Category: Travel Writing

21 Jahre in Indien. Erster Theil: Borneo.

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1899 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert.

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1899 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnlic...

2. Part 2

Wenn auch in der Regel die indischen Mosquitos nur Abends und in der Nacht dem Menschen lästig werden, so ist dies doch nur in den Häusern der Städte der Fall; wenn man jedoch a...

3. Part 3

Die Trachten der Chinesen, Araber, Malayen, Javanen, Dajaker, Bekompeyer, Buginesen und der Europäer geben auch hier ein kaleidoskopisches Bild, und wenn hin und wieder eine ban...

4. Part 4

Dr. Fiebig verurtheilt nämlich den Gebrauch des Alkohols in jeder Form, zu allen Zeiten und unter allen Verhältnissen, d. h. er findet den Alkohol auch in der Hand des Arztes ni...

5. Part 5

Eine ähnliche Grosssprecherei mit etwas komischem Beigeschmack hörte ich acht Jahre später in Wien. Ich war auf meiner Urlaubsreise in Wien und stand mit einigen Philologen und...

6. Part 6

Eines Tages stand ich vor der Palissade und liess meinen Blick über die Ufer des Baritu schweifen; das Wasser war sehr niedrig; 15 Meter war der Fluss seit früh gefallen; die Sc...

7. Part 7

Im Allgemeinen tritt in Borneo die trockene Zeit (der Ost-Monsun) viel später ein als auf Java. Im ersten Jahre meines Aufenthaltes auf dieser Insel (im Jahre 1877) war sogar er...

8. Part 8

Den 3. Mai 1878 hatte ein Dajakscher Jüngling in unserer nächsten Nähe sich seinen Brautschatz geholt. Ungefähr 500 Schritte hinter dem Fort waren einige Malayen mit dem Fischfa...

9. Part 9

Auch mir ging es in Teweh nicht besser. Ich hatte grössere Sorgen, etwas zu essen zu bekommen, +das ich gerne ass+, als eine »nahrhafte Speise« am Tisch stehen zu sehen; im Gege...

10. Part 10

Der Sohn des treuen Häuptlings Suto-Ono folgte in seiner Würde, und in dieser Eigenschaft schrieb er mir im Jahre 1880 einen Brief, und zwar in malayischer Sprache. Er theilte m...

11. Part 11

Im Fort selbst wohnte der militärische Commandant; für den »Doctor« und den dritten Officier sollten zur Seite des Forts Wohnungen gebaut werden; unterdessen blieb ich im Kampon...

12. Part 12

Wenn aber das Haus ½-1 oder selbst 1½ Meter über dem Boden sich erhebt, wenn unter dem Flur des Hauses sich ein Hohlraum befindet, z. B. ein grosses Gewölbe, oder wenn das Haus...

13. Part 13

Der Kamponghäuptling, zu dem ich im Jahre 1877 gerufen wurde, um ihm in seiner schweren Krankheit (Carcinoma vesicae) Hülfe zu leisten, war gestorben; sein Körper war auf das Fe...

14. Part 14

Im Jahre 18... wurde in W. eine grosse Caserne gebaut, ohne dass man für Aborte gesorgt hatte. Als die Mannschaften die Caserne bezogen und vergebens nach diesen Räumlichkeiten...

15. Part 15

Die Frage der Acclimatisation hat schon viel Tinte und Papier gekostet, und doch ist dieses Thema noch nicht erschöpfend behandelt, obzwar selbst Virchow schon vor 30 Jahren zu...

16. Part 16

Warum ich niemals bis jetzt Ziffern aus der indischen Statistik und nur aus dem militärischen Leben anrührte und es auch weiterhin nicht thun werde, bedarf einiger Worte der Erk...

17. Part 17

Schon der Schmelzofen ist so einfach als möglich; er besteht aus 1 Meter hohem Lehmcylinder, dessen Wände ungefähr 10 Centimeter dick sind und 20 cm über dem Boden zwei Oeffnung...

18. Part 18

Nun, zu solchen Abenteuern hatte ich keine Lust, als ich auf dem Pfade die Spur einer solchen Heerde sah; ich rief Dacop und zeigte ihm die grossen Massen Mist. Er war auch kein...

19. Part 19

Wenn es nur der Regierung, oder vielmehr den Lehrern dieser Schule auch gelänge, diesen jungen Menschen auch Pflichtgefühl einzuprägen oder Begeisterung für die Wissenschaft, od...

20. Part 20

Im Ganzen und Grossen ist die Existenz der Aerzte in Indien bis jetzt eine günstige, und mitunter selbst eine sehr günstige zu nennen: Alle können von ihrem Einkommen standesgem...

21. Part 21

Jene Civilärzte, welche im Innern des Landes eine monatliche Zulage als Gerichtsärzte bekommen, sowie der erste Stadtarzt in den grossen Städten sind mit der Aufsicht über die I...

22. Part 22

Die Rache, die dafür die Fakire nahmen, war fürchterlich; ihre vereinigten Gebete und Büssungen »gingen wie eine +Feuerflamme aus und ergriffen Siva’s Zeugungstheile und trennte...

23. Part 23

Die Prostituées, als die gefährlichste Verbreitungsquelle der Syphilis, sind ebenso wie die öffentlichen Tanzmädchen (Ronggengs), Tandakmädchen u. s. w. einer wöchentlichen ärzt...

24. Part 24

Die Beschneidung der Frauen geschieht sehr geheim, im Gegensatze zu der bei den Knaben. Eine Dukun, vielleicht am besten zu vergleichen mit einer Hebamme, welche jedoch die Beha...

25. Part 25

Andere behaupten wiederum das Gegentheil. Die Tropensonne sollte auf den Mann erschlaffenden und auf die Frau erregenden Einfluss nehmen. Dies ist sicher nicht wahr. Der Totalei...

26. Part 26

Nur schwer lässt sich aus der Sagenwelt der Dajaker weiter die Entwicklungsgeschichte der Urbewohner Borneos verfolgen; Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende lebten sie friedlic...

27. Part 27

Im Jahre 1756 wurde holländisches Geld eingeführt; die Diamantengruben mussten ihre Erträgnisse an die Holländer abliefern, 15000 Pikols Pfeffer wurden an diese abgeliefert, und...

28. Part 28

[4] Die Ueberströmung (bandjir) mit „salzigem = mâsin“ Wasser ist auf den flachen Küsten der Inseln des indischen Archipels eine so häufige Erscheinung, dass sie nur gezwungen z...