Category: Novels
Das Schweigen im Walde: Roman
»Wer nur das Wirkliche gelten läßt, an der Sehnsucht nach dem Unmöglichen keine Freude findet und nie eine Minute übrig hat, um sie an einen schönen Traum zu verschwenden -- wie arm ist der!«
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»Wer nur das Wirkliche gelten läßt, an der Sehnsucht nach dem Unmöglichen keine Freude findet und nie eine Minute übrig hat, um sie an einen schönen Traum zu verschwenden -- wie arm ist der!«
»Lo!« glitt es mit ersticktem Klang über Ettingens Lippen. Sein erstes Gefühl war ein Sturm von Freude. Sie nur wiederzusehen! Lebend! Doch dieser Rausch der Freude ging ihm unt...
13. Part 13Ettingen nahm ihre beiden Hände und sah ihr so herzlich in die Augen, daß sie vor diesem Blick in Verwirrung geriet. »Soll jetzt in Ihrem Herzen nicht ein leiser Zweifel zurückb...
17. Part 17Den Hut zwischen den Fäusten zerknüllend, stieß er mühsam hervor: »Sie sind die Heilige fürs ganze Dorf und Tal. Jeder kommt zu Ihnen und nie umsonst. Ihre Herzensgüt ist ein Br...
25. Part 25»Ja. Die is auf ihrem Hansi aussigritten zum Sebensee. Natürlich, da hat sich der Hirsch davongmacht. Aber ganz gmütlich is er angstiegen. Zwei-, dreimal hätt man ihn noch derwi...
22. Part 22Wortlos erhob sich Mazegger, schob das Glas zusammen, richtete sich für den Pirschgang und schritt über das Almfeld hinunter. Als er den Wald erreichte, blieb er stehen und blic...
18. Part 18Ruhig und sorglos trat das Rudel auf die Lichtung. Plötzlich wandten alle Tiere die Köpfe gegen den Wald zurück, wurden flüchtig, und zwischen den hohen Erlenbüschen der Mulde v...
26. Part 26Er ließ sich ziehen von ihrer Hand. Als die beiden über das Latschenfeld gegen den See hinunterkamen, mischte sich der Rauch immer dichter in den Nebel, immer lauter tönte auf a...
10. Part 10Was in ihr vorging, war deutlich auf ihrem Gesicht zu lesen. Ihr erster Gedanke war Unglaube. Der Menschenverstand in ihrem hübschen Zauskopf war, so anspruchslos ihn die Natur...
8. Part 8Ein mager aufgeschossenes vierzehnjähriges Bürschlein kam in den Garten gesprungen -- wohl ein Hüterbub von einer der naheliegenden Almen. Er trug ein mürbes, verwaschenes Kitte...
15. Part 15»Und sieh nur, Kind, es gibt doch so viel schöne Dinge auf der Welt, die uns lehren, die Schöpfung zu lieben und zu bewundern. An die müssen wir uns halten, wenn wir Freude am L...
16. Part 16Auch Pepperl war nachdenklich geworden. Das »Jagdhaus« mochte ihn an ein anderes Gebäude erinnert haben, das nicht weit davon lag. Mit seufzendem »Vergeltsgott!« zog er, als Ett...
9. Part 9Da weckte ihn die Stimme des Jägers. »Grüß Gott, Herr Fürst! A bißl lang hat's dauert, gelt? Aber der Tag wird heiß, da hab ich den Hirsch net liegen lassen können. Drum bin ich...
12. Part 12Aber wie man über diese äußerliche Seltsamkeit auch denken mochte -- der gute, reine, tief empfindende Mensch, den man aus der wunderlichen Sprache dieser Linien und Farben rede...
24. Part 24Lautlos, geschmeidig wie eine Katze, kletterte Mazegger am Flaggenmast hinauf und kam so hoch, daß er einen Blick in das Fenster werfen konnte. Er sah ein ruhiges Bild, sah eine...
6. Part 6Nachdem er gespeist und das Geschirr wieder säuberlich gespült hatte, nahm er das Geheimnis von Woodcastle aus der Schublade und begann zu lesen. Recht zum Übel für seine ärgerl...
21. Part 21Mazegger lächelte und spähte gegen das Fürstenhaus hinauf. Als er in seine Hütte trat, warf er die Büchse auf das Bett, verriegelte die Tür und riß mit zitternden Händen das kle...
20. Part 20»Ja! -- >Mein lieber Heinz! Der Kunstaugur, dem ich die Nachforschungen nach Deinem Emmerich Petri übertrug, war soeben bei mir. Da Deine Anfrage etwas merkwürdig Dringendes hat...
4. Part 4»Ja, ja! Gut Nacht, Herr Förstner!« erwiderten die Jäger. Nur Pepperl schwieg. Er hatte seinen Stuhl wieder aufgerichtet, saß mit gespreizten Beinen und machte ein Gesicht, als...
5. Part 5Er atmete schwer, und unter der wollenen Decke begann ihm schwül zu werden. So viel wie in dieser nächtlichen Stunde hatte er schon lange nicht gedacht. Die ungewohnte Kopfarbei...
19. Part 19»Geht mich, ja, gegeht mich schon was an!« versicherte Brenntlinger mit solchem Eifer, daß er zu stottern begann. »Wenn dös der Füfürst gwesen is -- zu dem geh ich auffi. Dem mu...
23. Part 23»Sobald der Bub wieder wohl ist. Und morgen will ich hinausreiten zum See, nur über die Nacht, um da draußen alles in Ordnung zu bringen für den Winter. Auch dürfen wir die Blum...
7. Part 7Eine dunkle Blutwelle schoß dem Jäger ins Gesicht, aber er sagte entschieden: »Na, na, Duhrlaucht, gwiß net! Der angfangt hat, der bin schon ich gwesen!« Ein Glück, daß sich Ett...
14. Part 14Wohl hab ich das möglichste versucht, um eine Auseinandersetzung herbeizuführen. Aber sie macht sich unsichtbar. Ihre Villa in Hietzing hat scheinbar im Sommerschlaf die Augen g...
11. Part 11»Dös is verschwunden. Was er angstellt hat damit, dös weiß ich net. Gsehen hab ich's nimmer derzeit. Und a Glück war's für'n Herrn Petri, daß er selbigsmal in der Feuerkapellen...
2. Part 2»Und hier is die Gschirrkammer!« Der Förster öffnete die gegenüberliegende Tür; man sah in einen weißgetünchten Raum, der rings um die Wände bestellt war mit Schränken und Gesch...
3. Part 3Obwohl ich Bemerkenswertes nicht zu melden habe, erlaube ich mir, Frau Baronin doch heute noch eine Nachricht zu senden, um kurz zu berichten, daß unsere allverehrte Durchlaucht...
1. Part 1»Wer nur das Wirkliche gelten läßt, an der Sehnsucht nach dem Unmöglichen keine Freude findet und nie eine Minute übrig hat, um sie an einen schönen Traum zu verschwenden -- wie...
28. Part 28Da draußen beim Waldbrand standen schon am Nachmittag über zweihundert Leute bei der Arbeit. Nicht nur von Leutasch waren sie gekommen, auch von Ehrwald herauf, von Biberwier un...