denn ich hatte tausend Dinge zu besorgen. Noch einmal wurde...

Chapters

1. Part 1

Sechs Tage durfte ich mich im Hauptquartier in Temirlik ausruhen, wo die Eisberge um die Quellen herum beständig größer wurden und die Kälte bis auf -27 Grad sank. Von wirkliche...

2. Part 2

Aus der Seefahrt sollte jedoch nichts werden, denn soweit der Blick reichte, war der Spiegel des Sees mit einer Eisdecke überzogen. Da wir aber das Boot einmal mitgenommen hatte...

3. Part 3

Um für die ersten Mongolen, die wir treffen würden, eine angenehme Überraschung in Bereitschaft zu haben, wollten wir das entlaufene Pferd mitnehmen. Es erwies sich aber als gan...

4. Part 4

Hinter diesem Punkte folgte wieder sterile Wüste, aus deren lockerem Lehmboden vom Winde sehr eigentümliche, bis zu 8 Meter hohe Kegel und Würfel geformt worden sind, die oft tä...

5. Part 5

Wieder kreuzten wir eine inselähnliche kleine Oase, wo die Tiere eine Stunde weiden durften, während ich meinen einsamen Spaziergang fortsetzte. Im Süden schimmerte es gelb aus...

6. Part 6

6. März. Als ich heute aufwachte, waren alle meine fünf Männer verschwunden, und ich mußte sehen, wie ich mit dem Feueranmachen und dem Essenkochen fertig wurde. Wir waren nämli...

7. Part 7

Himly hat in „Petermanns Mitteilungen“ (1902, Heft XII) einen Aufsatz, betitelt „Sven Hedins Ausgrabungen am alten Lop-nur“ veröffentlicht, worin er das von mir mitgebrachte Mat...

8. Part 8

„Obgleich das Verhältnis zwischen dem neuen König und dem Kaiser ohne Zweifel gespannt war, war es noch nicht zu offenen Feindseligkeiten zwischen ihnen gekommen. Nun aber kam d...

9. Part 9

Die Wüste ist trostlos einförmig; der Boden besteht aus einem Gemenge, das die Eingeborenen „Schor“ nennen. Sand, Staub, Kalk und Salz, alles erstarrt und zu einer ziegelharten...

10. Part 10

Was Tokta Ahun anbetrifft, so hatte auch er seinen Auftrag wie ein ganzer Mann ausgeführt. Er war vom Anambaruin-gol nach Tscharchlik geritten, hatte nur eines der sechs schlech...

11. Part 11

Hinter diesem Hause erstreckte sich ein ziemlich großer, ummauerter Garten mit Maulbeerbäumen, Weiden und Pappeln, und hier wurde auf einem schattigen Platze die große mongolisc...

12. Part 12

Schagdur hatte noch zwei Reisegefährten, alte Bekannte von uns, mitgebracht. Der eine war Ördek, der den Tempel in Lôu-lan entdeckt hatte, der andere Chalmet Aksakal von Korla....

13. Part 13

Manchmal ist das Tal so eng, daß wir auf Seitenvorsprünge und Pässe hinaufgehen müssen. Es zieht sich jetzt nach Osten, und nach einer letzten Schwelle entrollt sich vor uns das...

14. Part 14

Darauf erschien Turdu Bai an der Spitze seiner prächtigen, fetten Kamele (Abb. 230). Sie waren munter und sichtlich zufrieden, daß sie sich in der frischen, kühlen Bergluft befa...

15. Part 15

Schließlich wurde es gar zu toll, und wir konnten keinen Schritt mehr vorwärts; wir mußten aus diesem Loche heraus, gleichviel wohin, denn schlimmer konnte es nicht werden. Turd...

16. Part 16

Noch als die Dämmerung schon einbrach, waren diese unheimlichen weißgekleideten Bergrücken Zeugen unseres mühevollen Zuges. Wir suchten jetzt nur nach einem trockenen Flecke, au...

17. Part 17

Am 4. Juli ging es beinahe direkt nach Süden über schwach wellenförmiges Land mit dünnem Graswuchs, zahlreichen Salztümpeln und ziemlich vielem Wild, besonders Kulanen und Antil...

18. Part 18

Auf dem zu unserer Rechten befindlichen Abhange weidete einsam ein großer schwarzer Yakstier. Da wir es für unnötig hielten, ihm das Leben zu nehmen, hetzten die Kosaken Scherze...

19. Part 19

Am Morgen des 21. Juli erwachte ich bei Schneetreiben. Kompakte, beinahe schwarze Wolkenmassen hängen längs des Kammes der ewigen Schneekette. Diese wird ganz von ihnen eingehül...

20. Part 20

Ich glaubte allerdings nicht, daß man uns totschlagen würde, aber jedenfalls mußte ich mich auf alle Möglichkeiten vorbereiten und solche Anstalten treffen, daß meine Karten und...

21. Part 21

Doch kehren wir zu unserer Pilgerfahrt zurück. Nachdem wir von Ördek Abschied genommen hatten, zogen wir nach Südosten und Ostsüdosten und legten auch an diesem Tage beinahe 40...

22. Part 22

Unaufhörlich schneuzte er sich mit den Fingern mit einer bewundernswerten Energie; der Sicherheit halber machten wir es ebenso, da man ja nicht genau wissen konnte, ob die tibet...

