Category: Novels

Die große Gauklerin: Ein Roman aus Venedig

Wie der Graf Ettore Priuli die Treppen des Hotel Danieli herunterging, kam er sich gedemütigt und lächerlich vor. Er mußte sich Gewalt antun, um die sorglose Haltung, die scharmante Liebenswürdigkeit des Gesichtsausdruckes zu wahren, die ganz Venedig an dem schönen Priuli kann...

Chapters

15. Part 15

Ein paar Minuten blieb es bedrückend still. Dann öffnete Elisabeth langsam die Augen, errötete, als sie auf Lissignolo fielen, ließ sie über ihn weggehen in die Weite des Zimmer...

14. Part 14

Dem Fürsten die Söhne zu entfremden, -- das war ihr Ziel all die Jahre her gewesen. Darum war sie bei ihm geblieben, darum hatte sie sich selbst seit Jahren der Gegenwart ihrer...

6. Part 6

»Törichtes, kleines Ding! Was wißt Ihr und Eure Männer daheim von Liebe? Was Liebe ist, und wie eine Frau geliebt werden muß, das wißt Ihr in Deutschland nicht, das wissen nur w...

16. Part 16

Er erzählte, daß es ihm in den letzten Monaten nach langem Studium endlich gelungen war, einen neuen Schiffskesseltyp für Handelsschiffe zu konstruieren, der ihren Kohlenverbrau...

10. Part 10

Und als Elisabeth eifrig bejahte, als sie von den Entzückungen sprach, die sie in dieser Stadt seit dem ersten Tag gefunden hatte, wurde das Gesicht der Fürstin kälter und eine...

8. Part 8

Weder die Bahnstrecke noch die Wagenfahrt boten Reize. Die Gegend war eintönig, flach, zum größten Teil von Oliven und Mais bestanden, zwischen die sich immer wieder schwarze, i...

18. Part 18

Ettore hatte zum Schluß sehr liebenswürdig, beinahe galant gesprochen, so als ob sein unwirsches Wesen von vorhin ihn reute. Elisabeth, an Freundlichkeit von ihm kaum mehr gewöh...

17. Part 17

»Man muß ihm den Gedanken eben plausibel machen, natürlich mit Geld plausibel machen! Sagen Sie ihm, er soll den Dienst quittieren, und deponieren Sie für ihn auf einer Bank in...

11. Part 11

»Du darfst das alles nicht so tragisch nehmen, liebe Mama! Eleonore hängt doch so sehr an Dir und wäre sicher sehr unglücklich, wenn sie sich von Dir trennen müßte. Aber nicht w...

2. Part 2

Ettore wollte eben feststellen, daß die Musterung dieses Dampferpöbels sehr unergiebig gewesen sei, als ihm ein Paar auffiel, das fast als letztes den Dampfer verließ. Es war ei...

5. Part 5

Am Tag des Blumenkorsos bot der Canal Grande ein prächtiges Bild. Von den Fenstern aller Paläste hingen purpurfarbene oder golddurchwirkte Prunktücher hernieder, zwischen den Sc...

7. Part 7

Ganz plötzlich war ihr dies Wort mit seinem animalischen Dunst in den Sinn gekommen, und sie hätte es ihm ins Gesicht gesagt, wenn sie gewußt hätte, wie es auf italienisch hieß....

3. Part 3

»O sag' nicht ›gewöhnt‹! Gewöhnen kann man sich an alles mögliche, aber an Venedig nie, nie ... Mir kommt's schon immer so töricht vor, daß man hier essen und schlafen muß, wie...

13. Part 13

»Du glaubst ja gar nicht, wie glücklich mich Dein Brief gemacht hat und wie gern ich ihm und Dir folgen würde, aber es geht doch nicht. Es geht schon ganz einfach deshalb nicht,...

12. Part 12

Die Ehe Priuli sah nach außen noch ziemlich tadellos aus, war aber in Wirklichkeit nichts mehr als eine Fassade, hinter der die Gatten sich unbemerkt immer weiter voneinander en...

9. Part 9

»Ja, freilich, Ihr habt's gut. Deine arme Mutter hat's nicht so gut gehabt! Das war ein ewiges Rechnen und Sorgen und Erschrecktsein vor unerwarteten Ausgaben, und die gute Frau...

4. Part 4

Halblaut, als stünden sie an geweihtem Ort, tauschten sie bewundernde Bemerkungen über Einzelheiten der Technik und der Wirkung aus, aber nicht gar viele, denn sie fühlten beide...

1. Part 1

Wie der Graf Ettore Priuli die Treppen des Hotel Danieli herunterging, kam er sich gedemütigt und lächerlich vor. Er mußte sich Gewalt antun, um die sorglose Haltung, die scharm...

19. Part 19

Der älteste Sohn, Luigi, der dank seinem väterlichen Namen und seinem mütterlichen Reichtum in der englischen Hocharistokratie fast wie ein eingeborner Lord betrachtet wurde, wa...