DE Prosa

Sämtliche Werke 14

Der Band bringt die ersten Dichtungen Dostojewskis: den Briefroman der „Armen Leute“ und die Petersburger Geschichte, wie Dostojewski sie ausdrücklich nannte, vom „Doppelgänger“. Die eine ist in der Reihenfolge der Werke Dostojewskis mit dem Jahre 1845, die andere mit dem Jahr...

Chapters

1. Part 1

Der Band bringt die ersten Dichtungen Dostojewskis: den Briefroman der „Armen Leute“ und die Petersburger Geschichte, wie Dostojewski sie ausdrücklich nannte, vom „Doppelgänger“...

2. Part 2

Ja, mein Kind, ja, meine Liebe, es muß wohl wieder einmal so ein Tag sein, wie er einem vom Schicksal öfter beschieden ist! Da haben Sie sich nun über mich Alten lustig gemacht,...

3. Part 3

Ich sende Ihnen ein paar Weintrauben, mein Herzchen, die sind gut für Genesende, sagt man, und auch der Arzt hat sie empfohlen, gegen den Durst, – also dann essen Sie mal die Tr...

4. Part 4

Pokrowskij war ein armer, sehr armer Mensch. Seine Gesundheit erlaubte es ihm nicht, regelmäßig die Universität zu besuchen, und so war er eigentlich gar kein richtiger „Student...

5. Part 5

Ich nahm das Buch – ich habe vergessen, was für eines es war –, doch obschon ich die ganze Nacht nicht schlief, sah ich kaum einmal hinein. Es war eine eigentümliche innere Aufr...

6. Part 6

Hin und wieder erkannte mich Pokrowskij, doch geschah das verhältnismäßig selten. Er war fast die ganze Zeit nicht bei Besinnung. Bisweilen sprach er lange, lange, oft ganze Näc...

7. Part 7

Ich sende Ihnen Ihr Buch zurück. Das ist ja ein ganz elendes Ding! – man kann es überhaupt nicht in die Hand nehmen. Wo haben Sie denn diese Kostbarkeit aufgetrieben? Scherz bei...

8. Part 8

Nun leben Sie wohl, mein Kind, schreiben werde ich heute nicht mehr: ich habe da noch etwas abzuschreiben und muß mich beeilen. Also sehen Sie zu, mein Liebling, mein Herzchen,...

9. Part 9

Am besten aber wäre es gewesen, wenn er ihn, den Armen, gar nicht hätte sterben lassen, sondern wenn er es so gemacht hätte, daß sein Mantel wieder aufgefunden worden wäre, und...

10. Part 10

Ich weiß jetzt, wessen Streich das ist: Ratasäjeff hat’s getan! Er muß mit jemandem aus unserem Ressort bekannt sein, und da hat er dem Betreffenden so gesprächsweise etwas gesa...

11. Part 11

Was Sie doch für einen sonderbaren Charakter haben, Makar Alexejewitsch! Sie nehmen sich alles viel zu sehr zu Herzen: deshalb werden Sie auch immer der unglücklichste Mensch se...

12. Part 12

Dreißig Kopeken haben Sie mir geschickt und dann noch zwanzig Kopeken: mein Herz weinte, als ich Ihre Waisengeldchen in Händen hielt. Sie haben sich das Händchen verbrannt und v...

13. Part 13

„Fort! Pack dich! Straßenjunge!“ – das ist alles, was er an Worten zu hören bekommt, und das Herz des Kindes krampft sich zusammen, und vergeblich zittert der arme, verschüchter...

14. Part 14

Jetzt, mein Kind, hören Sie an, was ich beschlossen habe: Sie und Fedora bitte ich, und wenn ich Kinder hätte, würde ich ihnen befehlen, daß sie zu Gott beten sollten, und zwar...

15. Part 15

Er betrachtete mich lange und aufmerksam, endlich heiterte sich seine Miene wieder auf. Er machte irgendeine Bemerkung – ich weiß nicht mehr, was ich antwortete – und lachte wie...

