Category: Poetry

Gesammelte Werke in drei Bänden (2/3)

Der vorliegende Text wurde anhand der 1913 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und altertümliche Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert; fremdsprachl...

Chapters

17. Part 17

Die Ursel war nahe daran, zu weinen; der Onkel Ri hatte sicher gemerkt, daß sie den Bengels den Sternpreis nicht gönnte, darum stellte er so verschmitzte Spielregeln auf, die ih...

18. Part 18

Als er es aber ansehen wollte und seine Augen wieder aufschlug, da war er blind geworden und fiel auf die Stirn. Und er fühlte, wie schwach sein Königsherz war, und wie sein sch...

16. Part 16

O seht, in der Krippe, im nächtlichen Stall, seht hier bei des Lämpchens still glänzendem Strahl in reinlichen Windeln das liebliche Kind, viel schöner, viel holder, als Engel w...

9. Part 9

Und heb mich wieder so herrlich hoch, und trag mich fort, o trag mich fort! Und wären die Berge noch so hoch, ich will dir folgen an jeden Ort; ich will dir alles, alles hingebe...

3. Part 3

Da du so schön bist, darf ich dich beschwören, errege nicht mein leicht erregtes Blut. Da du so schön bist, kann ich dir nicht wehren, daß deine Hand zu sehr in meiner ruht. Da...

13. Part 13

Ja, staun ihn an, den Mann -- hier steht er, lacht, der einst mit furchtbar heiligem Ernst gedacht: ich bin bös gut, ich bin ein Geist, an dem die Überlebten sterben, verführt v...

10. Part 10

Und im Glanz, im bebenden blauen Glast um zwei strahlende Stahlmaschinen wiegt der Bergwind Blumen und Bienen; traumhaft halten zwei Menschen Rast. Traumhaft haucht ein Birkenst...

7. Part 7

O, du kannst dich noch besinnen; aber komm auf meinen Strom! Da rauscht und raunt der Urton drinnen, dem Wellen, Wolken, Wälder, Zinnen, Berge und Burgen entgegenrinnen, und org...

11. Part 11

Es wollt eine Seele sich befrein, da band ihr die Freiheit die Hände. Nun sinnt sie in Tod und Leben hinein; da schließt eins innerst das andre ein, aller Zwang hat willig ein E...

2. Part 2

Und dann: im dunkeln Grase hing und flimmerte etwas wie Gold. Das war dein lieber Perlenring, der war dir in den Sand gerollt. Und da hast du trotzig aufgelacht, von deinem Vate...

4. Part 4

Weiß, weiß und golden sind die Farben meiner Jugend, ein morgenblauer Himmel über mir. Himmelschlüssel blühn auf unsern Wiesen. Viele kleine Blumen will ich weben, zart ein glüc...

14. Part 14

Wir haben einst als Menschen gefehlt, nun kommt die Menschheit und will uns strafen. Aber sieh: ihr Geist hat uns so beseelt, daß wir wie Kinder, wenn Mutters Schläge trafen, nu...

15. Part 15

Vater, Vater, der Weihnachtsmann! Eben hat er ganz laut geblasen, viel lauter als der Postwagenmann. Er ist gleich wieder weitergegangen, und hat zwei furchtbar lange Nasen, die...

12. Part 12

Sie legt ihre Hand wie segnend auf das Grab: sie drückt sich tief im feuchten Erdreich ab, ein Tropfen schimmert in dem schwarzen Ballen. Zwei Menschen stehn, als sei ein Schwur...

6. Part 6

Vom Dampf des Schiffes, den die Hitze ballt, verhüllt: was strahlt aus buntem Dunst herbei? so weiß! -- was träumte mir? -- ein Gipfel -- drei -- ein Kranz von Gipfeln strahlt d...

8. Part 8

Die Sonne scheint in einen Blumenladen, durch den ein Flor von Orchideen schwillt; ein Eishauch klärt die Stadt. Zwei Menschen baden sich in dem Duft, der durch die Scheiben qui...

5. Part 5

Dann hass ich wild das zahme Weiß und hasse kalt die rote Glut, wohl bis zur Mordlust! Ja, es tut mir weh, daß von Geruch und Blut so reizend gleich sind alle Nelken!

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der 1913 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Un...

19. Part 19

Als die Gräben nun immer mehr austrockneten, kam er zuletzt auf den Gedanken, den Alten vom Berge mal zu besuchen und ihn einfach zu fragen und zu bitten, ob er nicht wieder gut...