Category: Travel Writing

Südliche Reise

Es ist Nacht. Das Fenster steht offen, die feuchte Luft weht auf den Tisch und bewegt den Strauß von Pflaumenblüten neben deinem Bilde. Du blickst mir ins Antlitz, und ich erwidere ruhig deinen Blick.

Chapters

9. Part 9

Zehn Säulen aus Granit tragen im Mittelschiff die arabischen Hufeisenbögen, über denen die Wände in das Deckengewölbe emporwachsen. Leuchter schweben an goldnen Schnüren zwische...

11. Part 11

Schiffe lagen im Hafen, fern und kaum zu erkennen im Widerschein des roten Himmels. Auf einem Bett von Nelken ging der Abend schlafen. Silbern tauten die Sterne am Rand der Blum...

10. Part 10

Noch einmal tiefer hatte sich das Blau gebauscht, offne, stille Blumen quollen langsam aus der Mündung eines ungeheuren Füllhorns, Lilienbüschel, weiß und smaragdengrün, und san...

3. Part 3

Niemand erwartete mich im Castello Acciajoli. Vielleicht war niemand zu Hause. Ich zog die Schelle. Es dauerte eine Weile, bis der Diener öffnete. Er erkannte mich wieder und fü...

5. Part 5

Ein andres Mal kam ich mit einer Frau, die lange krank gewesen war. Sie ging sehr langsam, in ihren Augen brannte Müdigkeit. Sie tauchte die Hände in das Wasser, eine breite, go...

7. Part 7

Neapel: Stadt voll ewiger Gegenwart, hellblau- und goldene Bewegung, Wehen von tausend bunten Tüchern im Winde, göttlicher Schmutz und göttliche Faulheit, Volk, nichts als Volk,...

4. Part 4

Diomede hatte alle Zimmer mit Blumen schmücken lassen, insbesondere aber sein Schlafgemach, das schöner als alle anderen Räume war. Das köstlichste Gebäck der Pasticceria Giuco...

2. Part 2

Galla Placidias Größe wuchs an dem Maß ihrer Schicksale. Die Kraft zu tiefem Erleben und tiefem Ertragen war ihr eingeboren. Sie verlangte nach Bewegung, nach Wechsel, sie ging...

6. Part 6

Wir wandten uns nach der Bocca zurück. Zerbröckelnd in der Asche ihres Gesteins lag Santa Maria in Cosmedin, die süße Kirche, in deren Namen schon der Orient funkelt: Byzanz, di...

8. Part 8

In meinen Gärten war Vergessen. Wie rieselten meine Brunnen leise und träumerisch in die Marmorschalen. Ich hatte Pfauen und Fasanen. Ich liebte Glanz. Ich liebte Überfluß. Ich...

12. Part 12

»O meine Götter: wie süß ist meinem Herzen die Natur, aus deren Schoß ihr leicht in eure Bilder stiegt! Wie seid ihr fremd dem unduldsamen Gott der Juden, der wie ein Starrkramp...

1. Part 1

Es ist Nacht. Das Fenster steht offen, die feuchte Luft weht auf den Tisch und bewegt den Strauß von Pflaumenblüten neben deinem Bilde. Du blickst mir ins Antlitz, und ich erwid...

13. Part 13

Überall bekannte, lächelnde und grüßende Gesichter, als ich von der kleinen Piazza her die glatt gepflasterte Straße nach dem Gasthof hinunterschritt .. Am Fuß der kleinen Trepp...