Category: Novels

Die Schwägerinnen. Zweiter Theil.

Graf Frankenstern war der letzte Sprößling eines alten fränkischen Geschlechts. Früh verwais't, seinem Stammhaus entfremdet, hatte er den Besitz der deutschen Standesherrschaft Bonna und Bühle, einer Spaltung der Familie und dem Unglück seines Oheims zu danken, der vier kräfti...

Chapters

11. Part 11

Das Auge des Zuhörers schien dies Testament im Innersten seiner Seele aufzunehmen. Sein Blick spähte umher, als schätzte er die lieben Heiligen allzumal -- und der geringste Geg...

1. Part 1

Graf Frankenstern war der letzte Sprößling eines alten fränkischen Geschlechts. Früh verwais't, seinem Stammhaus entfremdet, hatte er den Besitz der deutschen Standesherrschaft...

2. Part 2

»Aber verheirathet bist Du doch?« fragte der Freund, und es gereute ihn, voreilig gewesen zu seyn. Der Graf nickte bloß. Wie wenig diese Antwort auch besagte: Romana würde, sie...

7. Part 7

Wie ungemein dies traurige Ereigniß nun auch war, so konnte der Wirth zum Engel, bei dem Gedränge seines Hauses, sich nur auf flüchtige Beweise seiner Theilnahme einlassen. Er ü...

12. Part 12

»Wer es hindern könnte?« entgegnete Herr Prälat lebhaft und mit Wärme: »_Du_, Fabia! unbeschadet des mütterlichen Vorrechts ist Josephine auch Dein, durch die treue Mühe der Erz...

14. Part 14

Die Gräfinn athmete tief. Sie schüttelte leise den Kopf, lächelte weinend und verneinend und sprach: »der Himmel sey mein Zeuge! ich zürne Dir nicht. Auch müßte ich mich zuvor s...

13. Part 13

»O mein Vater!« sagte die Gräfinn mit heißen Thränen, »kann man leichter und schöner sterben, als Du? Dein ganzes Leben war nur eine Flucht vor Dir selbst, eine Furcht vor dem T...

8. Part 8

Eine wunde Röthe floß mit der Blässe Theresens zusammen, als sie den Diener ansichtig ward, an den sie während dieser Scene mit keiner Sylbe gedacht hatte. Und auch das erdfahle...

5. Part 5

Es gab mehr Leute, welche diesen günstigen Zeitpunkt zur Erreichung ihrer Zwecke absahen. Der Oberverwalter, Fabiens Vater, war vor Jahr und Tagen gestorben, und ein Mann an sei...

3. Part 3

»Es wäre mir viel daran gelegen,« sprach hierauf die Gräfinn, »wenn Sie morgen -- oder übermorgen,« der kranke Blick ihres matten Auges verdunkelte sich wie die Nacht dazwischen...

6. Part 6

Der Ausbruch des Krieges hatte das Land überschwemmt -- die Güter des Grafen waren stark mitgenommen. Albane erkannte es als eine nicht genug zu preisende Wohlthat, dieser Usurp...

9. Part 9

Josephine, gehorsam dem Wunsch der Nonne, lös'te das Instrument, ein Geschenk des Administrators, von der Wand, und griff einige Accorde. Dann setzte sie sich nieder, hob das sc...

4. Part 4

Inzwischen waren ein paar Jahre vergangen. Man hatte wenig oder nichts von dem jungen Ehepaare gehört, ein Beweis, daß es glücklich lebte. Da ward die Gattinn des Cassirers eine...

10. Part 10

Auch Gräfinn Albane war älter geworden, als zufolge einer Berechnung von Jahren; doch war der Eindruck dieser ersichtlichen Veränderung durchaus ein anderer. Man könnte von ihr...

15. Part 15

»Fabia!« sagte der Administrator gerührt, »wollte Gott! mein Facit wäre einst dem Deinen gleich, und wir Alle könnten in der Rechnung bestehen, wie Du! -- Wie treu hat Deine lie...