Category: Novels

Franz Schuberts Lebenslied

Also will das Buch die innerste Natur des Österreichertums erschließen und den durch äußere Verhältnisse und Veranlagung geschaffenen eigentümlichen Seelenzustand des österreichischen Genius darstellen, der treffend als österreichische Seelenwundheit bezeichnet wurde.

Chapters

1. Part 1

Also will das Buch die innerste Natur des Österreichertums erschließen und den durch äußere Verhältnisse und Veranlagung geschaffenen eigentümlichen Seelenzustand des österreich...

2. Part 2

Tat aber weiter nicht weh, war wenigstens ein derbes Stück Leben. Ein unsanftes Prügelsystem, aber man lernte dabei und kam doch ein Stück vorwärts. So waren die Erzieher, geleh...

3. Part 3

Aber der Vater, der macht Augen, als der Bub wieder heimkommt. Hat jetzt noch so einen Fresser am Brotsack hängen. War vom richtigen Bauernschlag, der Vater Schulmeister, ein di...

4. Part 4

Nach Hunderten zählen die Schöpfungen, die ihm in diesen Monaten durch das graumaschige Netz der eintönigen Tagespflichten als Geschenke des Himmels durch die Finger gleiten. Ei...

5. Part 5

Sein Holzpuppengesicht ist knallrot, als er mit den Freunden in der Stadt zusammentrifft. »Ein Abtrünniger ist er!« schreit Holzapfl den Genossen entgegen. »Seine Freunde hat er...

6. Part 6

Da wird der Alte fuchsteufelswild, die angeborene bäurische Abneigung gegen die Freizügigen bricht in harten Worten hervor. Sein Junge, ein verlorener Sohn, ein herumziehender M...

7. Part 7

»Schani, trag' den Garten außi!« Also trug an schönen Tagen Schani, der Kellnerjunge, unter Beihilfe des Feuerburschen den Garten hinaus, nämlich die Holzkübel mit den Efeuwände...

8. Part 8

Es war, als ob eine unsichtbare rettende Hand eingegriffen hätte, um den Schmachtenden von dem unerträglichen Druck der niederen kleinen Alltagssorgen, die am schwersten drücken...

9. Part 9

Rosa huscht ins Zimmer herein, lautlos wie ein Kätzchen. Und hat sich schon an Franz geschmiegt beim Fenster. »Ein Brief vom Liebchen da?« Sie möchte gar zu gern etwas Näheres ü...

10. Part 10

Der Herr Vater war abermals bös geworden, weil Franz sein herrenloses Musikantenleben aufs neue aufnahm, die Verbindung mit dem Elternhaus war wieder einmal unterbrochen. Eigene...

11. Part 11

Ein herziges Mädel -- er wüßte schon eins. Hat Augen wie die Melusine, lacht ebenso, nur Kuß hat sie ihm noch keinen gegeben. Aber das kann kommen. Eine große Schranke ist zwisc...

12. Part 12

Todmüde wirft sich Franz um Mitternacht ins Bett, ein bleierner Schlaf drückt ihn nieder, er erwacht am anderen Morgen mit einem katzenjämmerlichen Gefühl. Etwas hat man verlore...

13. Part 13

Sein Schaffen im Verborgenen war einem Strom vergleichbar, der viel verzweigte unterirdische Gänge wählt und nur da und dort mit einer prachtvoll strömenden Welle an die Oberflä...

14. Part 14

»Grüß Gott, edler Kupel!« Die Anrede klingt schon wärmer, als sie dem Hönig geklungen hat. Aber der lange Kupel, der sich mit einem Satz hinaufschwingt, dicht neben die zarte Lu...

15. Part 15

Der Streich war heimgezahlt. Karl Maria erhob sich und verabschiedete sich kalt und gemessen. Das Ende der Bekanntschaft war bedeutend weniger freundlich als der Anfang, und von...

16. Part 16

Mit stiller Trauer bog Ferdinand in die Wollzeile ein, dann in die nahe Schulerstraße, die weniger lärmend war, und blieb vor dem Gasthof »König von Ungarn« stehen. Es war knapp...

17. Part 17

Er sagt es mit einer solchen tragischen Bitterkeit, daß das Gelächter mit vermehrter Heftigkeit hervorbricht. Schwind, von Netty am Narrenseil geführt, spielt die Rolle weiter....

18. Part 18

Knarr, knarr! Die Wetterfahne hat sich umgedreht. Knarr, knarr! Als ob der rostige Stab mitten durch die Brust ginge, das Herz ward dabei schier entzweigedrückt. »So hätt' er ni...

19. Part 19

Daß Jenger aus Graz nach Wien zurückgekehrt, das wäre ja ein freudiger Anlaß. Aber was alles drum und dran hängt! Sein erster Weg ist in das Frühwirtsche Haus auf der Wieden näc...

20. Part 20

Er tut sich bei seiner Rückkehr diesmal schwerer mit der Heimat als je früher. Ein bedrückendes Gefühl beschleicht ihn jetzt, wenn er durch die Gassen geht, an Wohnungen vorüber...