DE Prosa

Der Gehülfe

Eines Morgens um acht Uhr stand ein junger Mann vor der Türe eines alleinstehenden, anscheinend schmucken Hauses. Es regnete. »Es wundert mich beinahe,« dachte der Dastehende, »daß ich einen Schirm bei mir habe.« Er besaß nämlich in seinen früheren Jahren nie einen Regenschirm...

Chapters

14. Chapter 14

Nach Beendigung dieser Arbeit gab es jungen Wein zu trinken. Auch war es schon Nacht und Abendessenszeit. Die Unterhaltung am Tisch war sehr lebhaft, man blieb sitzen, nachdem a...

17. Chapter 17

Aber Frau Tobler war nach und nach wieder die frühere Frau Tobler geworden. Je mehr sie gesundete, desto mehr glich sie wieder sich selbst. Es wäre ja auch gar zu sonderbar zuge...

20. Chapter 20

»Da hätten Sie letztes Jahr sollen dabei gewesen sein, das waren noch Weihnachten! Kommen Sie. Trinken Sie ein Glas Wein,« sagte Tobler zum Gehülfen und veranlaßte ihn, ins Wohn...

10. Chapter 10

Sie zog ihn zu sich ans Fenster, und er fing an, ihr von der Elastiquefabrik, von den englischen Pfund, von der Militärdienstzeit und von der Firma Tobler zu erzählen. Unten auf...

19. Chapter 19

Joseph hatte kaum nötig, sich von den Herren zu verabschieden, er sagte kurz gute Nacht und ging weg. Die andern hörten und bemerkten ihn gar nicht mehr, denn die hatten jetzt g...

16. Chapter 16

Mit Joseph verkehrte dieser Mann in der ausgesucht eigentümlichsten Art und Weise. Er verstand es, plötzlich, als hätte ihn die dunkle Erde selber ausgespien, vor dem Bureau, Li...

3. Chapter 3

Dieses mit den Gästen ist Folgendes: Josephs Vorgänger im Amt war ein gewisser Wirsich gewesen. Diesen Wirsich hatten die Toblers sehr lieb gewonnen. Sie erkannten in ihm einen...

8. Chapter 8

Der Verwalter der Bank von Bärenswil ist ja gewiß schon ein wenig nachdenklich geworden, darüber, daß es im Hause Tobler Sitte sei, die zur Zahlung präsentierten Wechsel unter d...

4. Chapter 4

Im Gartenhaus tauchten zwei Frauen auf, eine Parketteriebesitzerin und deren Tochter, ein langgewachsenes, sommersprossiges Mädchen, beide aus der nächsten Nachbarschaft. Mit di...

6. Chapter 6

Welch zarte, beinahe weibliche Handschrift der Mann besaß. Dagegen war die Schrift Toblers wie mit dem Spazierstock gesetzt. Solche schlank- und feinschreibenden Menschen machte...

9. Chapter 9

Es ist mir ein Schreiben zugegangen von Eurer Tochter, meiner ehemaligen Dienstmagd, und daß ich es nur gleich sage, ein unverschämtes und nichtswürdiges Schreiben. Es werden da...

12. Chapter 12

Und wenn dann das schöne Wetter wieder kam, wie glücklich konnte das einen berühren. Es waren vornehmlich drei Farben in der Natur zu sehen, ein Weiß, ein Blau und ein Gold, Neb...

7. Chapter 7

Da kam ihm Tobler, mit einem wahrhaft noblen neuen Anzug bekleidet, entgegen und erklärte ihm, daß er heute mit Frau und Kindern ausreisen wolle. Man könne nicht immer zu Hause...

1. Chapter 1

Eines Morgens um acht Uhr stand ein junger Mann vor der Türe eines alleinstehenden, anscheinend schmucken Hauses. Es regnete. »Es wundert mich beinahe,« dachte der Dastehende, »...

18. Chapter 18

»Dafür schickt mich ja auch Tobler, weil er der Ansicht ist, daß seiner Mutter meine Erscheinung zu einem solchen schwierigen und heiklen Zeitpunkt angenehmer sein werde als die...

15. Chapter 15

Sie gingen zusammen, um eine Schlafstätte ausfindig zu machen. Im Gasthaus zum »Roten Haus« war noch Licht, sie traten in die Gaststube. Allerhand Handwerks- und Wandersmenschen...

11. Chapter 11

»So zeigen Sie auch, Teufel noch einmal, daß Sie imstande sind, etwas zu leisten. Bis jetzt habe ich noch wenig davon bemerkt. Ein großes Maul macht noch keine nennenswerte Leis...

5. Chapter 5

Geschäftlich vieles zu erledigen, das erschien beinahe unmöglich. Die Post (es wunderte einen, daß sie heute überhaupt kam) brachte eine ziemlich hohe Rechnung betreffend die kü...

2. Chapter 2

»Ja, das Militär,« dachte er, indem er seines Weges weiter ging, »wie wirft es die Menschen aus allen nur denkbaren Lebensgebieten auf einen einzigen Empfindungspunkt zusammen....

13. Chapter 13

Auf diese ziemlich romantisch gefärbte Rede lächelten die stillen, schlauen Bärenswilerherren mit erzwungen zugepreßten Lippen. Frau Tobler war im höchsten Grad ängstlich geword...

21. Chapter 21

Unten in seinem kleinen Haus sang der Bahnwärter ein Lied. Die warme Männerstimme wollte, wie es schien, ausgezeichnet in die milde Nacht hineinpassen. Das Lied klang so gleichm...