Austrian literature -- 19th century

Gesammelte Schriften von Marie von Ebner-Eschenbach (3/10)

Kapitel I 1 Kapitel II. 10 Kapitel III. 20 Kapitel IV. 29 Kapitel V. 38 Kapitel VI. 46 Kapitel VII. 63 Kapitel VIII. 77 Kapitel IX. 94 Kapitel X. 110 Kapitel XI. 121 Kapitel XII. 131 Kapitel XIII. 146 Kapitel XIV. 158

Chapters

1. Part 1

Kapitel I 1 Kapitel II. 10 Kapitel III. 20 Kapitel IV. 29 Kapitel V. 38 Kapitel VI. 46 Kapitel VII. 63 Kapitel VIII. 77 Kapitel IX. 94 Kapitel X. 110 Kapitel XI. 121 Kapitel XII...

2. Part 2

Die kleine Familie verlebte damals eine herrliche Zeit. Eine Zeit voll beseligenden Friedens und erfolgreicher Thätigkeit. Feßler war mit der Vollendung eines Chronometers besch...

3. Part 3

Lotti fühlte den Blick auf sich ruhen, mit dem fast alle jungen Männer, denen sie zum ersten Male begegnete, sie ansahen; den Blick, der deutlich fragt: Was willst Du in der Wel...

4. Part 4

Kurze Zeit, nachdem Lotti diesen Entschluß gefaßt, schien Hermann ganz zu ihr zurückzukehren. Er hatte eine große Täuschung erlitten, er fand Trost bei ihr, die seinen Schmerz t...

5. Part 5

Er fiel sogleich in den heitern Ton ein, den Lotti angestimmt hatte. Erst die Frage, die sie an ihn stellte, wie es denn komme, daß sie ihm seit Jahren nicht einmal mehr auf der...

6. Part 6

Der Alte folgte dem Beispiel seiner Tochter und rief in Begeisterung: »Schau, schau! Es giebt doch nichts Schöneres, als ein schwarzes Seidenkleid ... Aber Falten muß es haben,...

7. Part 7

»Und der Zweck Ihres Besuches, wenn man fragen darf?« Sie wandte sich um und sah spöttisch fragend zu ihm nieder, der sich bei ihrem Eintreten erhoben, jetzt aber seinen frühere...

8. Part 8

Und dennoch! Durch diese unreine Atmosphäre, diese matte, erschlaffende Luft, durch dieses fahle Farbenspiel der Fäulniß, brach es manchmal herein wie ein zitternder Strahl sonn...

9. Part 9

Er hielt einige Blätter des Manuscriptes über die Lampe, sie entzündeten sich; er schwang die Schrift hoch in der Luft, um sie in hellen Brand zu setzen und warf, nachdem dies g...

10. Part 10

Endlich brauste die Locomotive in den Bahnhof und das Erste, was Lotti erblickte, war Gottfrieds lange Gestalt. Er stand an die Mauer gelehnt -- ein Bild der Hoffnungslosigkeit...

11. Part 11

Eines Abends -- es war kurz nach der Promenade unter dem seidenen Dach ihres Collegen Bretfeld -- bemerkte sie, daß ihr vom Ausgang des Palais Meiberg bis in die Nähe ihrer Wohn...

12. Part 12

Er lachte, und in der Art seines Lachens lag etwas, wodurch sich Claire befremdet fühlte. »Allerdings,« fuhr Arnold fort, »fand der martialische Componist ein Publicum, das ihn...

13. Part 13

Der Graf munterte seine Töchter auf, sich ein Beispiel an ihr zu nehmen. »Laßt Euch auch einmal Etwas einfallen, über das ich lachen kann,« sagte er ihnen. »Lernt was von der Cl...

14. Part 14

Diesem ersten Erfolge Claires schloß eine ganze Reihe von Erfolgen sich an, und wenn auch Niemand im Hause Meiberg ahnte, wie schwer sie errungen wurden, so fiel es doch Keinem...

15. Part 15

Da saß der wohlbekannte Kreis in der wohlbekannten Weise. Auf dem altmodischen, mit rothem Brocat überzogenen Canapé die alte Tante Johanna, in silbergrauem Taffet mit einer gew...

16. Part 16

Unweit von dem Hause, dem er zuschritt, wurde er von einem Miethwagen überholt, der vor dem Thore desselben anhielt. Langsam öffnete sich der Schlag, eine kleine Greisengestalt...

17. Part 17

Klemens war nicht im Reichthum, sondern als ein aussichtsloser Sprosse der gänzlich unbegüterten jüngeren Linie Eberstein geboren worden. Von Kindheit an für die militärische La...

18. Part 18

Der Ball, auf dem Fürst Klemens eine entscheidende Wendung seines Schicksals zu erleben hoffte, ging zu Ende; er war der letzte und zugleich der glänzendste dieser Saison. Maria...

19. Part 19

Am folgenden Tage kam er früher als gewöhnlich und fand Thekla allein. Sie saß auf dem Platze ihrer Mutter in dem kleinen braunen Salon, ihre Arbeit im Schoße. Sie hatte sich ab...

20. Part 20

Verwirrt und fassungslos, wie ein ertappter Verbrecher, wandte sich Kamnitzky ab. Er war durchschaut. Sein prächtig angelegter Plan gescheitert! ... Wie hatte er sich alles so s...

21. Part 21

Der Rest des Abends verfloß scheinbar auf das angenehmste. Paul wurde heiter und gesprächig. Thekla, anfangs zurückhaltend, stimmte in den fröhlichen Ton ein, den er angeschlage...

22. Part 22

Paul meinte, das könne man doch nicht wissen, aber daß es hier nicht aussehe, wie sich's gehöre, sei allerdings ausgemacht. In der That, darüber konnte kein Zweifel herrschen. D...

23. Part 23

Er hielt inne, dunkelroth und keuchend, und fuhr sogleich wieder heftig fort: »Bevor dieses Kampf-ums-Dasein-Evangelium ausgerottet ist, heißt all' Eure Thätigkeit _salva venia_...