Category: Novels

Die Eiks von Eichen: Roman aus einer Kleinstadt

»Ebensowenig wie meine Rösser hier oben in deine Kemenate steigen, sich unser Wappen umhängen und aus dem Fenster hinabschauen ins Tal der wilden Gera, ebensowenig sollst du und dein Buhle jemals es tun.«

Chapters

1. Part 1

»Ebensowenig wie meine Rösser hier oben in deine Kemenate steigen, sich unser Wappen umhängen und aus dem Fenster hinabschauen ins Tal der wilden Gera, ebensowenig sollst du und...

2. Part 2

»O du Dummerchen! Weißt du denn, wo man ihn so schnell kriegt? Meine Amati hat Vater in Nürnberg gefunden, auf einer Bodenkammer, in einer alten Truhe von einem alten Fräulein,...

3. Part 3

Das jubelte und jauchzte, das klagte und zitterte in den Saiten, es war ein gewaltiges, sehnsüchtiges Klingen. -- Spielte wirklich nur ein kleiner, schwarzlockiger Junge, oder m...

4. Part 4

»Das ist Hans!« bestätigte strahlend Liselotte Windemuth, und der Herr Fahnenjunker brauchte gar nichts zu sagen, dem sah man das stolze Bekenntnis schon auf drei Schritte weit...

5. Part 5

Der Schatten eines Lächelns flog über des Knaben Gesicht, als er die List der kleinen Evastochter verstanden, aber es war nur ein Augenblick, dann fragte er ganz ernst: »Puppe E...

6. Part 6

Jedenfalls war dies Schachspiel allabendlich, wenn nicht unaufschiebbare Geschäftsreisen oder ernste Krankheiten dazwischen gekommen waren, seit fünfzig Jahren so wiederkehrend,...

7. Part 7

Lange saß er noch mit Mutter Franziska in eifriger, zärtlicher Zwiesprache zusammen, und dann brachte sie ihn zu Bett und betete dankbar mit ihm. Unter seinem Kopfkissen aber la...

8. Part 8

Frau Franziska schauerte zusammen. »Laß mich bei dir bleiben, Vater,« bat sie müde. »Ich habe so überreichlich zum Leben durch deine Güte, und mein Junge soll werden wie du, so...

9. Part 9

Frau Doktor Hempel ging direkt von der Kaffeeschlacht heim und in die Studierstube ihres Gatten, während Frau Pfarrer noch einige Schwerkranke besuchte, um »ins Gleichgewicht zu...

10. Part 10

Nicht nur in dem köstlichen Rausche der hingebenden Liebe liegt und leuchtet es, -- -- für mich ruht es weit mehr in dem Lächeln, das auf dem ernsten Antlitz meines Gatten ersta...

11. Part 11

»Mein Junge! Wenn es dein Beruf ist, Sonne zu geben, so teilst du ihn mit den andern Menschen. Wir sind alle dazu in die Welt geschickt, diese kalte Erde zu durchsonnen. Tut die...

12. Part 12

»Höflich? Zu Liselotte? _Höflich???_« fragte Bertold verblüfft. Er hätte am liebsten den ganzen Tag immerfort gestaunt und hätte es für das einzig Richtige gehalten, mit diesem...

13. Part 13

Er lächelte dankbar, schlummerte dann ein Weilchen und schlug wieder die Augen auf. »Wenn ich bitten dürft -- -- mit schuldigem Respekt, -- daß man den Herrn von Eichen weckt, -...

14. Part 14

»Ihr Scharfblick ehrt Sie,« lachte der Maler. »Diese _beiden_ närrischen Zwickel, wie Sie sich auszudrücken belieben, sind eigentlich _Eins_, sind die Achse, um die wir uns hier...

15. Part 15

Der Eichenborn blieb geheimnisvoll, weil das langgestreckte, düstere Haus niemals Gäste sah, niemals Fremde hineinließ. Und weil Dienstbotenklatsch keinen Nährboden hatte, denn...