DE Prosa

Celsissimus: Salzburger Roman

Der geneigte Leser wolle nicht an Bischöfe und Priester unserer Zeit denken, wenn er an Wolf Dietrich, den erhabenen Kirchenfürsten des 16. Jahrhunderts denkt und seine Schicksale liest. Die Verhältnisse der damaligen Zeit lagen ganz anders, wie denn auch für die Erwählung ein...

Chapters

4. Chapter 4

„Mählich wird mir klar, wie in Eurem Kopf die Gedanken wirr genug sich drehen. Weil ich beim Scheiden von einem Wiedersehen sprach, muß wissen ich von nächtlicher Räuberei und s...

3. Chapter 3

„So! Nun es erscheinet mir günstig, daß der Landesherr sich Rats weiß, ich weiß ein Mittel, doch ist es nicht an der Zeit, es heute schon zu publizieren. Ich will es mir merken,...

6. Chapter 6

„In einigen exemplis kann ich guter Antwort sein. In loco ist ein gehorsamb Volk, meine Gsellpriester (Hilfsgeistliche) fleißig, einer davon de sacramentis omnino pie sentit, de...

8. Chapter 8

Jetzt gab auch der Kapitular in der Erkenntnis, durchschaut zu sein, das Spiel mit Ausflüchten auf, trocken erwiderte er: „Streng und scharf umzogen ist der Bereich meines Wirke...

10. Chapter 10

Dem alten Schlosse Kaprun, das den Ausgang des herbschönen Kapruner Tauernthales beherrscht und einen entzückenden Blick auf die Fluren und Berge Pinzgaus bietet, so ritt der gr...

2. Chapter 2

Doch der lebhafte Fürst sprach dazwischen: „Ihr seid also nimmer ungehalten, solche Versöhnlichkeit ehrt Euch und läßt den milden Sinn des treubesorgten Stadtvaters erkennen! Ic...

17. Chapter 17

Im Palais zu Salzburg herrschte demgemäß fieberhafte Thätigkeit und eine gefährliche, überreizte Stimmung, von der sich Wolf Dietrich des Abends zu befreien suchte, indem er Sal...

12. Chapter 12

Wolf Dietrich hatte damit den gewünschten Übergang gefunden, um den Zuhörern ihre Pflichten der Ergebenheit darzulegen, und gewandt sprach der Kanzelredner zu Herzen, er spielte...

15. Chapter 15

„Un poco, si! Zu einem Teil, da ich nie ein Hehl daraus gemacht, daß widerwärtig ist mir das alt' Gebäu des Thuembes! Wissen das die Salzburger, ist's nur ein kleiner Schritt zu...

18. Chapter 18

Tags darauf trafen der Weihbischof und Graf Paris Lodron wieder in Salzburg ein, empört darüber, daß der Herzog sie gar nicht empfangen hatte. Diese Mißachtung seiner Sendboten...

7. Chapter 7

„O,“ meinte die Greisin, „fertig sind wir allzeit, da giebt's kein Putzen mehr und keinen Tand! Was wir am alten Leibe tragen ist Festgewand und Alltagskleid zugleich! Doch sagt...

11. Chapter 11

Die Steuergewaltigen hatten den Sieg erzwungen und konnten nach Willkür einschätzen; die Furcht vor blutiger Strafe schüchterte gründlich ein. Wie von der Hofkammer eingeschätzt...

16. Chapter 16

Salome, welche mit der stattlich angewachsenen Kinderschar (sieben Töchter und drei Söhne) bisher in der alten Münze, dem Anbau zur Residenz, gewohnt, übersiedelte bald nach Fer...

5. Chapter 5

Die Muhme aber in ihrer Auffassung von der Verbindung Salomes mit dem Fürsten Wolf Dietrich und racheglühend bereit, ihren Willen gegen den des Schwagers durchzusetzen, ließ den...

19. Chapter 19

Nur kurze Zeit (bis zum 6. November) verblieb Herzog Maximilian in Salzburg, doch genügte dieser kurze Aufenthalt, um herauszufühlen, daß Salzburgs Volk dem Okkupator ebenso miß...

1. Chapter 1

Der geneigte Leser wolle nicht an Bischöfe und Priester unserer Zeit denken, wenn er an Wolf Dietrich, den erhabenen Kirchenfürsten des 16. Jahrhunderts denkt und seine Schicksa...

13. Chapter 13

Wahrhaft fürstlich war Salome zu Hof gehalten, unumschränkte Gebieterin und Herrin über eine große Schar von Kammerfrauen und Dienerinnen. Salome speiste mit Wolf Dietrich tägli...

9. Chapter 9

An einem kalten Morgen wurde auf einem freien Platz vor der Stadtmauer von allen Landsknechten ein Kreis gebildet und der Profoß, umgeben von fürstlichen Trabanten, trat mit dem...

14. Chapter 14

Inzwischen hatte es sich zu Salzburg ereignet, daß Wolf Dietrich abermals und zur großen Überraschung der Kirchenbesucher die Kanzel der Pfarrkirche betrat und eine Ansprache an...

20. Chapter 20

Von allem Verkehr abgeschnitten, krank, verlor Wolf Dietrich mit den Jahren alle Energie, ein völlig gebrochener Mann begann er seine Gefangenschaft als sichtbare Strafe Gottes...