Category: Historical Novels

Die Wacht am Rhein

Die Rechtschreibung und Zeichensetzung des Originals wurde weitgehend übernommen, lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Die Originalvorlage ist in Fraktur gedruckt; Textpassagen, die im Original in Antiqua gedruckt sind, wurden hier _so_ markiert. Gesperrt g...

Chapters

1. Part 1

Die Rechtschreibung und Zeichensetzung des Originals wurde weitgehend übernommen, lediglich offensichtliche Druckfehler wurden korrigiert. Die Originalvorlage ist in Fraktur ged...

2. Part 2

Und hier der Hochaltar von Marmorstein, den man von den frommen Cölestinerinnen hergebracht – und da der heilige Johannes Nepomuk und dort in der Nische die heilige Anna! Nein,...

3. Part 3

Dann folgte theoretischer Unterricht. Sie mußte lernen: Meldungen machen, – ›richtig und kurz‹, das war die Hauptsache – die verschiedenen militärischen Grade aufsagen vom Feldm...

4. Part 4

Josefine ging gern zu den Ursulinerinnen; still saß sie da, ihre munteren, großen Augen hingen andächtig an den sanften Nonnenlippen. Das war etwas andres als die rauhen Töne, d...

5. Part 5

»Aha! Daher bläst der Wind? Haben sie dir wieder ’nen Floh in’s Ohr gesetzt – na, natürlich! Und ich sage dir, die Kinder werden schon in die Seligkeit kommen, wenn’s unser Herr...

6. Part 6

Entschlossen betrat er den Laden. Nach wenigen Augenblicken kam er wieder heraus, den kleinen Weckmann, in ein gelbes Papier eingeschlagen, sorgfältig in der Hand. Und nun ging...

7. Part 7

Der Major sprach in seine Betrachtungen hinein – das Herz mußte ihm übervoll sein, er vergaß ganz den Untergebenen –: »Ja, wenn ich die Tochter nicht hätte, keine Stunde bliebe...

8. Part 8

Der Mond stand über’m Hof, ein rundes, bleiches Riesengesicht, als der Feldwebel aus der Thür trat. Die Straße war von Mondschein überzittert, die Lämpchen der Laternen glimmten...

9. Part 9

Ach ja, diese Malerfeste! Josefine dachte mit einem leisen Seufzer daran. Sie hatte auch diesmal die spalten- und spaltenlangen Berichte über die lebenden Bilder im Täglichen An...

10. Part 10

›Was soll ich mir wünschen?‹ dachte Josefine, wenn sie an dem Fensterchen ihrer Kammer neben der Küche lehnte. Sie konnte jetzt oft nicht schlafen, in der beklommenen Nacht wall...

11. Part 11

Der Kauf kam nicht so leicht zu stande; der blasse Jüngling war bemüht, sich über den Geschmack des Käufers zu orientieren, und diesem wiederum waren die Namen, die der Verkäufe...

12. Part 12

Ach was, in Düsseldorf wurde nicht gegärt! Und was sollte man denn fordern? Hatte nicht jeder sein behagliches Haus, sein gut Essen und Trinken, abends seine Pfeife beim Glase B...

13. Part 13

Die Kameraden am runden Tisch fanden, daß heute nicht gut mit Rinke auskommen war. In der That, die ewigen Erzählungen von den Pöbelrevolten reizten ihn – war es der Rede wert,...

14. Part 14

»Was der sagen soll?! Na, – sprich noch mal mit ihm, besser noch, schreib ihm – schreib ihm, was dir dein Vater gesagt hat. Und: ›Adieu,‹ wird er sagen, ›Adieu, Josefine!‹ Der h...

15. Part 15

Drinnen in der Stube saß Josefine auf dem Fenstertritt hinter den Geraniumstöcken, tief über die Arbeit gebückt. Selten, daß sie den Blick erhob und die Augen hinausschweifen li...

16. Part 16

Lange hatte Feldwebel Rinke sich nicht so gefreut, als da die Infanterie ausrückte, die öffentlichen Plätze zu besetzen. Artillerie bepflanzte den Hofgarten mit Piketts und Gesc...

17. Part 17

Rette sich, wer kann! Josefine wird mit fortgerissen; in die Bolkerstraße hinein geht die Flucht, rechts und links durch eins der Seitengäßchen kann man vielleicht entschlüpfen....

18. Part 18

Ein beständiges Zittern befiel sie. Heiß brannte es in ihrer Brust – ungeweinte Thränen – wo war Trost?! Wie sie die beiden da innen beneidete, denn die konnten beten und weinen...

19. Part 19

Eine wahre Begier überkam Josefine, ihre Fingerspitzen in das Weihwasserbecken an der Thür von St. Lambertus zu tauchen, wie sie’s als Kind oft gethan. Ob endlose Prozessionen n...

20. Part 20

Ihre Gedanken flogen zurück Jahr um Jahr. – – Ihr guter Mann! Was wäre aus ihr geworden ohne ihn?! Er hatte sie an die Hand genommen und sie fortgeführt in das stille Häuschen n...

21. Part 21

Sein Ton schnürte ihr das Herz zusammen. Seine unruhigen Hände in die ihren fassend, setzte sie sich zu ihm auf den Bettrand. Durch die Dunkelheit glitt ihre Stimme, weich wie S...

22. Part 22

Ja, in Paris konnte man noch kaufen, da gab es was andres, als hier in den lumpigen Läden! Herr Schnakenberg bedauerte nur, daß er nicht auch von den Früchten aus der Bourgogne...

23. Part 23

Das war doch sicher ein Verrückter! Aber da der Eintritt unentgeltlich, und man sich gern einen Spaß machte, gingen viele hin. Es war ja sonst nichts los in der Stadt, aber auch...

24. Part 24

Der Invalide war ganz außer sich vor Aufregung: ja die, die wurden gefeiert, als hätten sie schon hundert Siege erfochten! Wer dachte noch derer von Sechsundsechzig?! Und wenn d...

25. Part 25

Aber sie beachtete es nicht. Wie auf Flügeln eilte sie immer weiter, die Betten entlang, über jedes Lager beugte sie sich; mit einem Laut jammernder Enttäuschung fuhr sie jedesm...

26. Part 26

»No, wenn alle wat thun, können wir doch nit ganz müßig sitzen,« brummte Ferdinand, als die Schwester ihn belobte. Und dann fing er wieder an, auf sein Bein zu fluchen: wenn das...

27. Part 27

Und Tauwetter flutete über die so lange winterliche Natur. Das erste Starenpaar war in Josefines Gärtchen erschienen und bezog häuslich den Kasten im Birnbaum. Der Lenz brach al...

28. Part 28