Category: Archaeology & Anthropology

Die Sitten der Völker, Erster Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde

Der vorliegende Text wurde anhand der 1914 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen sowie Schreibvarianten bleiben gegenübe...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der 1914 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Un...

2. Part 2

Leider haben Kleidung und Schmuck der Polynesier seit der Entdeckung der Inseln infolge des sich mehr und mehr ausbreitenden europäischen Einflusses eine große Veränderung erfah...

3. Part 3

Sogleich nach der Niederkunft pflegt die +Wöchnerin+, um auf diese nunmehr wieder zurückzukommen, ein Bad in der See oder einem nahen Flusse -- auf größeren Inseln wird die Gebä...

4. Part 4

Von den +Sterbe- und Totengebräuchen+ wollen wir nur die alten Sitten auf Samoa etwas eingehender schildern. Fühlte in früheren Zeiten ein Familienvater sein Ende bevorstehen, d...

5. Part 5

Von den +Unterhaltungen+ besitzt der +Tanz+, wie wohl überall unter den Naturvölkern, die größte Anziehungskraft; daher pflegt er bei den meisten Freudenfesten wohl nie zu fehle...

6. Part 6

Eine eigenartige Form des Kannibalismus ist die +Kopfjägerei+, eine Unsitte, der die Bewohner in den nördlichen Teilen Neuguineas noch heute huldigen. Die Gründe hierfür sind ei...

7. Part 7

Das Interessanteste in dieser Hinsicht sind indessen die Gebräuche, die sich auf die +Zulassung der Knaben in eine geheime Gesellschaft+ beziehen. Gerade Melanesien ist das Verb...

8. Part 8

In bestimmten Teilen des Bismarckarchipels und auf den westlich daran anstoßenden Inseln herrscht die barbarische Sitte der +Abschließung junger Mädchen+, besonders solcher, die...

9. Part 9

Entsprechend den lockeren Banden der Ehe ist die +geschlechtliche Ungebundenheit+ teilweise eine sehr große, und auf verschiedenen Inseln herrscht anerkannte Prostitution. Auf N...

10. Part 10

Die +religiösen Ansichten+ der Melanesier sind ziemlich unklare, wenigstens für uns, zumal sich die bisherigen Forschungen nur auf wenige Stämme erstrecken. So viel scheint aber...

11. Part 11

Wenn man in einer Gegend von Neumecklenburg die Vermutung hat, daß ein Mann durch Zauberei gestorben ist, so versammeln sich seine Freunde in der nächsten Nacht um sein Haus; ei...

12. Part 12

Die nachstehend geschilderten typischen Begräbnisszenen aus den verschiedenen Teilen Melanesiens sind heutigentags vielfach im Verschwinden begriffen, da die Missionare die Eing...

13. Part 13

In einer Küstengegend der Admiralitätsinseln, wo die Häuser auf Pfählen in die See hineingebaut sind und es besondere Hütten für die Frauen gibt, wird der Tote in einem solchen...

14. Part 14

Sie stellen vor (linke Reihe von oben nach unten:) zwei Männer, die ein Tal hinabsteigen; zwei Ratten nebeneinander; vier in einer Reihe gehende Knaben, die sich die Hände reich...

15. Part 15

Die Feuerzeremonie oder Ingwurra (Abb. 210), um auf sie noch einmal etwas ausführlicher zurückzukommen, ist das letzte Stadium der Einweihungsfeierlichkeiten bei den Arunta und...

16. Part 16

Wir schließen hieran eine Besprechung des Glaubens an +Magie und Zauberei+, durch den das Leben der Eingeborenen Australiens stark beeinflußt wird. Wird ein Mann in einem Kampfe...

17. Part 17

Vielfach begegnet man der Meinung, daß die Wilden in beständigen gegenseitigen Fehden lägen. Für andere Länder mag dies wohl teilweise zutreffen, nicht jedoch für Australien. Hi...

18. Part 18

Allgemein verbreitet ist die Sitte der +Zähneverunstaltung+ (Abb. 259), der beide Geschlechter zur Zeit, wenn die Kinder die geschlechtliche Reife erlangen, unterworfen werden....