23. Part 23

Erbarmungslos und grausam senkte sich die Nacht über die Erde herab, und der Mond fand keine Gelegenheit, auch nur den allerflüchtigsten Blick auf Tibets naß geregnete Gebirge z...

24. Part 24

Die Nachtluft war so still, daß ich während meiner Wache das Licht in der Zelttür brennen lassen konnte. Von den nächsten Zeltdörfern ertönte Hundegebell. Der Himmel war halbkla...

25. Part 25

Als der lästige Gast uns endlich verlassen hatte, um nach seinem Zeltdorfe zurückzukehren, begegnete er drei Reitern, die sich wohl eine halbe Stunde mit ihm unterhielten. Sie f...

26. Part 26

Die Tibeter ritten in einer Linie heran. In der Mitte ritt der Gouverneur auf einem großen, schönen Maulesel; sonst ritten alle Pferde. Er war von seinem Stabe begleitet, der au...

27. Part 27

Mit ihren Säbeln schnitten sie gruppenweise drei Erdschollen aus dem weichen Rasen; zwischen diese wurden die Töpfe gestellt, in denen das Teewasser gekocht wird. Trockenen Argo...

28. Part 28

Einmal, als wir langsam nach dem Gipfel eines Hügels hinaufritten, stürmte Malenki seitwärts nach einer anderen Anhöhe und erhob ein wütendes Gebell. Wir glaubten, er habe Mensc...

29. Part 29

Der Rasttag war in jeder Beziehung herrlich, das Wetter gut; der Rauch stieg manchmal senkrecht von den Lagerfeuern auf, und unsere erschöpften Tiere schwelgten in dem guten Gra...

30. Part 30

Nun entspann sich die gewöhnliche zwecklose Unterhandlung. Der alte Häuptling, der übrigens ein sehr netter, liebenswürdiger Herr von angenehmem Äußern und aufrichtig in seiner...

31. Part 31

Wir zogen also längs des nördlichen Ufers weiter; es wurde eine Wanderung in den schönsten Schlangenlinien. Ein gerade nach Osten gehender Weg führte über die Hügel, aber die Ti...

32. Part 32

Sein weißes Zelt mit blauen Streifen und Bändern war sauber und hübsch eingerichtet. An der hinteren Querwand stand eine Art niedrigen Diwans aus Polstern und Kissen und davor e...

33. Part 33

Die Karawane erhielt Befehl, nach der Mündung des Jaggju-rappga zu ziehen. Das Kamel, auf dessen Rücken Kalpet verschieden war, erkrankte jetzt, und Turdu Bai, der sich auf Kame...

34. Part 34

Das Boot war schwer belastet und ging tief, denn wir hatten so viel Brennmaterial mitgenommen, wie wir nur hatten unterbringen können. In meiner vorderen Boothälfte, wo ich weic...

35. Part 35

Am 3. Oktober folgten wir dem Flusse zum letzten Male und ließen ihn nachher links liegen. Ich hätte gar zu gern einen südlicheren Weg eingeschlagen, aber das Land war zu gebirg...

36. Part 36

Am 20. Oktober begann der Passatwind um 9½ Uhr. Ich nenne diesen Wind mit Vorliebe so, denn er weht mit staunenerregender Regelmäßigkeit. Nach Mittag schwoll er zum Sturme, eine...

37. Part 37

Der Fluß +Ombo-sangpo+ war ganz zugefroren, aber das Eis hielt nicht; nachdem einige von den Pferden und Yaken der Tibeter auf der Eisdecke ausgeglitten und gestolpert waren, br...

38. Part 38

Am 27. (4379 Meter) und 28. hatten wir, als wir dem Laufe des Tsangar-schar abwärts folgten, immerfort das schöne Gefühl, uns tieferliegenden Gegenden zu nähern. Während des Mar...

39. Part 39

Bei dem heutigen Lagerplatze gab es nur einen Brunnen, dessen Wasser nicht viel besser als dasjenige des Sees war, weshalb wir es vorzogen, Eisschollen von den Ufersteinen loszu...

40. Part 40

Jetzt wurde folgender Entschluß gefaßt. Während meiner Reise nach Indien sollte sich die Karawane ausruhen. Dazu brauchte ich nur drei von den Muselmännern zu behalten, und es p...

41. Part 41

Nach herzlichem Abschied von Lord und Lady Curzon verließ ich am 5. Februar Kalkutta und reiste nach +Secundrabad+ bei Hyderabad. Ich hatte eine Einladung meines vortrefflichen...

42. Part 42

In Tschernajewa nahm ich herzlichen Abschied von dem prächtigen Tschernoff, der sich über Taschkent nach Wernoje begab. Tscherdon und der Lama begleiteten mich über das Kaspisch...

43. Part 43

Jarkent-darja I, 15. 19. 24. 27. 45. 51. 63. 66. 87. 119. 124; Abdämmen I, 60; Boden des Ufers I, 66; Krümmungen I, 54. 56. 74. 75. 76; Stromschnellen I, 48; Ufervegetation I, 5...

44. Part 44

Tarim I, 19. 31. 34. 36. 47. 48. 52. 53. 83. 98. 107. 110. 126. 141. 145. 148. 152. 171. 188. 191. 192. 197. 239. 241. 242. 246. 249. 266. 269. 275. 278. 288; II, 29. 43. 45. 49...