Category: Novels

Die Weiße Rose

Für die Entwicklung eines Individuums wie für die Entwicklung eines ganzen Volkes ist der Appetit bestimmend. Erst recht und ganz besonders ist ein guter Appetit bestimmend für die Entwicklung einer großkapitalistischen Company. Der Appetit entscheidet das Tempo der Machtentfa...

Chapters

1. Part 1

Für die Entwicklung eines Individuums wie für die Entwicklung eines ganzen Volkes ist der Appetit bestimmend. Erst recht und ganz besonders ist ein guter Appetit bestimmend für...

2. Part 2

Für den Licenciado war aber das ewige Wiederholen desselben Satzes, den Hacinto wußte, langweilig. Hacinto wußte in der Tat keinen andern Satz, weil in dem Satze ja alle seine W...

3. Part 3

Und Hacinto sieht hinüber zu den verstreuten Hütten und schiefen Adobehäusern, wo sie alle wohnen, die Nachkommen sind jener, die mit seinen Vätern hier lebten. Ein kleines Volk...

4. Part 4

Dann schlenderte er hinüber zu Margarito, sah ihm eine Weile beim Doktern der Mules zu und sagte endlich: „Nächste Woche könnten wir das Jungvieh in den Korral treiben und die B...

5. Part 5

Flossy, die ihren Scheck von tausend Dollar jeden Monat bekam mit der Regelmäßigkeit, mit der ein Ehemann das Geld für den Haushalt zu zahlen hat, stand in seiner Vorstellung un...

6. Part 6

Wer ist Herr des Lebens? Der Präsident der Öl-Company? Oder der Rechtsanwalt, der die schäbigsten Ehescheidungsprozesse und Erpressungsmanöver übernimmt? Die Tänzerin eines Revu...

7. Part 7

Betty sprach sehr sorgfältig und sehr gewählt, ohne daß es je geziert und unnatürlich gelautet hätte. Und meist sprach sie sehr ruhig und überlegend. Für eine junge Frau hatte s...

8. Part 8

Nun darf ja in den Vereinigten Staaten eine Frau immer viel mehr tun und viel mehr wagen, als ein Mann auch nur zu denken sich erlauben dürfte. Die Staaten sind das Paradies der...

9. Part 9

Das stimmte die Leute, die gekommen waren, um zu zeigen, wie erregt sie waren, friedlich, und sie, die sich vorgenommen hatten, sich wie hungrige Tiger in der Conference zu bene...

10. Part 10

Was so mächtig und ehern erschien, dieses so wohlorganisierte, scheinbar so klug durchdachte, so gefestigt sein sollende Wirtschaftssystem kracht in allen seinen Fundamenten, we...

11. Part 11

Das erkannten die Herren des Direktoriums rechtzeitig. So blieben sie auch verschont von den Stürmen, die einige Jahre später den amerikanischen Kapitalismus durchschüttelten un...

12. Part 12

So war es wieder Betty gewesen, die ihn zu größerer Macht erhob. Seine Frau hätte das nie vermocht. Ihr fehlte die Gabe, Dinge so zu schieben und zu lenken, daß niemand sah, wie...

13. Part 13

Er erklärte dem Licenciado Perez, der die Condor Oil Co. als ihr Syndikus in Mexiko vertrat und der den Diputado vorgeschickt hatte, um das Feld übersichtlich zu machen: „Ich we...

14. Part 14

Es waren nur noch in der Welt: Tanz, Musik, süße Lieder. Es waren nur noch auf Erden, beleuchtet von einem rotgelben flackernden Feuer, weißgekleidete Männer und Frauen in bunte...

15. Part 15

Na also, die Hazienda müssen wir haben, weil sie uns in unserer Bewegungsfreiheit hindert. Hat schwer Öl. Wir rechnen mit Brunnen von fünfzigtausend und vielleicht von achtzigta...

16. Part 16

Hier machte er die Bekanntschaft eines Mestizen, dessen Vater ein Amerikaner gewesen war, der sich in diesem Lande des leichten Lebens mehr und mehr hatte gehen lassen, völlig h...

17. Part 17

Nun war das ja nicht so, daß der Indianer in Wahrheit die Pferde ganz und gar verschenkte. Nach der Sitte der Mexikaner und der indianischen Mexikaner erwartete er natürlich ein...

18. Part 18

Als er ihr den Karton reichte, damit sie sich einige Stücke herausnehmen sollte, begann er zu lächeln und sagte: „Entschuldigen Sie, Donja Concepcion, Sie rauchen lieber auch Zi...

19. Part 19

„Ich kann das nicht glauben“, sagte Senjor Perez. „Ich kenne den Präsidenten der Company, den Mr. Collins, persönlich. Er macht auf mich nicht den Eindruck, daß er zu einer so g...

20. Part 20

„Nein. Und ich glaubte, er sei nun abgereist. Aber ich war doch sehr verwundert, daß er nicht kam, Adios zu sagen. Wir waren doch gute Freunde auch von früher her. Er kennt mein...