DE Prosa

Gösta Berling: Erzählungen aus dem alten Wermland

Endlich stand der Pfarrer auf der Kanzel. Die Leute in der Kirche hoben die Köpfe in die Höhe. Er war also wirklich da! So fiel denn die Predigt diesen Sonntag doch nicht wieder aus wie am letzten Sonntage und an vielen Sonntagen vorher.

Chapters

32. Chapter 32

Die Kinder stürzen über die Unmengen von Obst, die man ihnen bringt. Arme Tagelöhnerkinder, die wilde Waldbeeren für Leckerbissen halten, schwelgen in den klaren Glasäpfeln, die...

2. Chapter 2

Mehr wollte sie ihm nicht geben, und der Bettler geriet in helle Verzweiflung. Er _mußte_ mehr haben von diesem starken, süßen Branntwein. Er mußte noch einmal fühlen, wie ihm d...

16. Chapter 16

Und wenn das nicht hülfe, würde ich in einer stürmischen Nacht die alten hölzernen Wände in Brand stecken und die Flammen alles verzehren lassen, so daß die Menschen sich nicht...

36. Chapter 36

»Unser alter Propst ist zu neuer Kraft und neuem Leben erwacht«, sagte ein Dritter. »Jeden Sonntag spricht er mit uns über die Wiederkehr des Reiches Gottes. Wer kann da noch Lu...

20. Chapter 20

Er ist wieder ihr Sklave, ihr Page, der zu ihren Füßen liegt, und sie ist seine Dame. Sie sind nur froh, nur glücklich. Keins von beiden sagt ein Wort, das von Liebe spricht. La...

21. Chapter 21

Und tief drinnen im Walde fängt der Kohlenmeiler an zu lachen, und es ist, als wenn die Köpfe auf den großen Hammern in den dunklen Schmieden höhnisch lachen, die Gruben öffnen...

35. Chapter 35

Nach dem Gottesdienst wurde Hauptmann Lennart begraben. Da er am Markttage gestorben war, hatte sich die Kunde weithin verbreitet, und zu Tausenden waren die Leute zur Kirche ge...

5. Chapter 5

Dann legt sie die eine Hand auf das Türschloß, die andere aber hebt sie hoch in die Höhe: »Merkt es euch, ihr, die ihr mich jetzt fallen laßt! Merkt es euch, daß eure Stunde gar...

29. Chapter 29

Von Ekeby ging die Ansteckung dieser Unruhe aus; sie verbreitete sich erst über die Eisenwerke und Begüterungen und verleitete die Menschen zu Unrecht und Sünde. So weit haben w...

9. Chapter 9

»Spannt Don Juan vor unsern besten Schlitten,« sagt die Majorin, »und breitet das Bärenfell und die silbernen Glocken darüber.« Und als der Stallknecht murrt, sagt sie: »Es steh...

17. Chapter 17

»Jetzt mag es genug sein«, erwidert Anna; denn sie ist eines jener unglücklichen Menschenkinder, die in der Angst und dem Zagen des Zweifelns leben. Das hat sie nun eine ganze W...

11. Chapter 11

Sie hatte erfahren, daß Melchior Sinclaire die Absicht habe, eine Auktion auf Björne abzuhalten und alles zu zerstören, was er besaß, damit sie nichts von ihm erben könne. Man s...

13. Chapter 13

Da seufzten die Alten zweimal tief auf; einmal über Graf Henrik, der glauben kann, daß seine Mutter eine tüchtige Hausfrau war, und dann über die Schwierigkeit, dies junge, uner...

23. Chapter 23

Als die Kraft des Hochsommertages über den Bergen lag und die Glockentöne von der Broer Kirche durch die Luft bis nach Fors herabgetragen wurden, als der unsagbare Friede des st...

12. Chapter 12

Der Diener verschwand, und der Gutsherr schickte sich an zu warten. Er war an jenem Tage in so strahlender Laune, daß ihn nichts zu stören vermochte. Er hatte es sich wohl gedac...

30. Chapter 30

Das Kind wog so wenig, daß es sich nicht einmal der Mühe verlohnt, zu sagen, wie wenig es war. Man mußte es in Lammfelle nähen, und es wollte weder essen noch schlafen. Aber es...

25. Chapter 25

»Wehe mir, wehe uns allen, uns Kindern Wermlands! Schönheit, Schönheit und nichts weiter verlangen wir vom Leben! Wir, Kinder des Entsagens, des Ernstes, der Armut, erheben unse...

27. Chapter 27

Jetzt rudert Beerencreutz in seinem Boot über den Löfsee. Er zieht zur Abendzeit über den See meiner Träume, an dessen Ufern ich Götter habe wandern sehen und aus dessen Tiefe m...

