DE Prosa

Todsünden

Unter den großen Verdiensten, die der Träger dieses vielgefeierten Namens sich erworben, steht nicht in letzter Linie das: in jenen drangvollen Zeiten, als eine kraftvolle Gegenwartskunst mit einer schwächlichen Nachklangskunst zusammenprallte, der neuen Dichtung in den weiter...

Chapters

16. Chapter 16

„Es nützt wirklich gar nichts, Tankred, diese Sache zu besprechen, ich wiederhole vorher Gesagtes,“ knüpfte Theonie mit der alten Ruhe an. „Auch wenn Du fragst, was sich erfülle...

9. Chapter 9

„Darüber bin ich nicht unterrichtet,“ entgegnete Höppner, langsam die Worte dehnend und in gewohnter Rücksicht ausweichend. „Es wird wohl auf beiden Seiten ein wenig Schuld sein...

14. Chapter 14

„So, lieber Hederich! Nun darf ich Sie aber fortjagen; wir haben heute Wäsche, und ich muß selbst noch mit anfassen. Heute abend ist Nähschule bei mir, die erwachsenen Kinder au...

2. Chapter 2

Theonie sah alles kommen. Die Stelle hatte er nicht erhalten; nur zu begreiflich, weil gar keine in Aussicht gestanden, und er auch nicht die Absicht gehabt hatte, eine anzunehm...

11. Chapter 11

„Wäre es nicht überhaupt am besten, die Akte, wenn solche überhaupt nötig ist, — Mißtrauen können Deine Eltern doch nicht in uns setzen! — so zu fassen, daß wir uns verpflichten...

15. Chapter 15

„Lieben Sie nicht auch das Land, gnädige Frau? Schätzen Sie nicht auch die reine Luft, die einfachen, natürlichen Verhältnisse, den unmittelbaren Verkehr mit der Natur, die Ruhe...

24. Chapter 24

Es war geschehen! Bleich, mit schlotternden Knieen, erschien oben auf der Treppe Tankred von Brecken. Die Laterne zitterte in seiner Hand, er mußte trotz des ihn beherrschenden,...

3. Chapter 3

Es erfolgte eine Begrüßung, doch Tankred, dem plötzlich ein berechnender Gedanke durch den Kopf schoß, beschränkte sich nicht allein auf diese Artigkeit, sondern ließ sich von d...

12. Chapter 12

Gelegentlich blickte auch etwas von Sehnsucht nach Holzwerder durch. Ihre Heimat sei doch am schönsten, hatte sie geäußert, aber das war das einzige gewesen, was ihr Veranlassun...

5. Chapter 5

„Also doch!“ murmelte Tankred. Auf der einen Seite befriedigte ihn der Inhalt dieser Zeilen außerordentlich. Sie räumte das Feld, und er konnte nach seinem Belieben bleiben; auf...

18. Chapter 18

„Besser, Du hättest mich nicht gefragt. Ich wollte schweigen und es ertragen bis an mein Lebensende. Ich begegnete Dir ohne Wärme, aber ich mied bisher Wortkampf und Streit. Du...

20. Chapter 20

„Sehen Sie, Fräulein Carin, ich komme eigentlich — drum und dran — mit einer Bitte,“ erklärte Hederich und erhob das glattrasierte Gesicht mit den treuherzigen Augen zu seiner m...

7. Chapter 7

„Nein, Herr von Brecken. Wenn es nach mir ginge, erhielten Sie nichts weiter als ein Darlehen, und das auch nur, damit Sie in die Lage gerieten, sich Arbeit und Verdienst zu sch...

19. Chapter 19

„So, das sind ja sehr hübsche Dinge! Und Sie meinen, das ginge alles nur so, wie Sie sich das ausdenken: Ich mag nicht mehr, und damit basta! Was ist denn der Grund, mein Geschä...

6. Chapter 6

„Wohin ist meine Kousine gereist?“ fügte er erregt hinzu. „Es ist wichtig, daß Sie mir die Wahrheit sagen, da ich mich entschlossen habe, alles daran zu setzen, um unser Zerwürf...

23. Chapter 23

Entbehren? — Nun, soweit kam's überhaupt doch wohl nicht. Etwas würde man ihm doch zubilligen. — Und plötzlich fiel der Mann wieder in einen der roten Plüschsessel zurück und st...

10. Chapter 10

In diesem Augenblick erfolgte eine Störung. Die Magd erschien und meldete, daß Herr von Brecken da sei. Er wolle sich nach des Herrn Pastors Befinden erkundigen und bitte auch i...

22. Chapter 22

Und wenn er sich dies ausmalte, ergriff ihn eine so wahnsinnige Gier, daß die Schwierigkeiten, die zu überwinden waren, ihm wie ein Nichts erschienen, und die That und deren Fol...

13. Chapter 13

Tankred, der diesen Besuch als einen ihm sehr unbequemen absichtlich aufgeschoben hatte, stimmte jetzt bei. Einmal mußte er seiner Kousine ja doch zum erstenmal wieder gegenüber...

4. Chapter 4

„Von Deiner generösen Hand, beste Theonie, hängt alles ab. Wenn Du mir kräftig unter die Arme greifst, kann ich ja von anderer Stelle aus meine Versuche fortsetzen. Freilich,“ s...

8. Chapter 8

„Bei einer Verlobung unserer Tochter, sehr geehrter Herr von Brecken, treten besondere Verhältnisse ein, die der Erörterung unterliegen müssen. Wenn ich Ihren sehr ehrenden und...

21. Chapter 21

Nicht einmal bei Gelegenheit seiner Reise hatte er seine persönlichen Empfindungen zurückgedrängt und sich der Großmutter als Pflegerin des Kindes während seiner Abwesenheit eri...

1. Chapter 1

Unter den großen Verdiensten, die der Träger dieses vielgefeierten Namens sich erworben, steht nicht in letzter Linie das: in jenen drangvollen Zeiten, als eine kraftvolle Gegen...

17. Chapter 17

„Nun, wie Du willst,“ entgegnete Brecken, der, sich beherrschend, diesen Worten zugehört hatte, und in dem trotz aller höchst unliebsamen Erfahrungen abermals Hochmut, verletzte...

25. Chapter 25

Tankred von Brecken — über drei Wochen sind vergangen — war in dem öffentlichen Krankenhause, in das er auf Anordnung der Sanitätspolizei und der Gerichte gebracht worden, versc...