Category: Mythology, Legends & Folklore

Aberglauben, Sitten und Gebräuche des sächsischen Obererzgebirges: Ein Beitrag zur Kenntnis des Volksglaubens und Volkslebens im Königreich Sachsen

Der vorliegende Text wurde anhand der 1862 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr gebräuchliche Schreibweisen sowie Schreibvarianten bleiben gegenübe...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der 1862 erschienenen Buchausgabe so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Un...

2. Part 2

~f.~ +Obstbäume.+ † 19. Die Obstbäume werden, damit sie reichlich tragen, beschenkt, d. h. der Hausherr umbindet sie in der Mitternachts- oder wenigstens in einer Abendstunde mi...

3. Part 3

~c.~ +Charfreitag+: † 113. Charfreitag, Nachts 12 Uhr, soll man sich mit Bachwasser waschen, dann bekommt man keinen Ausschlag (Sosa), vgl. 90, 92 u. 399. -- † 114. Fingerringe...

4. Part 4

* 176. Rüben sind bei abnehmendem Monde zu stecken (Frohnau), ebenso ist das Säen des Getreides zu vollziehen (Raschau), vgl. 468. -- * 177. Im Neumond darf man keine Erdäpfel l...

5. Part 5

290. In der Christnacht oder Sylvester, auch zu Andreas, am erfolgreichsten Mitternachts, klopfen die Mädchen dreimal an den „Hühnerhort“ (Hühnerstall) mit den Worten: „Gackert...

6. Part 6

349. Zwar kann man annehmen, daß der Verdacht, eine +bestimmte+ Person sei eine Hexe, unter dem Volke des Erzgebirges sich nicht mehr finde, dennoch ist der mit dem Hexenwesen i...

7. Part 7

455. Wenn man +früh aufstehen+ will, so stoße man vor dem Einschlafen so viel mal mit der großen Zehe des rechten Fußes an das Bettende, als die Uhr beim Erwachen zeigen soll (a...

8. Part 8

Bei dieser Abtheilung machte es besondere Schwierigkeiten, den ziemlich umfangreichen, aber andererseits durchaus nicht vollständigen Stoff in eine leidliche logische Ordnung zu...

9. Part 9

610. Man bäckt in verschiedener Größe, Güte und Preis (von drei Pfennigen bis ein Thaler und darüber das Stück) sogenannte „Nikelszöpfe“, ein zopfartig gewundenes Gebäck, das na...

10. Part 10

§ 64 (638). +Das Schulfest der Bürgerschule.+ Dieses seit Errichtung einer Bürgerschule im Jahre 1835 gebräuchliche Fest hat der Natur der Sache nach einen ächt kindlichen Chara...

11. Part 11

655. Die Gesellschaft der +Freischützen+ oder +Büchsenschützen+ hat ihren ersten Auszug im Jahre 1507 gehalten. Ihre Dienstleistungen bestanden darin, daß sie, abgesehen von den...

12. Part 12

666. Am Morgen versammeln sich die einzelnen Bergleute bei ihrem Steiger. Dort wird eine kurze Morgenandacht, in Gesang und Gebet bestehend, gehalten und ein Imbiß eingenommen....

13. Part 13

680. Wir verlassen das Wohnhaus und wenden uns nach der auf der anderen Seite des Gehöftes gelegenen +Scheune+, die in ihrem unteren Theil (etwa 3 Fuß hoch) entweder von Bruchst...

14. Part 14

§ 89. Ehe wir von dem gebirgischen Landmann sammt seinem Thun und Treiben scheiden, müssen wir noch der sogenannten +Bauerregeln+ gedenken, da diese auf sein Leben, namentlich a...

15. Part 15

4. +Begräbniß.+ Bezüglich der Leichenbegängnisse sind uns keine eigenthümlichen Gebräuche mitgetheilt worden. Denn die folgenden sind allgemein verbreitet: 855. Der Schulmeister...