Category: Novels

Schriften 17: Novellen 1

Mit schwerem Herzen ging der junge Mann durch die Thüre. Mit wie so andern Gefühlen, dachte er bei sich selbst, schritt ich sonst mit meinem würdigen Vater durch diese Zimmer! Das ist das erste Mal, daß ich mich zu dergleichen hergebe, und es soll auch das letzte seyn. Wahrlic...

Chapters

15. Part 15

Der verschmähte Redner hatte sich indessen die Zinnschnalle aus dem Zimmer des Lesenden geholt, und stolzirte mit diesem Schmucke schon im Saale auf und ab. Der Blasse wollte ih...

16. Part 16

Ja freilich. Er sagte, er müsse mir die Botanik beibringen. Es war aber eigentlich die _Batonik_, weil er den lieben Baton so sehr dabei brauchte. Da krochen wir herum und sucht...

1. Part 1

Mit schwerem Herzen ging der junge Mann durch die Thüre. Mit wie so andern Gefühlen, dachte er bei sich selbst, schritt ich sonst mit meinem würdigen Vater durch diese Zimmer! D...

11. Part 11

Es trat eine Pause ein, Alle schienen verstimmt, Dorothea war tief bewegt. Indem der Bediente jetzt den Braten brachte, rief die Baronesse: »Ach! wie konnte ich nur die arme kra...

18. Part 18

Mir fiel es oft ein, sagte Wolfsberg kleinlaut, daß hier keine Schätze liegen möchten, daß Friedrich vielleicht nicht gesunde Einsichten habe; aber weil ich doch einmal die toll...

19. Part 19

Der Rath Walther war im Begriff, in schnellster Eile nach der Stadt zu fahren. Nur auf eine halbe Stunde wollte er in dem Dorfe beim Pfarrer Kilian einsprechen, und scheute deßh...

9. Part 9

»Meinethalben,« rief jener aus, »kann seyn, daß eine ganz andere Kreatur, als ich selber, aus mir heraus redet; denn das ist im Leben oft der Fall, und bei jenen Apostolischen g...

24. Part 24

Man sang zum Beschluß noch Einiges, und die Gesellschaft trennte sich. Beim Abschiede sagte der Baron zum alten Italiener: auf Wiedersehn! Doch dieser schüttelte den Kopf, und w...

4. Part 4

Durch wen? rief der Vater, es findet sich ja Niemand, den sie mag, und der sich für sie paßt; Du trittst völlig zurück, der fremde hochmüthige Gast hat mich heut mit seiner vorn...

5. Part 5

Was kann uns noch im Wege seyn! rief Eduard aus. O wie tief beschämt es mich, daß ich Deinen edeln Vater so sehr habe verkennen mögen! Wie gütig er mir entgegen kommt! Wie herzl...

21. Part 21

Das ist eine bedenkliche Frage, erwiederte der Enthusiast; was der Mensch so stürmisch will, davon muß wohl etwas auch wirklich in sein Wesen übergehn; es wäre unbegreiflich, we...

8. Part 8

»Wärst Du Offizier, wie ich,« antwortete Ferdinand, »so würdest Du es dennoch möglich gefunden haben, pünktlich zu seyn; dies wenigstens lernt man im Dienst. Sie sind alle schon...

17. Part 17

Sie beweisen mir heute ein so schönes Vertrauen, erwiederte Wolfsberg, daß ich es wohl wagen darf, noch einmal das Wort zu wiederholen, mit welchem ich Ihr Haus zuerst betrat, d...

3. Part 3

Erich wollte eine Aehnlichkeit des Fremden mit einem Verwandten Walthers bemerken; darüber kam man in das Kapitel der Aehnlichkeiten, und wie sonderbar sich in den Familien, oft...

7. Part 7

Laßt's Euch nicht irren, ehrlicher Mann, sagte Eulenböck, Eure Tugend meint es gut, und wenn Ihr die Sache anders anseht, als ich, so trinkt Ihr wenigstens denselben Wein, und f...

12. Part 12

Im Hause des Baron Wilden waren einige Freunde zu einem kleinen Balle versammelt. Auch Alfred und der Offizier waren zugegen, und die junge Schwester, ein liebenswürdiges Kind,...

10. Part 10

»Ich glaube,« sagte der Graf, »wer nicht irdisch seyn mag, kann auch nicht überirdisch seyn; Nacht und Tag, Schlaf und Wachen, Erhebung und Gleichgültigkeit müssen sich ablösen....

13. Part 13

Am andern Morgen kam der Arzt in Eile und großer Bewegung zum Rathe. Was ist Ihnen? fragte dieser: es muß etwas Außerordentliches begegnet seyn. Theuerster Walther, rief der Arz...

23. Part 23

Der Italiener trat herein und schien aufgeräumter, als man ihn noch je gesehen hatte. Alle betrachteten ihn mit einer gewissen Scheu, er aber nahm keine Notiz von diesem verände...

20. Part 20

Alle gingen selig, in Gefühlen und Hoffnungen schwelgend, sprechend und scherzend die grüne Wiese hinunter. Kilian unterhielt sich mit Sokrates. Gnädige Frau, sagte er nachher z...

14. Part 14

Sie traten in den untern großen Saal, und Wolfsberg, der so lange in der Einsamkeit und im kleinen Zimmer gelebt hatte, war so vom Licht, von der Gesellschaft und dem weiten Bli...

22. Part 22

An einem Tage sagte mir die Gattin, ich solle meine beste Kleid anziehn, es sei große reputirliche Gesellschaft von Zuhörer gebeten. Wir sangen und tobten, es war aber kein Mens...

6. Part 6

Hier also wird Dein Museum seyn? sagte Eulenböck, indem er mit dem Kopfe schüttelte. Diese Einrichtung will mir gar nicht gefallen, denn ich glaube nicht, daß diese Wände dazu g...

2. Part 2

Recht sehr, rief Sophie; denn erstlich, kann ich es von Niemand leiden, wenn man nicht genau weiß, wer er ist; solch Incognito ist in der Fremde allerliebst, um für etwas Besond...

25. Part 25

Die Uebrigen hatten den Laien schon während dieser Erzählung lächelnd angesehn, als dieser ausrief: ist es möglich, daß ich so unvermuthet meinen verehrlichen Musiklehrer wieder...