Humor

Hôtel Buchholz. Ausstellungs-Erlebnisse der Frau Wilhelmine Buchholz

Ich ging lange mit mir zu Rath. Sollte ich oder sollte ich nicht? Aber es war zu verlockend, der Antrag, für die offiziellen Ausstellungsnachrichten auf mittlere Familien berechnete Berichte aus meiner Feder abzulassen über das große Unternehmen im Osten Berlins, die Gewerbeau...

Chapters

13. Part 13

Einige Abende darauf wurde die Beleuchtung wiederholt, wenn auch mit ohne Schang. Es soll sehr schön gewesen sein, allerdings mit herabgesetzter Freudenempfindung, denn im ganze...

9. Part 9

Was hat er über das Thorhaus zu quesen und zu sagen, es wäre nicht viel dahinter? Und wie sie ihn fragen, wie er sich erdreisten könne, einen gothisch-romanisch-altdeutsch-renai...

14. Part 14

»O nein!« wehrte sie ab. »Viedt's haben gerade solchen in ihrem Laden und können ihn nicht los werden; von ihrem Lieferanten in Berlin, zur Probe. Es ist, mit Erlaubniß zu sagen...

8. Part 8

»Beantworte mir: Was bleibt dem Erwachsenen, wenn er als Kind schon alle Reizmittel durchkostet, die zum Todtschlagen der Zeit geboten werden? -- Uebersättigung. Man badet einen...

16. Part 16

Doch das hat noch gute Wege, denn von erhöhter Bildungsarbeit haben sie keinen Dunst. Ihre Hauptbeschäftigung ist herumlaatschen und sich die Zeit mit Langweile vertreiben. Man...

10. Part 10

»Elektrotechniker?« redete ich ihn mißtrauisch an. »Als wir vor einiger Zeit, wie der Zufall es so fügte, an ein und demselben Tisch in Unterhaltung geriethen, sagten Sie doch s...

12. Part 12

Warum ich immer noch nicht in das Hochgebirgspanorama, das am grünen Strand der Spree seine Schneegipfel in die von Maschinenhaus-Schornsteinen erzeugten Rauchgewitterwolken str...

5. Part 5

»Mit den vorhandenen Gesetzen, wolltest Du sagen. Früher langten sie vielleicht, aber seitdem wir uns kolonial ausbreiten, steigern sich die Ansprüche ungeahnt. Bedenke, wie sch...

7. Part 7

Ich war Willens, den Bericht mit sachlichem Ernst zu beginnen, aber du lieber Gott, sonne Architektur! Man hat wohl Tinte in der Feder, schöne schwarze Tinte und stippt nochmal...

2. Part 2

»Butschen,« sagte ich, als sie mir dies erzählte, »mästen Sie Ihren Mann nur nicht auf den Schragen.« -- »Es schmeckt ihm immer so schön, da kann ich doch nicht davor? Mein Seli...

6. Part 6

Manches steht da unscheinbar, aber wenn es arbeitet, ist es von höchster Schläue, zumal mit Erläuterung vom Erbauer. Da fabriciren zum Beispiel die Pappenfritzen eine billige Pa...

11. Part 11

»Das darf er nicht. Die gute Stube muß neu gemacht werden, sagt Dorette, und dazu die Näherei, und mess' mal Deinen Weinkeller nach. Nein, drücken darf er nicht. Das wäre unanst...

3. Part 3

So dachte ich mit der Butschen den Ausstellungsnachmittag zu verbringen: das Neuere und Neueste bestaunen, Meinungen darüber austauschen, obgleich immer nur zwei Ansichten sein...

15. Part 15

Er führte mich zu Halbfertigem, wo die Papp-Neubauten aussahen, als wenn sie kaum den Sommer über halten würden. So wie aber Farbe darauf sitzt, schwört man, sie hätten vom Groß...

1. Part 1

Ich ging lange mit mir zu Rath. Sollte ich oder sollte ich nicht? Aber es war zu verlockend, der Antrag, für die offiziellen Ausstellungsnachrichten auf mittlere Familien berech...

4. Part 4

Da gestand sie denn, daß sie blos sagte, was die Krausen gesagt hätte. Ich hatte die Krausen damals noch nicht so durchschaut wie später, und stand einigermaßen ziemlich mit ihr...

17. Part 17

Ich las sie zu Hause durch. Unverantwortlich überschwänglich mit himmlisch und entzückend, mit Liebe und Daseinswonne und Seligkeiten und doch kein Satz aus dem Herzen, sondern...