Category: Travel Writing

Quer durch Amerika

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1926 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert.

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1926 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Offensichtliche Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnli...

2. Part 2

Vor allem lernte ich zunächst fleißig wieder Englisch, denn der rechte Deutsche setzt doch seinen Stolz darein, firm in der fremden Sprache an den fremden Strand zu treten. Die...

3. Part 3

Durch merkwürdig schmale Gänge wurde man auf dem Schiffe selbst in die Kabine gewiesen. Unser Kabinensteward war ein freundlicher, hilfsbereiter junger Mensch. Die Kabine fand i...

4. Part 4

Der Ozean mit seiner unergründlichen Weite und unbezwinglichen Majestät regte immer zu neuen und großen Gedanken an. Aber dazu mußte man auf ihm auch Stunden allein verbringen k...

5. Part 5

An der 137. Straße stiegen wir aus. Querstraßen in den amerikanischen Städten sind einfach (zwar praktisch, aber höchst prosaisch!) meist nach Nummern benannt, die Längsstraßen...

6. Part 6

Nach dem Besuche der Museen bin ich in den nächsten Tagen einmal aus der Stadt hinausgefahren, um Neuyork auch an seinen äußeren Punkten kennenzulernen. So ging und fuhr ich zun...

7. Part 7

Boston erscheint trotz seiner über eine halbe Million zählenden Einwohner klein, wenn man aus Neuyork kommt. Ende des 18. Jahrhunderts, zur Zeit der Unabhängigkeitskämpfe, war B...

8. Part 8

Bereits einige Zeit vor Beginn füllte sich die mächtige Halle. Im ganzen vorherrschend „die oberen Zehntausend“. Zylinderhut und rauschende Seidentoiletten herrschten durchaus v...

9. Part 9

Die Schuld der Sklaverei rächt sich heute. Keine geschichtliche Tat geschieht ohne Sold. Und doch: Sollte die weiße Rasse nicht berufen sein, Lehrmeister ihrer schwarzen Schwest...

10. Part 10

In meinem „~furnished room~“ fand ich alles zum Leben Notwendige beisammen, einen großen behaglichen Kamin, den ich aber selbst zu heizen hatte! In Amerika gilt ja überall: „Sel...

11. Part 11

Abends brachten die „~fresh-men~“ dem neuen Präsidenten einen Fackelzug im „Stadium“ dar. Das Stadium ist ein ungeheurer, etwa 40000 Personen fassender, elliptischer offen amphi...

12. Part 12

Fast noch prächtiger aber war es weiter nördlich in den sog. ~Middlesex fells~, einem herrlichen Naturpark mit wundervollem Aussichtsturm jenseits Medford und des Mystic River....

13. Part 13

Es war ein geräumiges Vereinshaus, natürlich ein eigenes, an der Hauptgeschäftsstraße, der Massachusetts Avenue in Cambridge, in das ich eintrat. Als ich die schöne Freitreppe h...

14. Part 14

Mit diesen rechnerischen Gedanken gehe ich eines Tages durch die „Washingtonstreet“ in Boston und sehe in einem Reisebureau günstige Fahrgelegenheiten für Auswanderer nach Kalif...

15. Part 15

Wir hatten uns erst durch die Stadt „Niagara Falls“, die sich dicht an den Fällen angebaut hat, samt all ihren Hotels, Basaren, Ständen, Droschken, Autos, Führern und Händlern d...

16. Part 16

Ich stand auf dem Turm des „Auditoriums“, eines großen Theaters, und sah über die rauchenden Wolkenkratzer und in die ~offices~ hinein mit ihren Bureaus, wo Tausende von jungen...

17. Part 17

Endlich die vierte Art spiritistischer Versammlung, der ich beiwohnte, war eine Wochenversammlung, wo man Fragen stellen konnte und Antwort über spiritistische Lehren erhielt. H...

18. Part 18

Morgens wachte ich auf bei blendendem Sonnenschein. Ungeheure gelbe kahle Ebenen dehnten sich zu beiden Seiten! Der Schlafwagen ward lebendig; Männlein und Weiblein strebten nac...

19. Part 19

Ich kleidete mich rasch an, um die Stadt zu besehen und möglichst auch noch heute in die Berge zu kommen. Denn durchs Felsengebirge zweimal quer hindurchzufahren und auf keinen...

20. Part 20

Nach weiteren 35 Meilen Fahrt sind wir am frühen Nachmittag in „Williams“, der Umsteigestation nach dem „+Großen Cañon des Colorado River+“, meinem nächsten Ziel, das an Großart...

21. Part 21

Am anderen Morgen war auch noch Nebel und Schnee. Die Tiefen des Cañons waren dicht verhüllt. So konnte ich also nicht einmal rechten Abschied von ihm nehmen. Wir fuhren erst wi...

22. Part 22

Am anderen Tag hoffte ich, Kalifornien, das allein so groß ist wie unser jetziges Deutsches Reich, zu durchqueren. Die Luftlinie von Los Angeles bis Frisko mißt etwa 600 ~km~! D...

23. Part 23

Allmählich fuhr uns das Besichtigungsauto aus der Stadt heraus -- die wie immer die amerikanischen Großstädte außer Hotels und Geschäftshäusern sonst wenig Originelles und Bemer...

24. Part 24

Im Zug schliefen sie jetzt wie die Fliegen an warmer Wand ihren Nachmittagsschlaf. Ich bin der einzige, der noch krampfhaft und interessiert hinaus ins Land schaut. Auch der Jap...

25. Part 25

Wie ist es danach zu einer eigenen Mormonen+kirche+ gekommen? Unmittelbar nach Fertigstellung des Mormonenbuches begann eine Propaganda für den neuen Glauben im Staate Neuyork....

26. Part 26

Es war fast immer blendender Sonnenschein, wenn ich aufstand. In Kolorado-Springs regnet es von September bis April überhaupt nicht; selten fällt Schnee! Es ist noch trockener u...

27. Part 27

Ich schickte mich an, noch zwei mächtige Katheten eines riesigen rechtwinkligen Dreiecks abzufahren statt der viel näheren direkten Hypotenuse. Das hatte aber auch den Vorteil f...

28. Part 28

Diese Macht des Landes hat sich hier in der Hauptstadt ihre Symbole in prächtigen öffentlichen Gebäuden geschaffen. Gegenüber dem Kapitol liegt die Bibliothek des Kongresses, in...

29. Part 29

Da ich nun einmal wieder in Neuyork war, so faßte ich schnell den Entschluß, ehe ich wieder Onkel und Tante in der 137. Straße guten Tag sagte und mit dem ~subway~ hinausraste u...

30. Part 30

Als wir den offenen Ozean gewonnen hatten, zeigte er weiße Kämme bei schwacher Bewegung ... Das interessantere Stück der Fahrt war nun vorüber. Jetzt folgte wieder das erhabene...