DE Prosa

Der Dunkelgraf

Sei den Edlen genaht, niemals gesellt zu den Niedern, Strebst du zum Ziele des Wegs, oder des Handels Geschäft. Gut ist Edler Thun und gut sind ihre Gespräche, Aber Geringer Geschwätz führen die Winde dahin.

Chapters

14. Chapter 14

Ich glaube, versetzte Leonardus: mein Vater und meine Mutter rissen sich alle Haare aus, so viel sie deren noch haben, wenn sie erführen, daß ihr einziger Sohn, der Erbe des Hau...

26. Chapter 26

Wie -- er liebt, er betet an, wie diese glühende Sprache seines Briefes bekundet -- und will doch fort, aus zartesten Rücksichten? Das ist mir ein Räthsel! sprach Leonardus zu s...

15. Chapter 15

Und was mich marterte und quälte in jener bangen, angstvollen, verhängnißvollen Stunde, fügte nun wieder Ludwig hinzu: das durft' ich dir und Angés damals ja gar nicht sagen, de...

33. Chapter 33

Eine Obligation, nahm Brünings hastig das Wort, welche der gnädige Herr sehr gut ausstellen kann, da ausdrücklich bedungen ist, daß diese Summe nicht verzinst, auch weder von de...

24. Chapter 24

Es war nichts wie Spott und heimlich verhaltener Groll in den Worten Vincenz Martinus, allein Leonardus machte ihm nicht die Freude, sich darüber ärgerlich zu zeigen, vielmehr n...

18. Chapter 18

Nach einiger Zeit, fuhr Angés erglühend und fast flüsternd fort: gebar die fremde bei uns wohnende Dame dieses schöne Kind. Die #Sage-femme# wurde durch Geld schweigsam gemacht,...

43. Chapter 43

Obschon der Graf der Außenwelt stets rege Theilnahme widmete, so mußte er doch mehr und mehr wahrnehmen, wie Nichts Dauer hat auf Erden. Ohne der früheren Freunde zu gedenken, d...

38. Chapter 38

»Meine Frau empfiehlt sich Ihnen und läßt gehorsamsten Respect vermelden. Der schreckliche Tod der armen Angés hat uns Beide außerordentlich erschüttert. Sie war zu gut für dies...

25. Chapter 25

O, gerechter Gott, es war schrecklich und jammervoll, Windt! rief Frau Juliane schluchzend und von schmerzlicher Erinnerung bewegt aus: wie du, so wie du gingst und standest, da...

23. Chapter 23

Ihr Thomson ist ein demokratischer Visionär, erwiderte Prinz Talmont: er hat ja die liebe Freiheit in einem Lehrgedicht besungen, daraus sich noch viel Anderes gegen uns würde a...

39. Chapter 39

O Himmel, Sophie! Sie geben mir das Leben wieder! rief der Graf freudig bewegt und führte ihre Hand an seine Lippen. Ich zitterte Ihrer Entscheidung entgegen, und wollte Sie nic...

5. Chapter 5

Dort stieg der junge Graf mit Philipp ab, damit der Knecht des Bauern die Füße der Pferde ein wenig wasche und reinige. Ludwig erging sich in seinen Gedanken, die auf's Neue brü...

20. Chapter 20

Mein Name ist Clement Aboncourt, mein Geburtsort Saarlouis; mein Vater war Friseur, ich wurde Schneider. Mein Meister war Theaterschneider, das brachte mich zeitig auf die Brett...

22. Chapter 22

Mit zwanzig Jahren ist mancher junge Mann noch Nichts, versetzte die Reichsgräfin, wenn das Leben ihn nicht recht zeitig in seine rauhe Schule nahm. Das war bei meinem jüngsten...

27. Chapter 27

Pah, lachte Leonardus, indem er das Blatt an Windt zurückgab. Eine Zeitungstirade von einem holländischen enragirten Parteimann, und darüber können Sie sich ärgern? Was hätten d...

2. Chapter 2

Auf Wiedersehen beim Abendessen, meine Herren! rief der Graf, worauf Brünings und Wippermann sich in das anstoßende Zimmer zurückzogen, Windt aber durch die Hauptthüre abtrat, n...

35. Chapter 35

Ach! schrie Angés auf, und fuhr mit der Hand nach der Stelle ihres Herzens; war es ihr doch, als empfinde sie selbst einen Stich, so ergriff sie diese Sage, im Bunde mit der Eri...

32. Chapter 32

Sieht er nicht wieder trefflich aus, unser guter Herr Leonardus? fragte der Kammerdiener Angés. -- Ja ja, hat sich recht erholt. Sie lächelte schmerzlich über den Irrthum des gu...

31. Chapter 31

Man begab sich in die Stube des Pfarrers, in deren Mitte eine Bütte stand, welche mit Wein gefüllt war. D'Hautpoule war sehr artig gegen den Besuch aus Hildburghausen; er lud di...

37. Chapter 37

Ich lag auf Kundschaft, berichtete dieser, hatte nachgeforscht, wie es um jenen Hallunken stände, den Mörder der guten Angés, und ob er schon gerichtet sei. Hat sich was -- geri...

28. Chapter 28

Ich wartete noch, um Beiden nicht gleich auf dem Fuße zu folgen; da sah ich einen bejahrten Mann aus dem Hause treten, augenscheinlich einen Kammerdiener. Angés und das Kind sch...

44. Chapter 44

Es war nicht Alles formell hergegangen bei diesem Begräbniß. Sophiens Hülle ruhte schon im kühlen Erdenschooße, als erst Anzeige, und zwar die zufällige durch einen Kreisgericht...

