Category: Essays, Letters & Speeches

Der deutsche Roman seit Goethe

Die folgenden Blätter geben eine Reihe von Vorträgen wieder, welche ich im eben vergangenen Winter im Damenlyzeum zu Görlitz und -- in kürzerer Gestalt -- vor einer aus Damen und Herren gebildeten Zuhörerschaft in Lauban gehalten habe. Der Wunsch, die Vorträge gedruckt zu sehe...

Chapters

1. Part 1

Die folgenden Blätter geben eine Reihe von Vorträgen wieder, welche ich im eben vergangenen Winter im Damenlyzeum zu Görlitz und -- in kürzerer Gestalt -- vor einer aus Damen un...

2. Part 2

Und diese Krankheitsgeschichte ist noch dazu breit erzählt; Gespräche, Reflexionen, Schilderungen, die nur lose zur Sache selber gehören, sind eingestreut. Vor allem aber: es is...

3. Part 3

Es ist deutlich, daß diese Bestimmungen wertvolle Elemente für die Erkenntnis des Wesens des Romans enthalten. Bis zu einem gewissen Grad stellt der Leser mit Recht den Anspruch...

4. Part 4

Eine Reihe von äußerlich nicht zusammenhängenden Skizzen zieht am Leser vorüber; gemeinsam ist ihnen der Titel: Bekenntnisse eines Ungeschickten. Es sind Briefe, Phantasien, ein...

5. Part 5

Von ~Immermann~ besitzen wir große Zeitromane: die »Epigonen« und »~Münchhausen~«: letzterer stammt aus dem Jahre 1839. Es ist ein Roman von hergebrachtem Zuschnitt; der Nebenti...

6. Part 6

3. Schwerer fällt zu Auerbachs Ungunsten ins Gewicht, daß er, selbst von der Neigung zu idealisieren abgesehen, in der Zeichnung seiner Bauern doch ~nicht ganz die rechten Farbe...

7. Part 7

Die Zahl der Zeitromane der ersteren Art ist groß, zumal wenn man nun alsbald auch in die späteren Jahrzehnte des Jahrhunderts hineingreift. Gegen die Titanen der Revolution nim...

8. Part 8

Auch die späteren Romane Friedrich Spielhagens kranken z. T. an diesem Übermaß von Tendenz. »~Die von Hohenstein~« (1863) setzen den Kampf gegen den Adel mit einseitiger Ausschl...

9. Part 9

»Die Vergänglichkeit und Unwiederbringlichkeit des Lebens, ~durch Dortchens Augen gesehen~, ließ mir die Welt bald ebenso in einem stärkeren und tieferen Glanze erscheinen, wie...

10. Part 10

Zeitromane objektiveren Charakters hat das Ende des 19. Jahrhunderts noch in Fülle gebracht. Lassen Sie mich nur noch die Bilder aus den Ostseeprovinzen nennen, welche ~Theodor...

11. Part 11

Scheffel verlangt für den Roman die Anerkennung als ebenbürtigen Bruder der Geschichte; aber dem Roman, dem diese Anerkennung gebühren soll, mutet er auch zu, daß er auf histori...

12. Part 12

Ähnlich ist über die Schöpfungen eines anderen Lieblings der Mode zu urteilen, über die von ~Georg Ebers~. Der kulturhistorische Roman verläßt das nationale Gebiet; das ist sein...

13. Part 13

»Denn das ist der Ewigkeit Recht und ewig Bestehen, daß sie nur ~einen~ Willen hat ..... Sie stehet wohl in viel Kraft und Wundern, aber ihr Leben ist nur bloß allein die Liebe,...

14. Part 14

Wie jener Erste und wie der Andere -- so haben die deutschen Erzähler das Leben längst angesehen, ehe denn das Stichwort »Naturalismus« emporkam. Erst als ihrer etliche lernten,...

15. Part 15

Ein greiser Pastor findet in hohem Grad des Helden Gerland Beifall. Er hat nichts Geistreiches an sich, seine Ansichten tragen den Stempel des Altmodischen, er gesteht seine Unb...

16. Part 16

Problemstellungen von dieser Größe aber sind leider selten. Unter den Neueren finden wir wieder den Mut, wenigstens auf einem Gebiete, demjenigen der Charakterentwicklung, in di...

17. Part 17

Mit ihr aber eint sich in dem Buch ein Realismus von glücklicherer Art als in »Es war.« Glücklicher, weil er enger die Verbindung mit dem Boden wahrt, auf dem Paul Meyhöfer aufw...

18. Part 18

Höher steht ~Beyerleins~ »~Jena oder Sedan?~«. Allerdings hat auch dies Buch, als ein Stück Weltbild betrachtet, ganz erhebliche Schwächen. Die Hauptschwäche besteht darin, daß...

19. Part 19