Category: Novels

Halbtier: Roman

Die Enge der Herzen, die Enge der Köpfe und Gesinnungen, der Höfe und Gänge, die Enge der Stuben, der ganze Brodel in dem sie leben, alles lastet und drückt und macht sie stöhnen und stimmt sie unbewußt sehnsuchtsvoll, unbewußt unzufrieden.

Chapters

1. Part 1

Die Enge der Herzen, die Enge der Köpfe und Gesinnungen, der Höfe und Gänge, die Enge der Stuben, der ganze Brodel in dem sie leben, alles lastet und drückt und macht sie stöhne...

2. Part 2

Isolde aber weinte so wild und schluchzend. »Ich möcht nur wissen, was man vom Leben hat -- so was Fad's! Bei uns is man so wie so geschlenkt. Es könnte ganz anders sein. -- Wei...

3. Part 3

Er liebte Familiensimpelei nicht und war als Ehemann Junggeselle geblieben. Als Schriftsteller brauchte er unendlich viel Anregung, auf die die Seinigen keinen Anspruch machen k...

4. Part 4

Henry Mengersens Atelier lag unten am See. Er hatte sich schon seit Jahren ein kleines Landhaus hier gemietet, das er in den Sommermonaten bewohnte. Das Atelier groß und kahl; d...

5. Part 5

-- Und da sah er sie vor sich in ihrem grauen Lodenkleid; die Arme über den Kopf gefaltet, stand sie an einen Buchenstamm gelehnt und wie hypnotisiert von ihren eigenen Tönen.

6. Part 6

Der Professor mit Frau und Kindern waren auch insgesamt komische Käuze. Sie sprachen mit Vorliebe über das, was man essen sollte, um seine geistigen Fähigkeiten zu entwickeln. S...

7. Part 7

Und wie die beiden im Zimmer geschäftig hin- und wiedergingen, um für Mama den Kaffeetisch zu richten, war in dem einfachen Raum mit seinen altmodischen, verbrauchten Möbeln ein...

8. Part 8

»Sehr einfach,« sagte Mengersen, »ich habe mir alles überlegt: Meine künftige Frau muß wohlhabend sein, jung, schön, anspruchslos. Diese Dinge trifft man selten beisammen. Hier...

9. Part 9

Es muß halt so sein, denkt er. Das ist ganz in der Ordnung so. Dafür ist sie eine Frau. Er denkt ich brauche nichts andres -- essen, trinken -- und sein Weib sein.

10. Part 10

»Meinst du?« fragte Mama aufatmend, »mir war, als wenn er ganz aussetzen thät. Geh bitt', reib mich mal ein bissel in der Herzgegend. Nimm aber Öl an die Finger. -- Und dann die...

11. Part 11

Isolde denkt, wie Mama sich früher geplagt hat, eigentlich so stumpf wie eine Magd, die fürs Leben gekauft ist, der der Herr kein freundliches Wort zu geben braucht. Er ist ihre...

12. Part 12

Henry Mengersen hatte ihr von ihr selbst ein so tief gemeines Bild gezeigt. Ihre junge, heilige Liebe zu ihm, ihr großes Opfer hatte er wie etwas Schmutziges mit dem Fuß beiseit...

13. Part 13