DE Prosa

Luthers Glaube: Briefe an einen Freund

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Chapters

1. Part 1

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2. Part 2

Neben jener ersten Absonderung von Gott gibt es auch eine im entgegengesetzten Sinne, also eine vom Selbst ab zu Gott zurück. Wie aber jene erste Absonderung zugleich eine Sünde...

3. Part 3

Der menschliche Geist hat nun die Eigenart, daß er die Eindrücke von Einzelkräften fortwährend verdichtet, genau so, wie die Kräfte selbst sich verdichten. Wie der rotierende Ur...

4. Part 4

Die Leute haben sich stets am Übel in der Welt gestoßen, haben Gott gern das Böse zum Vorwurf gemacht, haben gemeint, sie, als Gott, würden eine Welt ohne Teufel schaffen; nun w...

5. Part 5

Dazu kommt etwas anderes. Der menschliche Geist nimmt die Welt anfangs in Einzelbildern auf, die sich allmählich zu persönlichen Göttern verdichten. Diese Götter wohnen nicht im...

6. Part 6

Wunderbar finde ich, im Grunde freilich ganz selbstverständlich, daß zu Christus Zeit auch Satan Fleisch wurde, nämlich in den römischen Kaisern. Wohlverstanden kann Satan nur i...

7. Part 7

»Das erste, was aus dem Herzen bricht und sich ergießt, ist das Wort«, sagt Luther. Damit, daß der Mensch spricht, beginnt sein Selbstbewußtsein und zugleich sein Gottbewußtsein...

8. Part 8

Laß diese dunkelwolkige Nacht dem schönen Feinde Luzifer gewidmet sein; doch muß ich, meiner Gründlichkeit gemäß, mit dem Teufel beginnen, was nicht ganz dasselbe ist. Bei diese...

9. Part 9

Vom Allerheiligsten, dem Geiste, sagt Luther, daß es dunkel bleiben soll, und zwar damit das Licht Gottes darin scheinen könne: das Licht scheinet in der Finsternis. Von dem geg...

10. Part 10

Sind die plastischen Organe die ältesten, so ist das Gehirn, das erkennende Organ, das jüngste; nach der Schrift geht der Heilige Geist vom Vater und vom Sohn aus. Das Gehirn be...

11. Part 11

Von diesem großen Haufen sondern sich diejenigen Individuen ab, die nicht mehr vorwiegend tüchtig zu ihrer Erhaltung und zur Erhaltung ihrer Art sind. Ihr Selbst-und Gottbewußts...

12. Part 12

Als kultliche Handlungen, die von Gott geboten sind, bezeichnet Luther die Taufe und das Abendmahl. Die Taufe bedeutet das Sterben des Naturmenschen und Auferstehen des Gott- od...

13. Part 13

Du kennst gewiß das Gedicht von Schiller »Die Teilung der Erde« und den Vers: Willst du in meinem Himmel mit mir leben, sooft du kommst, er soll dir offen sein. Derselbe Gedanke...

14. Part 14

Wie aber die stärksten Arzneien zugleich Gift sind, so ist es mit der Liebe und der Musik: nur die göttliche, die aus reinem Herzen kommt, ist heilsam, die irdische wirkt tödlic...

15. Part 15

Was eine jüdische Partei vor Jahrhunderten veranlaßte, Christus zu kreuzigen, war ihre Sinnlichkeit, ihre Herrschsucht, ihre Eitelkeit und Ungläubigkeit, der Teufel in allen dre...

16. Part 16

Die Erkenntnis, daß, wenn das Gesetz in der Hand von Persönlichkeiten ruht, mit dem Ausscheiden derselben plötzlich Schwankungen und Störungen eintreten können, hat die Menschen...

17. Part 17

So wird es begreiflich, wie ein Fontane der Schriftsteller unserer Zeit werden konnte, gerade von Männern gern gelesen. Fontane hatte sich durch fünfzigjährige Beobachtung eine...

18. Part 18

Wenn man die Darstellungen Christi in der bildenden Kunst betrachtet, so sieht man, wieviel besser die Menschen den liebenden und verzeihenden Christus als den zürnenden begreif...

19. Part 19

Luther hätte sehr reich werden können, mir scheint, einer der reichsten Deutschen in damaliger Zeit; denn es gibt doch keinen Schriftsteller, der so gelesen worden wäre. Er hiel...

20. Part 20

Denke dir bitte Gott als einen Künstler, der die Idee eines Bildes hat, seines Ebenbildes; denn welcher Künstler schüfe im Grunde jemals etwas anderes als sein Ebenbild, wenn au...

21. Part 21

Wovor Luther besonders warnte, war das Spekulieren über die Absichten Gottes in der Führung der Menschen; warum es einem Guten schlecht ginge, warum einem Bösen gut, warum überh...