DE Prosa

Aus meinem Leben

Nicht ein Geschichtswerk wollte ich verfassen sondern die Eindrücke wiedergeben, unter denen mein Leben sich vollzog, und die Richtlinien klar legen, nach denen ich glaubte, denken und handeln zu müssen. Fern lag es mir, eine Rechtfertigungs- oder Streitschrift zu verfassen, a...

Chapters

1. Chapter 1

Nicht ein Geschichtswerk wollte ich verfassen sondern die Eindrücke wiedergeben, unter denen mein Leben sich vollzog, und die Richtlinien klar legen, nach denen ich glaubte, den...

2. Chapter 2

Pinne ist ein kleines Städtchen mit angrenzendem Rittergut. Letzteres gehörte einer Frau von Rappard, in deren Hause wir viel verkehrten. Sie war kinderlos aber sehr kinderlieb....

3. Chapter 3

„Gerade als die 1. Gardedivision auf unergründlichen Wegen an uns vorbeizog, bat ich den Kronprinzen, mir die Hand zu geben. Als dieser mich daraufhin fragend anblickte, fügte i...

4. Chapter 4

Kurz bevor sich unsere Bataillone erheben, wird das ganze Gelände um St. Privat lebendig und hüllt sich in den Qualm feuernder französischer Linien. Die nicht zu unserer Divisio...

5. Chapter 5

Am Tage nach meinem Besuch in Paris hatte das Gardekorps die hohe Ehre und unendliche Freude, vor seinem Kaiser und König auf den Longchamps in Parade zu stehen. In alter preußi...

6. Chapter 6

Viele hochbegabte, zu den schönsten Hoffnungen berechtigende junge Offiziere lernte ich während dieser akademischen Lehrtätigkeit kennen. Mancher Namen gehören jetzt der Geschic...

7. Chapter 7

In diesen Richtungen bewegten sich meine damaligen Betrachtungen und Sorgen. Ich hatte den Krieg schon zweimal kennengelernt, jedesmal unter kraftvoller politischer Führung vere...

8. Chapter 8

Der 25. August brachte etwas mehr Einblick in die Bewegungen Rennenkampfs. Seine Kolonnen marschierten von der Angerapp nach Westen, also auf Königsberg. War der ursprüngliche r...

9. Chapter 9

Am Abend dieses Tages sind wir uns klar, daß nur noch wenig Tage zur Durchführung der Verfolgung zur Verfügung stehen. Die Entwickelung der Gesamtlage auf dem östlichen Kriegssc...

10. Chapter 10

Freilich verbinden sich mit dem Gedanken auch ernste Bedenken. Was wird die Heimat sagen, wenn sich unser Rückzug ihren Grenzen nähert? Ist es ein Wunder, wenn Schlesien erbebt?...

11. Chapter 11

4 Armeekorps rollten bei Beginn des Jahres zu unserer Verfügung aus der Heimat und dem Westen zu uns heran. Sie werden in Ostpreußen ausgeladen, verstärken teils die 8. Armee un...

12. Chapter 12

Das Stärkeverhältnis in den einzelnen Abschnitten war schon in den Zeiten der Ruhe für uns außerordentlich ungünstig. Wir mußten damit rechnen, daß durchschnittlich jedem einzel...

13. Chapter 13

Wenn zum Beispiel das offizielle Italien es jemals gewagt hätte, offen Friedensneigungen ohne britische Erlaubnis zu zeigen, so war England jeder Zeit imstande, diesen Verbündet...

14. Chapter 14

Die bedeutenden Schwierigkeiten, die einem nationalen Einheitsgeist der österreichisch-ungarischen Armee entgegenstanden und die sich hieraus ergebenden Mängel waren dem General...

15. Chapter 15

Angesichts dieses Verlaufes der Kämpfe an der Ostfront hatte die deutsche Oberste Heeresleitung Mitte August im Einvernehmen mit General Jekoff zu dem Aushilfsmittel gegriffen,...

16. Chapter 16

Durch die Stellung, die der deutsche Chef des Generalstabes des Feldheeres nunmehr innerhalb der gesamten Kriegsleitung einnahm, wurden wir auch zur Beschäftigung mit den Vorgän...

