Category: Historical Novels

Westmark

Herbstwehmut überschauerte bereits die Gefilde der Westmark. Die Weinberge um Lützelbronn begannen sich zu vergolden. Gärten und Felder hatten ihre Sommerarbeit getan und waren willens, ihre Früchte den Menschen abzugeben.

Chapters

1. Part 1

Herbstwehmut überschauerte bereits die Gefilde der Westmark. Die Weinberge um Lützelbronn begannen sich zu vergolden. Gärten und Felder hatten ihre Sommerarbeit getan und waren...

2. Part 2

Bleich wie das langsam über das Gebirge emporsteigende Nachtgestirn war auch sein Antlitz. Er trug neben dem kurzen dunklen Schnurrbart noch an den Backenknochen etlichen Haarwu...

3. Part 3

Fanny kam herübergelaufen. Auch Schwester Lisy, die den Haushalt führte, in ihrer lächelnden, rosigen Ruhe und Rundlichkeit, setzte sich dazu. Und so schufen sie eine gesellige...

4. Part 4

»Vergiß doch eins nicht,« schloß dann Lisy das Gespräch ab, in ihrer gedämpften, behutsamen Art immer wieder ablenkend, »nämlich, daß eigentlich Vetter Arnold am einsamsten ist...

5. Part 5

Tränen, Gebet und die Gedanken an die Seinen verringerten nach und nach die Seelenspannung. Es floß etwas hinweg. Die Dämonen verließen ihn. Er schaute leichter atmend und nunme...

6. Part 6

Gustav kam zur Mahlzeit aus seiner Klause herunter, weich gestimmt, müde und in sich gekehrt. Der Blinde erzählte von seinem Aufenthalt in Marburg. Man besprach die überaus droh...

7. Part 7

»Ach, hast du mich denn noch e bissele lieb, sag' doch, mein Gustav? Ach sag' doch, sag' doch! Ich hab' dich ja so lieb, so lieb! Ach, was liegt mir denn am Elsaß und an der gan...

8. Part 8

»Und ob er's tut! Ach, der gut', gut' Mann! Er ist ja so ein Braver, Herr Pfarrer, das glaubt man ja gar nicht! Wie oft am Abend rechnet er mir vor, setzt sich da an den Bettran...

9. Part 9

Der peinliche, ja angesichts der großen und schweren Zeit doppelt widerliche Vorfall mit dem Hauptmann, wovon dir Gustav geschrieben hat, wird sich hoffentlich schadlos beilegen...

10. Part 10

An jenem Tage, als Arnold und der Winzer bei Trotzendorff ihre Sache verfochten, saßen Madam Bieler und ihre Tochter Jacqueline vor einem Korb mit Stoffresten, deren farbige Fül...

11. Part 11

In der Höhe, über dem dritten Stockwerk, blüht ein Feldchen elsässischen Himmels. Punkt zehn Uhr hat sich die Augustsonne derart über die Straßburger Dächer und Schlöte herüberg...

12. Part 12

»Verzeih, aber ich bin ganz unglücklich! Eine Überraschung für dich und eine Abschiedsfeier für die Freunde hierzulande ist mir schändlich zu Wasser geworden. Ich habe die Freud...

13. Part 13

Gustav und sein Freund wandern bangen Gemütes am Kaiserplatz entlang. Sie kommen an das Kaiser-Wilhelm-Denkmal: das bronzene Reiterstandbild ist durch ein häßliches Holzgerüst v...

14. Part 14

Stell' dir ja nicht vor, daß ich hier im Bett Trübsal blase vor Heimweh und Angst um das bißchen Leben! Ach nein, dazu neigen weder mein heiterer Erwin noch ich selbst trotz all...

15. Part 15

Fanny hatte im Balkonzimmer den Tisch geschmückt, soweit es in dieser Jahreszeit möglich war. Der Abend schimmerte herüber. Die Teestunde sollte eine Art Einweihungsfeier werden...

16. Part 16

Fanny stand im letzten goldbronzenen Winterlicht, das sich bereits mit dem Schimmer des Mondes mischte, am Fenster und hatte das Paket auszupacken begonnen, wobei sie gerade ein...