Category: Essays, Letters & Speeches

Die Moral des Hotels: Tischgespräche

ein Kunstkritiker, ein Soziologe, Professor der Nationalökonomie, ein fortschrittlicher Großindustrieller, Kommerzienrat, Ritter usw., deren liebenswürdige Damen, sowie verschiedene internationale Gelegenheitsbekanntschaften u. a., ein Schneider aus London und ein amerikanisch...

Chapters

9. Part 9

Wir müssen die Schwierigkeiten des Kellnerberufes berücksichtigen, wie wir persönliche ekelhafte Manieren verdammen müssen. Wir dürfen den Kellner nicht bei einem unglücklichen...

7. Part 7

Das alles bietet uns das große Hotel. Und noch mehr. Es zeigt uns auch jene, gesunden Menschen so heilsamen, amüsanten Fälle von modernen Delirien, die einer unersättlichen Such...

19. Part 19

Der Napoleone großen und kleinen Stils gab es und gibt es viele und zu allen Zeiten. Der öffentlichen Sicherheit und des Friedens wegen sollten sie eingesperrt werden. Geistig s...

22. Part 22

Die wirtschaftlich und moralisch verderblichen Spuren der Prohibition machen sich schon allenthalben bemerkbar. Nicht nur im Staate Maine, wo durch mehr als fünfzigjähriges Best...

18. Part 18

Wie wahr das Wort Rousseaus ist und immer sein wird, geht aus der amerikanischen Geschichte deutlich hervor, wo die Negersklaven zuerst kaum die Freiheit annehmen wollten, die i...

23. Part 23

Und die Tragikomödie des Kellnerlebens besteht in diesem einen Gedanken: Es ist nichts Großes, Gewaltiges, das den Kellner bedroht und oft zermalmt. Kein Grubenunglück, keine Da...

17. Part 17

Mit dem Lohnsatze des Kellners aber gibt sich kein Handlanger zufrieden. Mit dem Gehalt von fünfunddreißig Mark pro Monat plus den illusorischen fünfzig Mark in Naturalverpflegu...

20. Part 20

Wie zu jedem Leben, so gehört eine gewisse, nicht zu unterschätzende Philosophie zum Leben des Kellners, die natürlich nicht jedem gegeben ist, die sich aber mit einigem Willen,...

15. Part 15

Wir wollen dem Hotelier in die Konzessionen und Vorteile, die er diesem oder jenem Kunden einräumt, nicht dreinreden. Seine Geschäftsmethoden muß er mit seinem Debet- und Kredit...

12. Part 12

Es ist eine schwierige Aufgabe für den Kellner, als eleganter Mensch aufzutreten, ohne jedoch den Gästen ähnlich zu sehen, zumal er auch noch aus gewissen anderen praktischen Gr...

6. Part 6

Der Triumph der Pflanze ist die Blüte. Die Blütezeit ist ihr Sinnenrausch. Dann duftet sie sich aus in Glück und Daseinsfreude. Es gibt Insekten, deren höchster und schönster Le...

1. Part 1

ein Kunstkritiker, ein Soziologe, Professor der Nationalökonomie, ein fortschrittlicher Großindustrieller, Kommerzienrat, Ritter usw., deren liebenswürdige Damen, sowie verschie...

5. Part 5

Mit dem leidigen Verfall der Antike, der wachsenden Macht und Ausdehnung des Christentums und den Bewegungen der barbarischen Völker artete die besagte heidnische Freude der Gas...

4. Part 4

Wenn ich aber das realistische Bild eines antiken Gastmahls gegen das moderne Leben halte, so verblassen alle unsere Träume von der großen Zeit. Wer als Historiker, Wirt, Kellne...

21. Part 21

So, Sie glauben also, mein lieber Mr. Shoultse, daß Amerika die erste Nation ist, die versucht hat, den Alkohol auszurotten und sich so unsterbliche Verdienste um die ganze Mens...

16. Part 16

Über die Gefühle, die der Mensch bei der Entgegennahme eines Trinkgeldes hegt, läßt sich vieles sagen. Indes muß ich gleich hinzufügen, daß dergleichen Gefühle zu sehr durch äuß...

14. Part 14

Es gibt Kellner, die die Gäste, und Gäste, die die Kellner betrügen. Der Wirt steht ziemlich teilnahmslos in der Mitte. Warum? -- Weil er kein Geschäftsmann ist! -- Wer von den...

13. Part 13

Vernünftige Männer wie wir, Herr Kommerzienrat, welche so hohe Preise zahlen, daß ein patriarchalisches Verhältnis zwischen ihnen und dem Hotelier schwerlich aufkeimen kann, wer...

10. Part 10

So paßt sich also jedes Ding und Wesen den obwaltenden Verhältnissen an -- oder es weicht. Es ist sonderbar, zu beobachten, daß Geschöpfe mit ausgeprägt individuellen Charaktere...

2. Part 2

Ganymedes. Ganz richtig. Aber der zählt eigentlich zu den antiken himmlischen Heerscharen, während der Kellner eine verzweifelt irdische, menschliche Gestalt ist. Wer der erste...

8. Part 8

Ist es nicht der Mühe wert, Herr Professor, den genauen Ursachen solchen Elendes gründlich auf die Spur zu gehen? -- Bitte -- ich betone ausdrücklich: Ich würde keinen Augenblic...

11. Part 11

Sie fragen nun, warum diese unbarmherzigen Menschen fast alle »Dienerseelen« seien oder Ignoranz und Unterwürfigkeit heuchelten? -- Wenn das der Fall wäre, so müßte der mildtäti...

3. Part 3

Schenken und Wirtschaften, welche Sklaven, Krämer, kleine Makler, Gladiatoren und Schauspieler zu ihrer Kundschaft zählten, waren sehr zahlreich. Diese Lokale hatten verschieden...

24. Part 24

Wie weit Mr. Vehling in dem vorliegenden Werke dies Problem zu erfassen verstanden hat, überlassen wir dem Urteil des geneigten Lesers. Zweifellos aber ist der junge Autor der _...