7. Chapter 7

Ottoline, sprach er dumpf: es wendet mir das Herz im Busen um, zu erleben, was ich heute und gestern erlebt, daß ich kommen muß und sehen, wie meine Gemahlin den geheiligten Pok...

17. Chapter 17

Anders sah es aus in der Herrlichkeit Doorwerth, aber nicht besser. Die Gefahr wuchs von Stunde zu Stunde. Die Engländer, welche Windt nie anders als »saubere Alliirte« nannte,...

29. Chapter 29

Als für Doorwerth wieder eine ruhigere Zeit eingetreten war und Leonardus Befinden sich in Etwas gebessert hatte, begleiteten die Freunde Windt auf der kleinen Erholungsreise, d...

6. Chapter 6

Da nahte diesem Paare der Kutscher und stürzte in die Kniee vor den beiden Gebietern: Gnädigste Frau Gräfin, gnädigster junger Herr, üben Sie Barmherzigkeit und verzeihen Sie mi...

8. Chapter 8

Es war in der That so, wie Fluit gesagt; der junge Graf schrieb eine leichte fließende und dabei doch sichere Hand, und der junge Kaufmann keine kaufmännische, sondern eine, der...

40. Chapter 40

Mitunter gab es auch Tage, an welchen die Postpferde schon zu sehr früher Morgenstunde vor dem Hause sein mußten; Philipp half dieselben rasch an den Wagen des Grafen spannen un...

13. Chapter 13

Aufzüge waren es, welche die wühlenden Massen in Stocken brachten und für welche der Raum im Garten und am Seine-Ufer hin freigehalten wurde. Da zogen Jungfrauen auf das Schönst...

11. Chapter 11

Die Freunde machten in Begleitung Angé's und der kleinen Sophie einen Lustritt und eine Lustfahrt durch Amsterdam; Leonardus wollte ihnen doch so manches Merkwürdige und Schöne...

42. Chapter 42

Ich werde dir diese äußerst verwickelten Verhältnisse in gedrängtester Kürze mittheilen, meine theuerste Freundin, antwortete Ludwig. Es sind sehr viele Schriften darüber vorhan...

30. Chapter 30

Manchen Scherz hatten Herr und Diener auf ihren mannichfaltigen Reisen dadurch, daß sich die Leute weit mehr darüber die Köpfe zerbrachen, wer und woher der Diener eigentlich se...

12. Chapter 12

In der That zum Lachen! nahm der englische Vice-Admiral das Wort. Wenn es nicht deine Frau ist, so bin ich äußerst neugierig auf die schöne Verwandte! Denn wer von uns hat denn...

34. Chapter 34

Nun öffne lieber Ludwig, und schaue das Andenken an, das ich und Ottoline, die mich in ihrer Sterbestunde bat, dir dieses Kleinod zu gönnen, dir bestimmt haben, ein Andenken an...

10. Chapter 10

Ein Plan ward rasch entworfen; Leonardus wollte zuerst das älterliche Haus begrüßen, den Besuch des Freundes anmelden, diesen dann selbst einführen, dann mit ihm zurückkehren un...

9. Chapter 9

Ihr Mann hatte, von loyalem Gefühl beseelt, die kaufmännische Feder mit den Waffen des Kriegers vertauscht, er war Bürger-Soldat und hatte, vorher ein glatter, gewandter, ja sel...

16. Chapter 16

Meine Mutter schreibt mir, sprach Angés, daß sie Gott auf den Knieen gedankt habe, wieder Nachricht von mir zu erhalten. Von le Mans aus seien nur Schilderungen voll Härte und R...

4. Chapter 4

Lass' das jetzt, sprach die Gräfin. Entdecken kann und darf ich dir nichts, mein geliebtes Kind! Du mußt das Dunkel deiner Geburt mit dir nehmen als deinen Schatten, denn ich bi...

36. Chapter 36

Wir waren eben im Einsteigen begriffen, berichtete dieser: als der Wagen des Herrn Grafen wegfuhr. Die Jungfer saß bereits auf dem Rücksitze, Angés wollte gleichfalls einsteigen...

21. Chapter 21

Schnell und rasch war die Wendung in Ludwig's Schicksal; Leonardus, der des Freundes Gefühle so innig theilte, willigte mit Freuden ein, denn auch ihm konnte das Leben, wie es j...

1. Chapter 1

Sei den Edlen genaht, niemals gesellt zu den Niedern, Strebst du zum Ziele des Wegs, oder des Handels Geschäft. Gut ist Edler Thun und gut sind ihre Gespräche, Aber Geringer Ges...

3. Chapter 3

»Wie ich mit der Anordnung des Ennerischen Katalogs zufrieden sei? -- Sehr schlecht -- altväterische Art beibehalten, -- strotzt von unendlichen Fehlern, und zwar von einer Art,...

19. Chapter 19

Indessen dergleichen geht auch vorüber; es währte gar nicht lange, so war Alles im besten Zuge; die hohen Herren tafelten vergnügt, manche unterhielten sich sehr lebhaft, andere...

41. Chapter 41

Die wirthschaftliche Einrichtung wurde nun nach einem wohlüberdachten Plane geordnet und geregelt: da aber dieselbe von den einfachen ländlichen Bedürfnissen der Bewohner des Do...

45. Chapter 45

Auch sein Ziel war nahe, näher als er selbst glaubte; gleichwohl versäumte er nicht, Alles vollends zu vernichten, was noch zu vernichten war, die Briefe der Großmutter, die Bri...