16. Part 16

Kind, Warinka, mein Täubchen, mein Liebling! Man bringt Sie fort, Sie fahren. Ja, jetzt wäre es doch besser, man risse mir das Herz aus der Brust, als daß man Sie so von mir for...

17. Part 17

„Wird das nun auch das Richtige sein?“ fragte sich unser Held, von gelinden Zweifeln erfaßt, indem er vor dem Portal eines fünf Stockwerke hohen Hauses an der Liteinaja, vor dem...

18. Part 18

„Das Gerücht verbreitet, sage ich, daß er sich bereits schriftlich verpflichtet habe, zu heiraten: daß er bereits der Bräutigam einer anderen sei ... Und was glauben Sie wohl, K...

19. Part 19

Das Fest, das feierliche Fest, das zu Ehren des Geburtstages Klara Olssuphjewnas, der einzigen Tochter des Staatsrats Berendejeff, der seinerzeit Herrn Goljädkins Gönner gewesen...

20. Part 20

Er hatte übrigens die Empfindung, als untergrübe irgend etwas den Boden, auf dem er stand, als wanke dieser Boden bereits, als müsse er selbst sogleich fallen. Endlich erreichte...

21. Part 21

Dieser Unbekannte war ihm jetzt tatsächlich bekannt erschienen. Doch das hätte allein noch nicht viel besagt. Aber er hatte ihn ja erkannt, hatte ihn jetzt vollkommen erkannt, d...

22. Part 22

„Ja,“ sagte Anton Antonowitsch, ein wenig nachdenklich – als ob er jetzt zum erstenmal über die Sache wirklich erstaunt wäre. „Ja, Sie haben recht, die Ähnlichkeit ist tatsächli...

23. Part 23

Alles war ja so natürlich! Wozu hatte er sich so beunruhigt, sich so aufgeregt! Zwar gab es da noch einen peinlichen Umstand, aber auch der war nicht gar so schlimm: er konnte d...

24. Part 24

In demselben Augenblick, als unser verdutzter und halbtoter Held sich vorbereitete, diese neue Frage zu beantworten, hörte man im Nebenzimmer ein Geräusch und kurze Zeit darauf...

25. Part 25

„Übrigens, wäre es morgen nicht besser?“ dachte Herr Goljädkin, als er die Klingel zur Wohnung Andrej Philippowitschs zog – „ja, und was hätte ich ihm auch Besonderes zu sagen?...

26. Part 26

„Nun, gut, gut, Petruschka, wenn du dagewesen bist. Siehst du, ich ärgere mich doch nicht ... Nu, nu,“ fuhr unser Held fort, seinen Diener aufzurütteln, schüttelte ihn an der Sc...

27. Part 27

Ohne sich zu besinnen, voll Scham und Verzweiflung floh der unglückliche und ehrenwerte Herr Goljädkin von dannen, floh, lief, wohin ihn seine Füße trugen, wohin das Schicksal i...

28. Part 28

Aber wie groß war seine Verwunderung, das Entsetzen und die Wut, wie groß war der Schreck und die Schande Herrn Goljädkin des Älteren, als sein Verräter und Todfeind, der hinter...

29. Part 29

„Meinerseits, Jakoff Petrowitsch,“ antwortete unser Held voll Bewegung, „meinerseits verachte ich jeden Nebenweg und ich gestehe aufrichtig und geradeaus ... und stelle die ganz...

30. Part 30

Petruschka warf das Bündel Wäsche, Kissen, Decken, Laken und all den anderen Kram zu Boden und stürzte aus dem Zimmer. Herr Goljädkin griff unterdessen noch einmal zum Brief, do...

31. Part 31

„Hier kann von Serenaden nicht die Rede sein,“ dachte unser Held, „besser ist sicher, ich verhalte mich still! Und suche mir einen anderen Platz!“ Und richtig, er suchte sich ei...

32. Part 32

„Erheben wir uns,“ wandte sich der Rat an Herrn Goljädkin. Alle erhoben sich. Dann ergriff der Rat die Hand des Herrn Goljädkin des Älteren und Andrej Philippowitsch die Hand He...