19. Chapter 19

Gösta Berling macht sich nichts daraus, seine Auserwählte in Seide zu kleiden und mit Juwelen zu schmücken. Er läßt sie nach wie vor mit ihren Besen von Gehöft zu Gehöft gehen,...

26. Chapter 26

Und dann überredeten sie Hauptmann Lennart, wieder mit hineinzukommen und einen Willkommsbecher zu trinken; dann könne er ja gleich weitergehen. Aber es erging ihm übel. Er hatt...

31. Chapter 31

»Ja, Gräfin, es wird niederschlagen wie ein Blitz, wie ein Blitz, der leuchtet und tötet. Seit ihn Moses aus der Donnerwolke des Berges Sinai hervorgezogen und ihn in dem Allerh...

34. Chapter 34

Der Marktplatz wird beinahe leer; alle geben Hauptmann Lennart das Geleite nach Helgesäter. Man muß ja dafür sorgen, daß er nach Hause kommt. All das Notwendige, das durchaus ge...

4. Chapter 4

Feige ist er, der schwarze Herr, das ist eine alte Geschichte, und die Aussicht, unter den großen Hammer zu kommen, sagt ihm nicht zu. Er ruft Christian Bergh zurück und fängt a...

33. Chapter 33

Da sah er mit Augen, die fast geblendet waren von dem grellen Sonnenlicht und der zitternden Luft, daß etwas auf ihn zugeflogen kam. Große Flügel, die ganz den seinen glichen, s...

15. Chapter 15

Ja, die kleinen Füße konnten wohl Eile haben, wenn sie über den großen, dunklen Boden hinüber mußten. Denkt nur, wenn etwas Entsetzliches, wenn er, dessen Namen sie nicht zu nen...

22. Chapter 22

Aber das ist nun schon so lange her. Es mag ja gern sein, daß die Kavaliere anderwärts Eisen gekauft, oder daß sie etwas auf den Speichern gefunden haben, wovon sie vorher nicht...

10. Chapter 10

Zu jener Zeit war Faber, der kleine Deutsche, Organist in Broby. Er war ein kleiner, schmächtiger Bursche, gering auf die eine wie auf die andere Weise. Küster war Jan Larsen, e...

24. Chapter 24

Eros, du Allmächtiger, du weißt wohl, daß es oft aussieht, als wenn ein Mensch sich ganz von deiner Herrschaft befreit hätte. Alle die weichen Gefühle, die die Menschen vereinen...

14. Chapter 14

Er aber liegt im Schlitten und hält die junge Gräfin fest. Aller Kummer ist vergessen, hingerissen von der berauschenden Freude des Abenteuers singt er aus vollem Halse ein Lied...

1. Chapter 1

Endlich stand der Pfarrer auf der Kanzel. Die Leute in der Kirche hoben die Köpfe in die Höhe. Er war also wirklich da! So fiel denn die Predigt diesen Sonntag doch nicht wieder...

7. Chapter 7

»Ach,« sagte er, »wären doch diese Worte mehr als Worte. Wären sie Pfeile, die aus dem finstern Dickicht herausflögen, wären sie ein Dolch oder Gift -- hätten sie doch die Macht...

6. Chapter 6

Don Juan sprang und lief um die Wette mit den wilden Tieren des Waldes, und Tankred heulte vor Wut und Angst. Sie erreichten die Krümmung des Weges gleichzeitig mit den Wölfen,...

28. Chapter 28

Auch seiner konnte sie mit Freude gedenken -- jetzt war sie ja frei! Er hatte sie mit seiner Lebenslust und Kühnheit stets an Gösta erinnert, jetzt wollte sie ihn wieder fröhlic...

18. Chapter 18

Man erzählt, daß, als Gösta Berling die Tür hinter sich schloß, er einige Schlitten vor der Freitreppe vorfahren sah. Er warf einen Blick auf die kleine Dame, die in dem ersten...

8. Chapter 8

Die Kälte hatte ihre Glieder gelähmt, das war alles. Das wilde, unbändige Herz schlug noch. Sie hatte nicht einmal das Bewußtsein verloren, sie war sich ganz klar darüber, wie d...

3. Chapter 3

Die Ebene ist ebensolang wie der See, aber es wird ihr schwer, vor Seen und Bergen weiter zu kommen, gleich von der Schlucht am nördlichen Endpunkt des Sees an und bis sie sich...

37. Chapter 37

Die Majorin richtete sich im Bette auf. »Alles Glück verlangt Ihr für Euch«, rief sie und drohte mit der geballten Faust, »alles Glück und allen Segen. Nein, die Kavaliere solle...