Category: Short Stories

Lebensbilder

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1882 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnliche und heute nicht mehr verwendete Schreibweisen bleiben gegenüber dem Original unverändert; fremdsp...

Chapters

1. Part 1

Der vorliegende Text wurde anhand der Buchausgabe von 1882 so weit wie möglich originalgetreu wiedergegeben. Typographische Fehler wurden stillschweigend korrigiert. Ungewöhnlic...

2. Part 2

„Nun, nun,“ erwiderte jener sichtlich verlegen, „man mag doch nicht immer allein bleiben und dann erwarte ich“ -- er hielt inne, da ihm ein Geständniß, das ihm schwer auf den Li...

3. Part 3

Doctor Richard hatte bei Professor Wenzel die freundlichste Aufnahme gefunden. Wenzel war dem reichen Onkel, der ihn während seiner ganzen Studienzeit und auch noch hernach, als...

4. Part 4

„Ach mein Gott, mein Gott!“ rief die arme Frau, „unser Einer hat doch auch ein Herz, und der gnädige Herr war stets so gut mit mir, und dann sprach er von einem Verlobungsfest,...

5. Part 5

Wir fuhren an der Börse vorbei; ein Schauer packte mich; dann weiter der Vorstadt zu; ich kannte dort manches Haus, in dem gute Menschen wohnten, denen ich in meinen glücklichen...

6. Part 6

Die Mutter, diesen Augenblick der Schwäche benützend, fuhr fort: „Ich seh’, Kind, Du hast selbst schwer an Deinem Unglücke zu tragen; ja, es wird Dir noch schwerer werden, je me...

7. Part 7

Der Getreidehändler Cahen gehörte zu den geachtetsten Leuten der Stadt; er hatte einst ein bedeutendes Vermögen besessen, das er theilweise durch ungünstige Speculationen in den...

8. Part 8

„Hätten Sie diese lieber damals nicht gebracht!“ setzte Stern gedankenvoll hinzu. „Am Tage darauf hatte ich Susi’s Jawort, und, daß ich es Ihnen, dem langjährigen Freunde, geste...

9. Part 9

Man munkelte allerhand, und Stern, der die rechte Hand Strousfeld’s war, er, den man als Freund und ~chargé d’affaire~ des Grafen Nesh kannte, wurde vielfach verdächtigt, bedeut...

10. Part 10

Was Susi der sterbenden Mutter versprach, war ihr heilig. Sie bat jetzt den Freund selbst, das große, elegante Haus zu veräußern. Arme Frau! Sie ahnte nicht, daß der neue Besitz...

11. Part 11

Die Frau Müllerin hatte drei Töchter, die sich zwar nicht durch persönliche, wohl aber durch finanzielle Liebenswürdigkeit auszeichneten. Marie, die ältere, hatte von dem Großva...