17. Chapter 17

Von welcher Seite man auch das polnische Problem zu lösen versuchte, immer mußte Preußen-Deutschland der leidtragende Teil sein, der die politische Zeche zu zahlen hatte. Österr...

18. Chapter 18

Im Gegensatz zu unserer Auffassung sah eine Botschaft des Präsidenten Wilson an den amerikanischen Senat vom 22. Januar in der auf die ablehnende Antwort der Entente vom 30. Dez...

19. Chapter 19

Ähnlich verhielt es sich mit der Frage eines Angriffes auf die Ententetruppen in Mazedonien. Bulgarien liebäugelte mit diesem Plane, und von seinem Standpunkte aus natürlich mit...

20. Chapter 20

Zu diesen Maßnahmen gehörten nicht in letzter Linie die Änderungen unseres bisherigen Verteidigungsverfahrens. Sie wurden von uns auf Grund der Erfahrungen in den bisherigen Käm...

21. Chapter 21

Bedenklich liegen dagegen die Verhältnisse an der österreichisch-ungarischen Front; es ist zu befürchten, daß dort auch jetzt wieder, wie 1916, der russische Ansturm schwache St...

22. Chapter 22

Die nun beginnende Flandernschlacht konnte zwar nicht in ihren Ausmaßen, wohl aber in der Zähigkeit, mit der sie auf englischer Seite durchgekämpft wurde, und in den Schwierigke...

23. Chapter 23

„Die Türkei ist eine Null“, so kann man in einem Aktenstück aus der Vorkriegszeit lesen, in einem deutschen, also keinem gegen die Türkei politisch gehässigen Aktenstück. Eine e...

24. Chapter 24

Wir können es nicht bezweifeln, daß das französische Volk auch Ende 1917 besser genährt wird als das deutsche. Vor allem sorgt man für den Pariser, entschädigt ihn für so manche...

25. Chapter 25

Diese Ausführungen, die sich mehr mit dem Geiste als der Technik unseres Kampfverfahrens beschäftigen, dürften zur allgemeinen Kennzeichnung unserer Angriffsgrundsätze genügen....

26. Chapter 26

Die Frühdämmerung des 21. März fand das nördliche Frankreich von der Küste bis zur Aisne unter einer Dunstschicht. Je höher die Sonne stieg, um so dichter wurde der Nebel auf de...

27. Chapter 27

Eine eigenartige Erklärung für diese Tatsache möchte ich hier anführen. Ein Offizier, der bei den Vorbereitungen an der Ailette tätig gewesen war, vertrat die Anschauung, daß de...

28. Chapter 28

Brachten wir den beabsichtigten Angriff bei Reims in engen operativen Zusammenhang mit unsern Plänen in Flandern, so blieb die Frage zu entscheiden, welche Ausdehnungen wir den...

29. Chapter 29

Es war freilich anzunehmen, daß auch der Gegner durch die letzten Kämpfe schwer gelitten hatte. 74 feindliche Divisionen, darunter 60 französische, hatten vom 15. Juli bis 4. Au...

30. Chapter 30

Nicht weniger auffallend war es andererseits, daß sich der Gegner zu einem Angriff eine Stelle mitten im wildesten Berglande wählte, an der bei einigem Widerstandswillen der bul...

31. Chapter 31

Wie ich schon früher anführte, mußten wir auf das Wegziehen der deutschen Truppen aus der syrischen Front verzichten. Die dortige deutsche Führung glaubte nur mit deutscher Hilf...

32. Chapter 32

Mein Allerhöchster Kriegsherr kehrt in die Heimat zurück, wohin ich ihm am 1. Oktober folge. Ich möchte dem Kaiser nahe sein, wenn er in diesen Tagen meiner bedürfen sollte. Pol...

33. Chapter 33

Gedruckt in der Spamerschen Buchdruckerei; Papier von H. H. Ullstein; Einband von H. Fikentscher, Julius Hager, Hübel & Denck, Leipziger Buchbinderei A.-G. vorm. G. Fritzsche un...