DE Prosa

Der Roman eines geborenen Verbrechers Selbstbiographie des Strafgefangenen Antonino M...

Dieses Buch kann und soll nicht nach gewöhnlichen Gesichtspunkten beurteilt werden: Der Titel Roman ist subjektiv gerechtfertigt, insofern die Empfindung, welche den Helden dieser Blätter veranlaßte, sie zu schreiben, sicher nicht von der verschieden ist, welche viele zeitgenö...

Chapters

14. Part 14

In meiner Kompagnie war ein Landsmann von mir, Namens Antonio P..., genannt Catanzaro, der noch am Leben ist und die Wahrheit meiner Erzählung bezeugen kann: ich versuchte jedes...

7. Part 7

Es konnte ungefähr sechs Uhr sein, als eine Abteilung Soldaten mit aufgepflanztem Gewehr und Karabinieri das Haus umstellten. Die Thür unseres Zimmers öffnet sich, es tritt der...

20. Part 20

Zunächst begegnete mir mein Bruder und seine würdige Gattin, wie seine Söhne mit Liebe. Wir aßen zusammen, und ich schlief in einem mir gehörigen Zimmer, das seiner Wohnung bena...

8. Part 8

Ich begab mich wieder zu meinen Gefährten und erzählte ihnen mein Abenteuer im Gefängnis zu Foggia, wobei ich nicht die fünf Lire vergaß, die ich dem falschen Picciotto gegeben...

10. Part 10

»Rauchen! Tabak und Cigarren sind hier streng verboten; in den Anstalten darf nicht einmal der Direktor rauchen, wir nicht, keiner, auch nicht Viktor Emanuel II. Wenn Sie Schnup...

6. Part 6

Ich mühe mich ab, einen Begriff davon zu geben, aber es würde die Feder eines Eugène Sue oder eines Francesco Mastriani nötig sein, um hundert dicke Bände zu schreiben, um die L...

15. Part 15

Man brachte mir meine Kleider, ich kleidete mich an, zwei Karabinieri begleiteten mich zur Polizeistation; dort stand ein offener Wagen bereit, und daneben zwei andere Karabinie...

18. Part 18

So waren meine Hoffnungen zerstört und ich mußte mich in das Geschick fügen. Ich wurde nach Rom geschickt, um in der Druckerei des Kommandos der Strafabteilung zu arbeiten. Es w...

17. Part 17

»Morgen ist Sonntag,« sagte der Hauptmann, »ein Festtag für Euch. Ihr werdet Euch zusammenthun, jeder giebt einen Lire, Herr Lieutenant G... hat Befehl, für Euch ein Festmahl zu...

19. Part 19

Tags darauf wurde mir bekannt gemacht, daß ich vor ein Kriegsgericht gestellt werden würde und nach einigen Tagen, die mit Schmähungen seitens des gottverfluchten Hauptmanns Ale...

11. Part 11

Der arme Wächter mit dem beschmierten Gesicht warf das Tuch empört auf den Korridor und wischte sich das Gesicht, die Hände und die Brust ab. In der Werkstatt wurde viel über da...

16. Part 16

»Ja, ich erinnere mich, daß ein Korporal hier war, der mich eine Zeile auf ein Blatt Papier schreiben ließ; dann mußte ich die Adresse auf ein Couvert schreiben, den Namen weiß...

9. Part 9

»Wenn ich nicht Dieb aus Beruf wäre, würde ich es aus Neigung sein. Ich habe alle Vorteile und Nachteile der anderen Berufszweige gegen einander abgewogen und gefunden, daß das...

13. Part 13

Beim Anblick einer solchen bewaffneten Macht ward ich bestürzt und wußte nicht, was geschah; ein Sergeant ließ mich in den Wagen hinein und nahm an meiner Seite Platz, die beide...

5. Part 5

Den moralisch Irren fehlt dieser kritische Sinn, die Intelligenz gehorcht den Impulsen und hemmt sie nicht, sie dient ihnen gern und sucht sie zu rechtfertigen. Sie töten -- und...

12. Part 12

Nach diesem niederträchtigen Streich nimmt der Wächter das Schlüsselbund und will sich auf mich stürzen, ich trete einen Schritt zurück, nehme eine Fechterstellung an und reiße...

4. Part 4

Genau gesprochen halten wir ihn befallen von Formen des instinktiven Verbrechertums, des moralischen Irrsinns, des Verfolgungs- und Größenwahns, welche alle, obgleich ursprüngli...

1. Part 1

Dieses Buch kann und soll nicht nach gewöhnlichen Gesichtspunkten beurteilt werden: Der Titel Roman ist subjektiv gerechtfertigt, insofern die Empfindung, welche den Helden dies...

3. Part 3

Deshalb ist kein Zweifel, daß man in M... eine Disposition zum Verbrechen annehmen muß, die an seine Konstitution gebunden ist. Es giebt keinen Fall, an dem man besser zeigen ka...

2. Part 2

Es war ein Sonntag, und Antonino M... pflegte alle Sonntag seine Familie, die er leidenschaftlich liebte, in Tropea zu besuchen. Diesen Sonntag blieb er in Parghelia; er wollte...

21. Part 21

[69] Dieser Brief des Antonino M... bildet ein merkwürdiges und wichtiges psychologisches Dokument. Zwar giebt ihm der Bruder eine ziemlich einfache Deutung, daß er nämlich dazu...