Category: Biographies

Goethes Lebenskunst

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1919 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert; fremdsp...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1919 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnlic...

2. Part 2

Während der napoleonischen Kriege mit ihren beständigen Einquartierungen war Goethe erst recht oft in Geldnot. Als sein Sohn in Heidelberg studierte und mit seinem Wechsel nicht...

3. Part 3

In der Mitte ein großer Tisch mit Landkarten, auch solche vom Harz und Thüringer Waldgebirge, wo es unruhig wird und braut, denn er beobachtet mit Gläsern und bloßen Augen die W...

4. Part 4

Oft hat er nachher diese zwei Jahre in Rom und Italien als die glücklichste Zeit seines Lebens bezeichnet. Es mag ein stillvergnügtes Treiben gewesen sein, als Filippo Miller, G...

5. Part 5

In diesem Bericht ist Einiges nicht glaubhaft. Daß Goethe nicht mehr nach Gotha kam, erklärt sich aus seinem hohen Alter und daraus, daß der dortige Herzog Friedrich ein schwerk...

6. Part 6

Den ihm unterstellten Beamten gönnte Goethe ziemlichen Ellbogenraum. „Ich suche jeden Untergebenen frei im gemessenen Kreise sich bewegen zu lassen, damit er auch fühle, daß er...

7. Part 7

Unter Philipps Nachfolger war Karl Stadelmann aus Jena einer der wichtigsten; er trat am 1. Februar 1817 seine Stelle als Kammerdiener an, und schon im April läßt er von Jena au...

8. Part 8

Auch das Zeichnen und Malen wurde im klassischen Weimar zuweilen zum gesellschaftlichen Vergnügen. Wir besitzen ein Bild von Georg Melchior Kraus, wo er im Kreise um die Herzogi...

9. Part 9

Leicht und gleichsam ohne Worte verstehen wir uns mit Denen, die ungefähr denselben Lebensweg wie wir gemacht und daher ähnliche Erfahrungen gesammelt haben. Also mit Landsleute...

10. Part 10

Auch in der ersten weimarischen Zeit juckte das unruhige Blut noch in ihm, und der neue Freundeskreis betrieb das Pasquilieren so gern wie die früheren „oberrheinischen Gesellen...

11. Part 11

Ich denke ihn mir gern als Weimaraner und freue mich, daß er der mir so werten Stadt das Verdienst nicht rauben kann, sein Geburtsort gewesen zu sein. Ich denke mir ihn gern als...

12. Part 12

Auf einer Reise nach Italien sollte und wollte er sich von Übeln und Fehlern befreien: in Rom erlöste der Tod den Vierzigjährigen von allen Übeln und Fehlern. Der Vater verbarg...

13. Part 13

Ein andermal schrieb Goethe einem starken Geiste sogar die Kraft zu, den Körper zu einer zweiten Jugend zu zwingen. Er sprach am 11. März 1828 mit Eckermann über einige bekannte...

14. Part 14

Soviel Goethe auch den menschlichen Körper studierte, so hütete er sich doch, in die Aufgaben des Arztes einzugreifen. Zwar schrieb er einmal an Meyer: „Man ist übel daran, daß...

15. Part 15

Aber als Goethe aus Italien wiederkehrte, beklagte Frau v. Stein, daß er sinnlicher geworden sei, in heutiger Sprache: materieller. Er gab sich den natürlichen Neigungen völlige...

16. Part 16

Die Geselligkeit der Entfernten ist der Briefwechsel. Auch die Antwort fordernden Briefschreiber gehören zu den ärgsten Zeiträubern, und wenn Goethe einmal sagt: „Wer für die We...

17. Part 17

Vergebens werden ungebundene Geister Nach der Vollendung reiner Höhe streben. Wer Großes will, muß sich zusammenraffen; In der Beschränkung zeigt sich erst der Meister, Und das...

18. Part 18

Das Beobachten unterwegs hat Goethe zu einer wahren Kunst ausgebildet. Er schalt wohl zuweilen auf das Reisen, weil es so sehr zerstreue und verwirre, neue Bedürfnisse errege un...

19. Part 19

Gegen die Philosophen und ihre „Ideen“ war er gleichfalls sehr mißtrauisch. Schiller hatte ihn zuerst durch sein wüstes Jugenddrama abgestoßen; als dann der Dichter der ‚Räuber‘...

20. Part 20

Wenn Etwas mißlang, so war davon weiter nicht die Rede. Ich dachte oft, wie ich dies oder jenes Verfehlte bei ihm entschuldigen wollte, allein er ignorierte jedes Mißlingen auf...