Category: Novels

Der kleine Dämon

Der Festgottesdienst am Nachmittage war aus und die Kirchenbesucher gingen auseinander. Innerhalb der steinernen, weißgetünchten Umfriedung standen noch einige Leute unter den alten Linden und Ahornbäumen und plauderten. Sie hatten Sonntagskleider an und blickten froh aus den...

Chapters

14. Part 14

»Ich habe doch nur gesagt, daß, wenn es sich so verhielte, ich zurücktreten müsse, und darauf hat sie geantwortet, daß das nicht nötig wäre. Da ich nun meinerseits nicht widersp...

13. Part 13

sang Darja in den höchsten Lagen, wobei sie die Töne dehnte und hinauszog, wie etwa die gewöhnlichen Bänkelsänger es zu tun pflegen, um recht viel Rührung ins Lied zu legen. Es...

15. Part 15

»Schon gut; ich will sie mir schneiden lassen,« erklärte Sascha, »aber warum sind Sie so entsetzlich streng? Ich habe ja noch ganz kurze Haare, kaum einen halben Zoll lang, und...

17. Part 17

»Jeder wird mich zur Frau nehmen,« dachte sie, vor allem, weil ich Geld habe, da kann ich wählen, wen ich will. Diesen jungen Mann da z. B. könnte ich ganz gut heiraten, und ihr...

6. Part 6

Der Oberstleutnant Nikolai Wladimirowitsch Rubowskji war nicht besonders groß, untersetzt, er hatte dichte Brauen, fröhliche graue Augen und hinkte ein wenig. Daher klirrten sei...

7. Part 7

Peredonoff wollte sie ärgern und erzählte, daß er bei Martha gewesen sei. Warwara schwieg still. Sie hatte ja den Brief der Fürstin in Händen. Wenn er auch gefälscht war, immerh...

10. Part 10

»Verzeihen Sie, daß ich auf mich warten ließ,« sagte er und umfaßte Peredonoffs Rechte mit seinen mächtigen Fäusten, »ich hatte einige Geschäfte zu erledigen. So ist unser Diens...

12. Part 12

»Ha-ha-ha!« stieß er deutlich hervor, hörte auf zu lachen, setzte sich in den Lehnstuhl und warf den Kopf zurück, als könne er die Lachlust nicht bezwingen. »Verehrtester Ardall...

16. Part 16

Peredonoff wich zurück und murmelte einige unverständliche Worte. Julia Petrowna lief wie ein Kreisel um ihren Mann herum und bemühte sich Anton zu fassen; der Vater deckte ihn...

21. Part 21

Peredonoffs erwarteten täglich mit größter Ungeduld die Gegenbesuche und zählten nach, wer noch nicht gekommen war. Ganz besonders ungeduldig erwarteten sie den Direktor und des...

18. Part 18

Die Gäste waren frühzeitig gekommen. Sie hatten viele Kuchen, Aepfel und Birnen mitgebracht.[10] Warwara empfing alles freudestrahlend, und nur um der guten Sitte zu genügen, sa...

3. Part 3

»Gnädige Frau, liebe Sophja Jefimowna, verzeihen Sie mir, denn ich bin ein besoffenes Weib. Aber eins muß ich Ihnen sagen, hören Sie bitte. Sie besuchen diese Leute hier, aber w...

24. Part 24

Peredonoff, von Tag zu Tag unzurechnungsfähiger, schrieb Denunziationen gegen die Kartenbilder, gegen das gespenstische Tierchen, gegen den Hammel, -- er, der Hammel, wäre ein U...

19. Part 19

Peredonoff ging sehr oft zur Kirche. Er stellte sich auf einen sichtbaren Platz und bekreuzigte sich entweder viel öfter, als notwendig war, oder er stand ganz steif da und blic...

22. Part 22

Der Kater verfolgte mit seinen weit aufgerissenen, grünen Augen jede Bewegung Peredonoffs. Zuweilen zwinkerte er ihm zu, zuweilen miaute er unheimlich. Augenscheinlich hatte er...

2. Part 2

»Sie verlassen sich zu sehr auf die Worte Ihres »Schwesterleins«,« sagte die Werschina spöttisch. »Sagen Sie mal, ist sie viel älter als Sie? So etwa um fünfzehn Jahre? Am Ende...

4. Part 4

Im Salon -- einem Eckzimmer -- mit den Fenstern zur Pforte, saßen die vier Schwestern. Sie hatten alle dieselben Gesichter, glichen dem Bruder, waren nett anzusehen, rosig und f...

20. Part 20

Hierauf sperrte er sich im Schlafzimmer ein und beschloß -- sich zu zeichnen, damit Wolodin sich nicht unterschieben konnte. Auf die Brust, auf den Bauch, auf die Ellenbogen, un...

25. Part 25

In den engen Räumen, mit ihren verräucherten Wänden und Decken, brannten schiefe Lüster; sie waren übermäßig groß, schwer und schienen einem die Luft zu nehmen. Die verblichenen...

1. Part 1

Der Festgottesdienst am Nachmittage war aus und die Kirchenbesucher gingen auseinander. Innerhalb der steinernen, weißgetünchten Umfriedung standen noch einige Leute unter den a...

8. Part 8

Das war Tischkoffs Art so zu reden, wenn es sich um Dinge handelte, die ihn nichts angingen. Er wäre schon längst allen langweilig geworden, doch hatte man sich an ihn gewöhnt u...

23. Part 23

Sascha schlüpfte flink in die Bluse, brachte sein Hemd irgendwie in Ordnung und blickte schüchtern, unsicher und verschämt auf Ludmilla. Er sah, daß sie sich mit den Händen die...

11. Part 11

Die Magd bat die Kokowkina, für einen Augenblick herauszukommen. Sie ging. Sascha blickte ihr traurig nach. Seine Augen wurden matt und die langen Wimpern schienen das ganze Ges...

9. Part 9

»Das ist freilich nicht schön,« sagte Weriga. »Doch tut sie es eher aus Mangel an Erziehung. Ich erinnere mich gut an diese Lehrerin. Sie hat absolut keine Manieren, ist aber ei...

26. Part 26

Bengalskji war, die Geisha auf den Armen, durch das Eßzimmer und durch die Küche gelaufen. Sie lag ganz ruhig an seiner Brust und sagte kein Wort. Bengalskji schien es, als hört...

5. Part 5

Die Gruschina gab dem Gespräch eine Wendung ins Zotige. Sie erzählte von der Eifersucht ihres verstorbenen Mannes, und wie sie ihn hintergangen hätte. Dann berichtete sie von ei...

27. Part 27

Plötzlich schüttelte ihn eine rasende Wut. Man hatte ihn betrogen! Wild hieb er mit der Faust auf den Tisch, sprang auf und ging eilig, ohne sich zu verabschieden, nach Hause. E...