Category: History - Other

Wir ritten für Deutsch-Ostafrika

Mein Vater fing mich in Bremen ein, als ich im Jahre 1879 zum ersten Male nach Afrika auswanderte. Ich war damals elf Jahre alt und wollte in Afrika Löwen schießen. Für die Löwenjagd hatte ich eine alte Pistole aus Vaters Waffensammlung und sechs reine Taschentücher, als Reise...

Chapters

1. Part 1

Mein Vater fing mich in Bremen ein, als ich im Jahre 1879 zum ersten Male nach Afrika auswanderte. Ich war damals elf Jahre alt und wollte in Afrika Löwen schießen. Für die Löwe...

2. Part 2

Unsere Askari im Bajonettangriff, das ist so ’ne Sache. Was vom Feinde noch laufen konnte, lief. Von den 86 Feinden sind nur 14 unverwundet aus dem Gefecht herausgekommen, und d...

3. Part 3

Von der Seite meines Urwaldpostens, d. h. von Südwest, führt ein Nashornwechsel zum Krater, in dem ein kleiner See liegt, hinauf, so bequem zu reiten, als ob ihn ein Verschöneru...

4. Part 4

Die Berittene 9. Schützenkompanie lag inzwischen immer noch im Lager am Engare Nairobi als Teil der Abteilung Kraut. Als wichtige Neuerung erfuhr ich, daß im neuen Jahre nach un...

5. Part 5

»Bana, bana, Kahawa tayari« [Herr, o Herr, der Kaffee ist bereit], flüsterte mein Boy Sakiva, ein Mchagga vom Kilimandscharo, der mir damit in seiner sanften Art anzeigen wollte...

6. Part 6

Der Gesamtplan unserer verschiedenen Kriegslager war mit jeder neuen Lageranlage zweckentsprechender geworden. Das erste Lager, unten in der Niederung zu beiden Seiten des Engar...

7. Part 7

Wie sich am folgenden Tage herausstellte, waren diesmal die üblichen Vorsichtsmaßregeln überflüssig gewesen. Feind war weder da, noch da gewesen. Was die Patrouille der Beritten...

8. Part 8

Wir waren frühzeitig beim Wasser eingetroffen, und da Unteroffzier Thiele, ein Kaffeepflanzer und Farmer aus dem Aruschabezirke und nebenbei unser bester Schütze, im Talkessel e...

9. Part 9

Von dieser Patrouille ist nicht mehr viel zu berichten. Das Eleleschowasser berührten wir auf dem Rückmarsch nicht, auch nicht das am falschen Narok. Wir hielten uns östlich von...

10. Part 10

Die große Monster- und Riesenpatrouille, zu der die ganze Berittene Neunte am 31. August, wenige Tage nach dem Umzuge, ausritt – sie war von vornherein auf eine Dauer von fünf b...

11. Part 11

Dr. Sinning hatte seinen Postenführer in Ngorongoro, den Unteroffizier Oskar Frowerk, von der Ankunft der Kompanie unterrichtet. Sicher kannte auch Adolph Siedentopf, der nicht...

12. Part 12

Gegen Mittag des zweiten Marschtages (seit Malambo) kamen wir in eine Gegend, die auf der Karte als weißer Fleck eingezeichnet ist. Der Mensch kann hier also noch nicht oft gewe...

13. Part 13

Mein Effendi war ein Wissmann-Veteran, der sich zu Kriegsausbruch wieder zur Truppe gemeldet hatte und auch eingestellt worden war. Da es schon seit Jahren in der Schutztruppe k...

14. Part 14

Als van Wyck wieder dran war, kam er gleich wieder mit der Meldung zurück, auf dem Bahndamm stehe ein reiterloses englisches Kavalleriepferd mit voller Ausrüstung. Aha, dachte i...

15. Part 15

Auf der Bahnhaltestelle Ngombezi, 92 Kilometer vor Tanga, wo wir uns am 22. April morgens vier Uhr ausluden, ging die Quälerei schon los. Es hatte geregnet, war drückend schwül,...

16. Part 16

Wir bezogen trotzdem den Hügel nicht, weil er viel zu groß war, als daß wir paar Männeken ihn hätten besetzen und halten können, sondern gingen drei Kilometer südlich davon auf...

17. Part 17

Bei dieser Gelegenheit habe ich übrigens feststellen können, daß es bei mir mehr als 40 Bienenangeln im Leibe bedarf, ehe ich den Sinn für Humor verliere. Trotz der angeschwolle...

18. Part 18

Der Buschstreifen war leider schmal und bot keine Deckung gegen Infanteriefeuer. Jenseits desselben war kein Feind zu sehen. Also weiter! Wenige Galoppsprünge – da bekam ich aus...