Category: Novels

Junge Triebe: Roman

Der vorliegende Text wurde anhand der 1922 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen, Schreibvarianten, Dialektausdrücke, so...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der 1922 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Un...

2. Part 2

Die kleine Schwester tapste in gestrickten Pantöffelchen durch das große Zimmer, hielt lange Reden „Arra alla ulu Mamma“ und schien selbstsicher und lebensfroh. Das Band des ein...

3. Part 3

Das Abendessen wird den beiden im Kinderzimmer aufgetragen. Die Eltern essen später. Dann sitzen die Kinder unter der Hängelampe am Mitteltisch, die einen scharfen Lichtkegel he...

4. Part 4

Wieder in der Stadt. -- Max ist fort. -- Felix ist mit dem Herrn Rat aus Wien zurückgekommen. Blaß und elend. Er trägt rechts ein Glasauge, das kann er ganz schnell herausnehmen...

5. Part 5

Kolarczik und Schneider haben, trotz Eid, das Geheimnis von Fritzens hochadliger Abstammung nicht gewahrt. -- Bei der Witwe erscheint des öfteren ein Schlossergesell, begeistert...

6. Part 6

Auch Fritz und Gretl wurden zur Tanzstunde geladen. Denn der Sanitätsrat war Hausarzt in der gräflichen Familie. Und als weitere Bürgerliche endlich noch Karl und Lina, die Kind...

7. Part 7

Und so blieb es von da an. Der Gorilla erwies sich als weit erfinderischer im gefahrlosen Quälen, als irgend jemand vermutet hätte. Bis er sich zu einer offenen Rechtsbeugung hi...

8. Part 8

Dann kam der Abschiedstag. Die Mutter war gerührt, stammelte Ermahnungen, küßte ihn auf Mund und beide Wangen. Als sie ihm mit zitternder Hand das Kreuzeszeichen auf die Stirne...

9. Part 9

Fritz selbst empfindet alle Befürchtungen und düsteren Voraussagungen, als könnte ihm die Krankheit ans Leben gehen, immer noch als übertrieben lächerlich. Er fühlt sich nun, da...

10. Part 10

Fritz geht mit der Schwester durch den Wald, und aus tausend Erinnerungen weht Kindheit und Heimatsgefühl: hier stand die Zwergenhütte, und das hier war Falkos Stall -- weißt du...

11. Part 11

Das also ist die Fremde, die vielersehnte? -- Grundsätzliche Bosheit und Schadenfreude auf Schritt und Tritt, geistlose Abschreibarbeit dazu -- jeder kleinste Fehler Anlaß zu hä...

12. Part 12

Fritz verachtet die Sklavenseelen, die sich so willenlos der Hetzpeitsche fügen. Doch ihr wildes Tempo nimmt ihn mit, reizt ihn, seinen Mann zu stellen. Der Abend findet ihn mit...

13. Part 13

Eines Nachts, beim Heimweg von stundenlangem Schachspiel im Klub, sagt Guido: „Was bist du für ein komischer Kauz! Nun bist du schon vier Monate hier und warst noch nicht einmal...

14. Part 14

Weit im Süden, Meer und Himmel trennend, ein dünner, gelber Strich: Afrika. Rasch wechselt die Farbe des Meeres von tiefem Blau zu immer lichterem Grün. Der dünne Strich wächst,...

15. Part 15

Langsam beginnt der Schleier vom Antlitz des fremden Landes zu weichen. Schon sind zehn, zwanzig Wortgruppen erobert. Welcher Stolz, wenn es nun ab und zu gelingt, einen Eingebo...

16. Part 16

Fritz geht zum Polizeikommandanten, einem Schweizer. Der sitzt, dicknackig, vollblütig, von Sonne und Whisky rot gebrannt, in seinem weiten Amtszimmer. Als er hört, um was es si...

17. Part 17

Fritz fühlt neue Unsicherheit. Kann ein Mädchen, ein Mädchen der besten Stände, tatsächlich so unbefangen sein, oder ... Doch sie läßt ihn nicht zu Ende denken: „Mein Benehmen w...

18. Part 18

Fritz hält die Augen starr auf das Ringen greller Farben gerichtet und sagt: „Das also nennt Baedeker ein erhebendes Naturschauspiel. Und wie kalt läßt es einen innerlich! Nur d...

19. Part 19

Gegen Abend springt der Wind wieder auf. Das Boot zieht vor der stetigen Brise den Strom hinab, die Segel weit ausgelegt, lautlos ruhig. Gitta sitzt am Steuer, Fritz vor ihr auf...

20. Part 20

Und einen Augenblick scheint ihm der Abschied von der Bank, nun, da er sich widerstandslos und selbstverständlich vollziehen könnte, fast verleidet. Doch bei allem Schmerz merkt...