Category: Biographies

Gedankengut aus meinen Wanderjahren. Erster Band

Und während ich dies sagte, erinnerte ich mich dabei an jene japanische Dichterin, die, um die nötige Weihe für ein großes Werk zu empfangen, sich in einen Tempel einschließen ließ und nachts in dem einsamen Tempelraum auf dem Deckel eines Gebetbuches die Niederschrift ihrer d...

Chapters

5. Part 5

Und er würde die Festvorstellung, bei der er mitwirken sollte und bei der er Freude geben und Freude ernten sollte, verwünschen und sie als eine _Plage_ verfluchen. Und er würde...

8. Part 8

Die Gartenterrasse, die sich haushoch an jener Ecke, wo ich stand, über den Bergabhang erhebt, war ein guter Aussichtsplatz, und man konnte sich hier leicht Herr der ganzen Welt...

6. Part 6

Ein Gedicht, ein Gemälde, eine Bildsäule, ein Musikstück -- das sind Leben, die sich dir zum Wechsel bieten, zum Ausruhen von der Wirklichkeit und zum Vorbereiten für dein Fest...

20. Part 20

Die Stille machte die Menschen auf den Inseln hellsehend. Denn alle, die auf den todstillen Inseln wohnen, sie sind so nahe Nachbarn des Todes, daß sie seine Geschöpfe kaum noch...

21. Part 21

Endlich näherten wir uns einer der Inseln, nachdem wir eine Lücke in der umgebenden Brandung entdeckt hatten, eine Lücke in der weißen Schaumhecke, wo das Wasser stiller war. Es...

16. Part 16

Ich wußte von Schweden aus meiner Geographiestunde kaum noch die Hauptstadt zu nennen. Wir in Bayern verwechselten damals, wie ich das öfters später noch erlebte, fortwährend Ch...

18. Part 18

Freitags war der Begräbnistag. Am ersten Freitag meines Aufenthaltes dort wußte ich das nicht. Als ich ahnungslos, am Giebelfenster sitzend, von meinem Buch zufällig aufsah, hör...

3. Part 3

„Und übrigens ist es gar nicht wahr, daß, ehe wir in jener Sternennacht auf dem Steinberg auf Atomkraft zu sprechen kamen, Sie sich noch immer einen Gottvater mit einem weißen B...

17. Part 17

Auch diese Wahrnehmung machte mir Schweden lieb. Die Ruhe und Breite, mit der jeder einzelne Mensch seine Lebenstätigkeit nahm, diese Art tat mir wohl. Ich war als Bayer gewöhnt...

9. Part 9

Im gleichen Augenblick blendete uns ein greller Blitz, den ich in den Augen meines Freundes sich widerspiegeln sah, und zugleich schien die Erde, wie lebendig geworden, sich zu...

7. Part 7

Mal wollen sie dich mit Gedankensendungen unterhalten, mit Gefühlserinnerungen; mal wollen sie dich durch Gedankeneingabe um Hilfe bitten, daß du tätig wirst und ihnen beispring...

19. Part 19

Dieses erzählte mir der Schwede, während wir jetzt im schönsten Morgensonnenwetter an dem Inselstein vorüberkreuzten. Und es war mir wunderbar, auszudenken, daß Steine aus dem M...

1. Part 1

Und während ich dies sagte, erinnerte ich mich dabei an jene japanische Dichterin, die, um die nötige Weihe für ein großes Werk zu empfangen, sich in einen Tempel einschließen l...

15. Part 15

Dieses Nebeneinanderherdenken war eigentlich ganz nach meinem eigenen Wesen und Geschmack. Erlebt hatte ich das aber noch nicht bei einem Fremden. Der Zeitbegriff hörte beinahe...

2. Part 2

Die einen stört das Kindliche an der Dichternatur, das alles miterleben möchte. Die anderen stört das Greisenhafte an der Dichternatur, das tiefe und aufrichtige Betrachten und...

4. Part 4

Es waren das meistens Übungen, wie ungefähr Kinder in der Fibel zuerst Silben lesen und Silben schreiben lernen, ehe sie ganze Worte, Sätze oder Aufsätze bilden dürfen. Ich schu...

13. Part 13

Alle großen Gemälde über den Altären und die Altäre selbst und die Altarstufen waren, wie das immer in der Karwoche ist, mit tiefvioletten Tüchern zugedeckt. Und durch die Weihr...

10. Part 10

Körner und Kleist, Hauff und Mörike, Uhland und Rückert, Heine und Klopstock, ihre Bücher waren gütig und ehrwürdig und von der Vergangenheit geheiligt und gaben dem Zimmer, in...

11. Part 11

Aber in jener Zeit, die ich meine, hatte man für den jungen Dichter in den Gesellschaftskreisen entweder ein mitleidiges Achselzucken, oder ein solch junger Geist wurde kurzweg...

14. Part 14

Da ich sehr wenig Menschenverkehr suchte und mich immer mit Plänen und Gedanken trug, die ich abends auf den Spaziergängen mit meinen zwei Freunden besprach, so prägten sich bal...

12. Part 12

Diese Menschen, unter denen ich Reis und Gemüse aß -- weil mein Geld nicht für Fleischspeisen reichte, da ich mir nur abends ein wenig Wurst gönnen durfte -- diese schlanken, du...

22. Part 22

Die dänischen Kornfelder, über denen die Windmühlen einförmig sich auf- und niederdrehten, kamen mir einfältig, nützlich und langweilig vor nach der prächtigen Granitdüsterkeit...