Category: Novels

Die Bibliothek meines Oheims: Eine Genfer Novelle

Ich habe Leute kennen gelernt, die an der Schwelle des väterlichen Kramladens groß geworden sind. Dieselben hatten sich in dieser Lebensweise eine gewisse praktische Menschenkenntniß erworben, und so eine Art spießbürgerlichen Sinn, einen Philistergeschmack, eine Gewöhnlichkei...

Chapters

7. Part 7

Erhole dich, erhole dich, mein Sohn, sagte der Oheim Tom mit gütigem Tone. Der Fall hat wahrscheinlich deine Gehirnnerven angegriffen, darum ist deine Rede so unzusammenhängend....

13. Part 13

Indeß ich mich trostlos meinem Schmerze überließ, ging er im Zimmer auf und ab und sprach vor sich hin: Ja, ja!... was ist da zu machen... Lieber Himmel! wenn ich das hätte ahne...

4. Part 4

Dieser Maler nun hatte alle vornehmen Gesichter zu konterfeien und es verging kein Tag, daß nicht stattliche Wagen kamen, ihre Herrschaft brachten und sie vor dem Hause erwartet...

5. Part 5

So wissen Sie, mein Herr, daß es gestern Abend große Gesellschaft auf dem Dache gab, just vor der Oeffnung Ihres Fensters. Es waren fünf Katzen, Sie wissen, wenn die Herren Kate...

2. Part 2

Beim Nachdenken über diese Warze ist mir die Ansicht gekommen, daß alle reizbaren Leute irgend eine physische oder moralische Schwäche haben, eine sichtbare oder unsichtbare War...

6. Part 6

Und diese Gedanken stoßen in seinem Hirne mit den alten erborgten Gedanken zusammen und aus dem Stoße sprühen neue Lichtfunken; denn da sein Wesen nicht gestattet, daß er zwisch...

8. Part 8

Ich blieb allein mit ihr. Ich war der einzige Zeuge neben ihr für einige Augenblicke: das schien mir eine unschätzbare Gunst, gleich als ob Sie mir ihr Herz erschlossen hätte. I...

11. Part 11

Aus demselben Grunde war auch mein Hang zur Nachahmung nicht mehr so lebendig; es bedarf zu einer solchen Neigung einer Ruhe, die ich nicht mehr besaß. Oft aufgeregt, verwirrt v...

10. Part 10

Jetzt wird man eher begreifen, mit welcher Traurigkeit mich an jenem Tage das Zittern seiner Hand erfüllte. Ich brachte dies Zeichen mit anderen zusammen, welchen ich denselben...

12. Part 12

Henriette bekam zuweilen einen Besuch. Wenn die Sorgen der Haushaltung der Mutter einige Augenblicke erlaubten, so kam sie herauf, um neben ihr zu arbeiten. Sogleich näherte ich...

9. Part 9

Das Ueble also ist ein Uebel und daher das Gute zu erwählen und zu verfolgen. Die Gerechtigkeit ist heilig, die Humanität segensvoll; der Schwache hat seine Rechte und der Stark...

1. Part 1

Ich habe Leute kennen gelernt, die an der Schwelle des väterlichen Kramladens groß geworden sind. Dieselben hatten sich in dieser Lebensweise eine gewisse praktische Menschenken...

3. Part 3

Der besagte Name war Heloise. Sie war eine Frau und schrieb Latein, sie war eine Aebtissin und hatte einen Liebhaber! Meine Gedanken verwirrten sich bei diesen sonderbaren Wider...

14. Part 14

Eingedenk des Befehls, den Sie mir vor zwei Jahren ertheilten, zeige ich Ihnen das Hinscheiden meines Oheims an. Es war dies ohne Zweifel ein Trost, den mir Ihre Güte im voraus...