19. Part 19

Bei den Balinesen sind die Zeremonien anläßlich einer Geburt ziemlich die gleichen wie bei den Javanern, nur kommen sie bei gewissen Gebräuchen in Wegfall, die der Islam vorschr...

20. Part 20

Als Gegenstück hierzu eine +Hochzeitsfeierlichkeit bei den Javanern+. Hier wählen die Eltern für ihre Kinder die Ehegatten aus und beraten über die Mitgiftsbedingungen. Die Elte...

21. Part 21

Ist eine Frau erkrankt, dann bringt man ihr durch Zureden die Überzeugung bei, daß sie vom Teufel besessen ist und eine Medizinfrau werden müsse; nur auf diese Weise könne sie v...

22. Part 22

Bei den +Balibegräbnissen+ haben sich noch die charakteristischen Gebräuche der hindostanischen Religion erhalten, nämlich den Toten zu verbrennen und seine Asche in die See zu...

23. Part 23

Die Indonesier Luzons sind alle fest angesiedelte +Ackerbauer+, aber dabei durchweg noch Kopfjäger oder waren es wenigstens bis in die neueste Zeit hinein; denn die amerikanisch...

24. Part 24

Diese Steine, in die der Aufenthalt der Wachtgötter verlegt wird, werden vor Beginn bestimmter Zeremonien mit Rindenbändern umwickelt und mit Öl eingerieben, darauf wird vor ihn...

25. Part 25

Die +Ehe der Malaien+ Malakkas wird von seiten der Eltern oder Verwandten des Jünglings eingeleitet. Glauben sie, eine passende Partie für ihn gefunden zu haben, so lassen sie z...

26. Part 26

Die Andamanesen stehen in +geistiger Hinsicht+ auf der Stufe des Kindes. Nach den Schilderungen von Richard Temple sind sie gegen Fremde argwöhnisch, aber auch gastfrei, undankb...

27. Part 27

In +kultureller Hinsicht+ stehen die Thaivölker den Chinesen und Tibetern näher, in gesellschaftlicher aber schließen sie sich mehr an die Malaien an. Im allgemeinen sind die Ku...

28. Part 28

Gelangt ein Siamese zu Reichtum, so läßt er sich die +Erbauung eines Klosters+, eines Tempels oder einer Pagode angelegen sein und hofft dadurch einen wesentlichen Vorteil zugun...

29. Part 29

Die Birmanen gehören zur Gruppe der Schanvölker und gleichen +in ihrem Äußeren+ im großen und ganzen den Siamesen. Sie sind kräftig, wohlproportioniert und von ziemlicher Größe,...

30. Part 30

Zur +Namensfeier+ des Kindes werden alle Verwandten und sämtliche Dorfältesten eingeladen, außerdem noch so viele Nachbarn, als man bewirten und im Hause unterbringen kann. Dort...

31. Part 31

Bei den weniger zivilisierten Birmanenstämmen dagegen trifft man vielfach noch umfangreiche +Ehezeremonien+ an, sie sind hier überall stark mit Brahmanismus durchsetzt. Schon be...

32. Part 32

Das +Kind+ der Kambodschaner erhält im Alter von sechs Monaten seinen Namen; dieser feierliche Augenblick wird mit allerlei Förmlichkeiten begangen. Sobald das „Haarbüschel rasi...

33. Part 33

Zu einem +Sterbenden+ wird eine Zauberin gerufen; sie streichelt den Kranken, zündet sechs kleine Kerzen an und sagt eine ganze Litanei von Beschwörungen her, wobei sie immer sc...

34. Part 34

Anders verhält es sich mit einem für unseren Geschmack unverständlichen Schönheitszeichen mit den +verkrüppelten Füßen+ der Chinesinnen (Abb. 474). Ein möglichst kleiner Fuß gil...

35. Part 35

In China gibt es drei Religionen, zwei volkstümliche, den Konfuzianismus und den Taoismus, und eine von auswärts eingeführte, den Buddhismus. Konfuzius (geboren 551 vor Christo)...

36. Part 36

Ist ein Chinese +erkrankt+, so nimmt er zunächst seine Zuflucht zu dem Übernatürlichen, da vielleicht einer der bösen Geister, möglicherweise ein erzürnter Vorfahre, die Krankhe...