Category: German Literature

Über die bürgerliche Verbesserung der Weiber

Man sagt: der strengste Beweis der Wahrheit sei, wenn gewisse Dinge jeder Bemühung sie lächerlich zu machen und zu travestiren, widerstehen, und wenn sie trotz allem Lächerlichen, womit wir sie behängen, doch ehrwürdig bleiben. Wenn die krumme Linie die Schönheits-Linie ist; s...

Chapters

3. Part 3

Aber die Schwächlichkeit gegen den nervigen, eckigen, männlichen Körperbau gehalten! Freilich würde sie mehr beweisen; doch fürcht' ich, die Erfahrung sagt auch hier weniger, al...

8. Part 8

Der Mensch ist zur Nachahmung geneigt, und es ist eine bekannte Bemerkung, daß man das in seinem Hause im Kleinen einführt, was im Staat im Großen gäng und gebe ist; das Haus pf...

5. Part 5

Das Hirtenleben und der Ackerbau (das neue Testament, wozu die Menschen nach dem alten Testamente des Jagdlebens sich aufklärten) gab nicht minder zu Zwisten Gelegenheit, wozu d...

9. Part 9

Frankreich schreckt eben jetzt mit der Freiheit diejenigen Mächte, welche die zu weit gegangenen Beschlüsse der Nationalversammlung einzuschränken drohen. Gott! zu Ende des acht...

7. Part 7

Welch ein Umgang ist reitzender, als unter Freunden und Freundinnen! -- _Freundschaft_ kann freilich unter Einem Geschlecht existiren; allein _Umgang_ nicht. -- Freundschaft, äc...

6. Part 6

Das Schwert gab dem männlichen Geschlechte Machtvortheile über das weibliche; aber dem natürlichen Maße von Leibes- und Seelenkräften konnte es eben so wenig eine Handbreit zuse...

4. Part 4

Wenn die Weiber mit den Männern von der Natur zu gleichen Rechten berufen sind; wenn sie sich im Besitz von gleichen Körper- und Geistesanlagen befanden und zum Theil noch befin...

1. Part 1

Man sagt: der strengste Beweis der Wahrheit sei, wenn gewisse Dinge jeder Bemühung sie lächerlich zu machen und zu travestiren, widerstehen, und wenn sie trotz allem Lächerliche...

17. Part 17

Der Weiber, die doch in den politischen Gesellschaften nur Nullen sind, und ohne eine vorstehende männliche Zahl keine Bedeutung haben? Und warum ihr Werk? weil sie Männer dazu...

15. Part 15

Seitdem _Semiramis_ mit rascher entschlossener Hand das Zepter ergriff, und es mit so vieler Würde als Weisheit führte, haben viele Weiber, und unter diesen mehrere welche die G...

18. Part 18

Und woher dieser Zorn? der Ohnmacht halben, und weil den Weibern keine rechtmäßige Macht zustehet? Was hilft es, mit sich selbst zu Rathe zu gehen, wenn es an ausübender Gewalt...

19. Part 19

_Weiber wären nicht selbstständig und allein fähig?_ Eine Einwendung, die, so leimgestärkt sie auch scheint, sich nicht halten kann. Wenn wir zwischen Furcht und Hoffnung schwan...

11. Part 11

Wir wollen also erndten und uns der Mühe überheben, zu pflanzen? Auf welche Art werden wir uns von der Tragbarkeit des Bodens versichern, wenn wir ihn nicht anbauen? Hat denn ni...

10. Part 10

Rechnet man zu diesen Mängeln den Umstand, daß die Hälfte des menschlichen Geschlechtes entweder ohne alle Erziehung blieb, oder verzogen ward, und daß gerade dieser Hälfte der...

16. Part 16

Bis jetzt hatten die Weiber kein anderes ernsthaftes Geschäft als Liebesangelegenheiten. Freilich, wenn sie auf einmal, wie vom Himmel gefallen, ohne Vorbereitung, ohne ihnen be...

14. Part 14

Es ist dem andern Geschlecht eine schonende Gutmüthigkeit im historischen Urtheil eigen; doch verstehen es Weiber, ein Faktum, so wie einen Menschen, (immerhin so verwickelt als...

13. Part 13

»_Musik_?« So unbestritten die weiblichen Talente für die Musik sind; so wird ihnen doch der Vorwurf gemacht, daß sie noch keine Obermeisterin in der Composition aufweisen könne...

2. Part 2

Wie, wenn ich die gegenwärtige passive Existenz des schönen Geschlechtes in ihrer wahren Blöße zu zeigen glücklich genug wäre, um den Vorzug verdächtig zu machen, im Nichtthun s...

20. Part 20

Und nun der Schluß? Der Mensch läuft spornstreichs, um zum Ende zu kommen, und wenn er sein Ende sieht, muß er sich ganz zusammen nehmen, um sich zu fassen. _Machiavell_ schrieb...

12. Part 12

Wer kann den Weibern ein gewisses Kunstgefühl absprechen? und scheint nicht weniger der Mangel an Anlagen, als ihre zeitherige Lage, Schuld zu seyn, daß sie so wenig Vorzügliche...