Category: Adventure

Die Buben der Frau Opterberg

»Ein Steinadler!« flüsterte der andere Knabe und packte in der Erregung fest des Freundes Hand. Die Köpfe weit in den Nacken gebogen, die Schultern aneinandergepreßt, starrten die Knaben in den blaublanken Frühlingshimmel. Bewegungslos standen sie, und ihre tiefen Atemzüge kam...

Chapters

1. Part 1

»Ein Steinadler!« flüsterte der andere Knabe und packte in der Erregung fest des Freundes Hand. Die Köpfe weit in den Nacken gebogen, die Schultern aneinandergepreßt, starrten d...

2. Part 2

Da lachten sich die schlanken Knaben fröhlich an und wollten alsbald mit hundert Fragen kommen, aber es war ein lautes Lärmen, Gelächter und Durcheinanderschreien in dem Wirtssä...

3. Part 3

In dem rotbraunen Gesichte Opterbergs blitzten die Augen wie helle, heiße Flammen. Die Ellenbogen aufgestemmt, saß er und lauschte. Vor ihm gaukelten die Bilder der Erinnerung....

4. Part 4

Arnold Opterberg ging in großen Schritten. War er doch so weit über das Possenreißen hinausgewachsen an Frau Christianes Seite, daß er die tötende Lächerlichkeit fühlte? Er zog...

5. Part 5

Frau Christiane hatte während des Gespräches nicht die geringsten Gewissensbisse empfunden, daß sie den wählerischen und großtuerischen Schlemmern zu Reichenau nicht mit der Zec...

6. Part 6

Nein, wehleidig wurden sie nicht an diesem Abend im Opterberghause. In der fensterreichen Giebelturmstube hatte der Hausherr den Tisch gerichtet, und während die Gläser aneinand...

7. Part 7

»Sag uns noch ein paar Wörtel von dem da drunten,« bat Martin Opterberg, und Christoph Attermann bat wie er, und die übrigen sprachen es mit. Und während sie standen und schaute...

8. Part 8

Weiter, weiter. Im jubilierenden Morgenerwachen, in sengender Sommersonne. Durch endlose Wälder, die dennoch viel zu klein, hinauf auf die steilen Höhen, die dennoch viel zu nie...

9. Part 9

»Narr du. Hast du schon einmal für Geld gearbeitet und arbeiten müssen? Oder haben dir Vater und Mutter das Tischlein des Lebens gedeckt? Bevor du nicht den ersten selbstverdien...

10. Part 10

»Mutter, das Kind! Und ich war schon gebrüht und gebeizt durch sieben Studentensemester in Freiburg und Darmstadt und das Pionierjahr in Mainz, das auch nicht lauter Katechismus...

11. Part 11

Und wieder war Martin Opterberg in die Welt, in die es ihn, wie einst seinen Vater, zog. Doch wanderte er nicht wie Herr Arnold mit schwärmenden Augen und müßigen Händen, er wan...

12. Part 12

Da nahm er sie in die Arme und küßte die kühlen Schultern und den kühlen Nacken, und sie entglitt ihm wie eine geschmeidige Otter und war unter Wasser verschwunden. Wenige Minut...

13. Part 13

An einem Abend, als der Zufall sie alleingelassen hatte, entwarf Martin Opterberg seiner Frau in großen und klaren Zügen ein Bild seines Werkes, seiner Verpflichtungen und seine...

14. Part 14

»Wie selbstsicher sie ist, Christoph, und wie schlicht. Ich freue mich mit dir über die Helle in deinem Haus. Die stammt alleweil noch von dem Sonnenkrönlein in ihrem Haar.« Und...

15. Part 15

»Nein,« sagte der Professor, »auf diese Weise ist die Unterhaltung doch wohl nicht zu führen: ein Bündel Kleider, eine Handvoll Schmuck. Sie scheinen sich nicht darüber klar zu...

16. Part 16

»Du brauchst es nicht erst zu werden. Du bist es. Seit du auf unseren Wanderungen unsere Teilhaberin warst. Aber du müßtest dein ärztliches Tätigkeitsfeld verlegen und hast es d...

17. Part 17

Wo war dieser stille, dieser liebesstarke, dieser ruheausgießende Abend? Hundertmal griff Martin Opterberg, griff Christoph Attermann nach der flatternden Erinnerung, um ein Fet...

18. Part 18

»Ist das so schwer? Liegt das so weltenweit ab? Schau dich einmal um, Freund. In den Berliner Kriegsgesellschaften sitzen die Unabkömmlichen zu Tausenden, junge, wohlgenährte, h...

19. Part 19

»Gut, daß nun die letzte Abrechnung aufgestellt wird. Die Schlußrechnung. In der Heimat fangen sie an, Schwierigkeiten zu machen. Aber in Frankreich machen sie schon längst Schw...

20. Part 20

»Daß es nicht der Zorn tat, hab’ ich mir schon selber denken können. Horch, da kommt der Bader. Ich hör’ sein hungriges Scherengeklapper. Deinen Winteranzug hat die Linde aus de...

21. Part 21

Die Zeit hatte Frau Christiane Opterberg nichts anzuhaben vermocht. Wohl war der Schein ihres strohgelben Haares ein wenig matter geworden, aber immer noch krönte es in schwerer...

22. Part 22

»Ich bin wie ein mißtrauischer Hund. Ihr müßt mir das schon verzeihen. Aber wer das durchgemacht hat in der Gefangenschaft« -- er ballte wie im Krampf die unförmig gewordenen Hä...

23. Part 23

»Rühren Sie hier keine Planke an,« sagte der Meister gelassen. »Ich wiederhole Ihnen und den Leuten da allen: wir sind alle mitbeteiligt am Werk und wissen deshalb unser Eigentu...

24. Part 24

»Martin,« sagte sie leise, »als Christoph Attermann in seiner starken Treue kam, um mich zum Weib zu wünschen, da hab’ ich ihm auf seine männliche Frage nach dir geantwortet: Ic...

25. Part 25

_Althof, Paul_ (Alice Gurschner), Die wunderbare Brücke und andere Geschichten M. 7.-- --„-- Das verlorene Wort. Roman „ 7.-- _Andreas-Salomé, Lou_, Fenitschka -- Eine Ausschwei...

26. Part 26

Gebunden _Auerbach, Berthold_, Barfüßele. 44.—46. Taus. M. 2.50 --„-- Auf der Höhe. Roman. 2 Bände „ 20.-- --„-- Das Landhaus am Rhein. Roman. 2 Bände „ 20.-- --„-- Spinoza. Ein...