Category: Novels

Nick Tappoli

Vor etlichen Jahren überreichte mir eine inzwischen verstorbene Zürcher Dame in zwei Heften ihre Lebensbeschreibung wie die ihres Mannes, der ihr bereits im Tod vorangegangen war. Die alte, aber stets noch lebhafte »Frau Nick Tappoli« äußerte dabei die Hoffnung, daß mich die b...

Chapters

14. Part 14

Dann und wann blickte er in den Brief Nick Tappolis. Er erschien ihm wie ein strahlendes Licht aus der Ferne, als der einzige große Halt seines Lebens. Unzählige Male küßte er i...

2. Part 2

Die Mutter mochte schelten, Tappoli liebte den Schlingel. Gewiß auch die andern Kinder, den Gymnasiasten Dietrich, der dann und wann über Sonntag mit Freunden aus Zürich herüber...

13. Part 13

Auch der zitternde Glorian machte einen Versuch, den Mund zu öffnen. »Henriette,« flehte er die Schwester an. Sie aber stieg wie eine Rakete über ihn. »Bruder, du verirrtes Scha...

18. Part 18

»Im Zorn ließ sich der Onkel beigehn, das doch schon große Mädchen zu züchtigen. Von da an verübte sie Streich über Streich, lief heimlich vom Gut fort und kehrte manchmal auch...

6. Part 6

Aus dem Grund der tiefblauen Flut tönte ein siedendes Geräusch, das Wandern des Kieses, da und dort glitten die Boote über silberne Wirbel, die mannigfaltig gekrümmt in die Tief...

8. Part 8

Die Pfarrerin brachte der Familie zwei von den Honigtöpfen, die ihr gute Nachbarn zum Abschiede geschenkt hatten, und erregte damit bei Schwägerin und Tochter Freude. Das Einver...

11. Part 11

Als Nick die Wohnung betrat, wurden ihre Gedanken rasch von diesem Wiedersehen abgedrängt. Frau Wasmer befand sich schlechter als sonst, sie hustete fast unaufhörlich. Nick mußt...

15. Part 15

Wie auf den Kopf geschlagen lief der Gekränkte umher. Ein wilder Schmerz, daß ihn Appelius so falsch beurteilte und für einen gemeinen Menschen hielt, wühlte ihm in der Seele. D...

12. Part 12

Römer erwiderte trocken: »Sie haben so gute Advokatinnen angestellt, daß ich zu dem Sonntagsausflug bloß Ja und Amen sagen kann. Also machen Sie mit den Töchtern die Fahrt und b...

7. Part 7

So kam der Aufbruch, die nicht allzulange Wagenfahrt nach dem Heimatstädtchen. Das entzweite Paar war froh, daß die Gesellschaft Sang um Sang in die blaue Frühlingsdämmerung ste...

10. Part 10

Es dauerte aber noch drei Wochen, bis Friedrich seine Kündigung ausgedient hatte und hergereist war. In dieser Zeit wußte Ulrich nicht: war seine Freude größer, daß der Bruder k...

9. Part 9

»Die Töchter sind dankbar, wenn ich ihnen aus der Heimat erzähle, und irgendwoher wissen sie, daß auf den Alpen der Schweiz gejodelt wird. Nun soll auch ich jodeln! Und zuweilen...

1. Part 1

Vor etlichen Jahren überreichte mir eine inzwischen verstorbene Zürcher Dame in zwei Heften ihre Lebensbeschreibung wie die ihres Mannes, der ihr bereits im Tod vorangegangen wa...

5. Part 5

Er war wieder nicht der Pfarrer, den das Städtchen bedurfte. Über seine Predigten ließ sich nicht urteilen. Der Stubenhocker sprach mit einer Flüsterstimme, die niemand verstand...

17. Part 17

Jaberg kam nun dann und wann in den Laden, kaufte eine Kleinigkeit und plauderte je nach Gelegenheit mit ihr. Seine guten Formen und seine unaufdringliche Liebenswürdigkeit gefi...

3. Part 3

Im Hochsommer überraschte Gerold von Jaberg den Schmied mit seinem Besuch. »Jung Siegfried war ein stolzer Knab'!« rief er dem Freunde zu, der vom Feuer der Esse umsprüht, von Q...

16. Part 16

Da spürte er plötzlich den Blick eines vornehmen, etwas blassen jungen Mannes, der in der Nähe saß, forschend in seine Züge gerichtet. »Himmel, das ist ja Gerold von Jaberg!« du...

4. Part 4

Die Sonntagsmorgenspaziergänge mit dem ältern Bruder, der ebenso klar, doch nüchterner als er in die Welt blickte, waren für ihn stets ein schönes Erlebnis, ebenso der Mittagsti...

20. Part 20

Gebunden =Andreas-Salomé, Lou, Ma.= Ein Porträt. 5.--7. Taus. 45.-- -- =Menschenkinder.= Novellensammlung. 2. Taus. 30.-- -- =Ruth.= Erzählung. 7. u. 8. Taus. 40.-- -- =Aus frem...

19. Part 19

Nun wurde Nick die Anwaltin Ulrichs, und sogleich merkte Marie, daß die Freundin mehr um den verschollenen Bruder wußte als die eigene Familie. »So sprich doch -- um Gottes will...