DE Prosa

Im grünen Tann

Über den „toten Bühl“, einen Teil der Hochebene im südlichen Schwarzwald Badens, braust der Herbstwind in langen Stößen; es seufzt der Tann in den niederen Lagen, oben aber auf der kahlen Höhe ächzen die wenigen alten knorrigen Buchen und am einsam ragenden Kruzifix bebt die H...

Chapters

11. Chapter 11

Leise weint Liese vor sich hin in dunkler Nacht. Dann erhebt sie sich, tastet in der Finsternis nach Klärle, legt ihre Rechte segnend auf des Mädchens Kopf, wünscht eine „geruhs...

2. Chapter 2

Die Männer treten etwas zur Seite, um den alten Riedmatter durchzulassen, und mit festem Schritt tritt derselbe auf das magisch beleuchtete Kreuz, entblößt das von weißem Haar u...

9. Chapter 9

Der sonst so gefügige Hirt aber lehnt sich jetzt entschieden auf; ein Hirt gehöre von altersher am Pfingstsonntag auf den Schellenmarkt am Fohrenbühl, und wenn's den Bauern nich...

3. Chapter 3

Frohlockend prahlte Peter, daß solche Weiber die richtigen Bundesgenossen seien, vor schier hundert Jahren so gut wie heute. Handeln die Weiber auf dem Wald alle derart, so kann...

7. Chapter 7

Ich, Peter Gottstein, Wirt zum „dürren Ast“, anerkenne für mich und meine Kinder die Herrschaft des Großherzogs über mich und Familie, und werde mit Heutigem badisch. Als „Halun...

12. Chapter 12

Der Alte faßt sich und begrüßt den Jungbauer: „Bist ja doch zu Hause, Kaspar! Mit Verlaub setze ich mich, bin von der Rennerei am heutigen Vormittag arg müde, und mein Gehwerk t...

10. Chapter 10

Wenn die Dirn Zeit dazu hätte, sie würde die Hände überm Kopf zusammenschlagen. So aber hat sie Mühe, den fortdrängenden Kühen die Glocken abzunehmen und händigt selbe dem vergn...

8. Chapter 8

Jubelnd ziehen die Hotzen aus der Residenz, und noch am gleichen Tage verlassen sie, Jobbeli in ihrer Mitte, die schöne Stadt. Peter aber tauscht mit keinem Fürsten um sein Froh...

13. Chapter 13

„Das Letztere ist richtig; doch ist damit noch nicht gesagt, daß er ein Feind unseres Klosters ist. Wär' er das, so hätte das Elias Zeiter wie Ew. Gnaden Vorgänger in der Abtwür...

6. Chapter 6

Thrinele bebt an allen Gliedern. Was soll die Warnung bedeuten? Der Fremde entfernt sich wieder; deutlich vernimmt das Mädchen die Schritte im knirschenden, steif gefrorenen Sch...

15. Chapter 15

Seit der Abt das Stift verlassen, geht es toll zu in Alpirsbach; es ist, als feiern die Mäuse Hochzeit, da die Katze aus dem Hause. Die Musketiere vertreiben sich die Langeweile...

1. Chapter 1

Über den „toten Bühl“, einen Teil der Hochebene im südlichen Schwarzwald Badens, braust der Herbstwind in langen Stößen; es seufzt der Tann in den niederen Lagen, oben aber auf...

5. Chapter 5

Es wimmelt auf den Halden, in dichten Scharen ziehen die fanatisch erregten Menschen herab, Kreuze tragend, bewaffnet bis an die Zähne mit altem Geraffel, Sensen, Gewehren, Dres...

14. Chapter 14

Dazu ist trotz der schweren Last der Abt gern bereit, im Frohgefühle, daß der Offizier doch etwas Deutsch versteht, und giebt Alphons sofort Befehl, die Offiziere und Sergenten...

4. Chapter 4

Im Wald ist's schwarz geworden: verschwunden der glitzernde, leuchtende Schnee von Hang und Tann, schwarz der ungeheure dichte Forst, dunkelbraun die Wiesen und Matten, schmutzi...

16. Chapter 16

Thränen stürzen aus Alphons' Augen, mit zitternder Stimme spricht er: „Ich weiche in Gottes Namen aus dem Kloster, das nahezu 600 Jahre frei bestanden! Ich weiche der Gewalt als...