Category: Biographies

Briefe, Aufzeichnungen und Aphorismen. Erster Band

habe heute die erste Wache abgehalten, mit 18 Posten; es war sehr stimmungsvoll, wunderbar herbstliche Sternennacht. Wie ist das alles anders als dieser langweilige Garnisondienst! Der schwarze Kaffee in der Feldflasche thut mir jetzt gute Dienste. Ich spare ihn so lange als m...

Chapters

1. Part 1

habe heute die erste Wache abgehalten, mit 18 Posten; es war sehr stimmungsvoll, wunderbar herbstliche Sternennacht. Wie ist das alles anders als dieser langweilige Garnisondien...

2. Part 2

Morgen geht's wieder los! Ich freu mich recht, wieder viel zu sehen und zu erleben. Ich hätte wohl einen Tag nach Kolmar fahren können, wollte aber nicht weil ich mir es für mei...

3. Part 3

Gestern kam Dein Brief vom 7. XI., also verspätet. Die Gefahren, die Wilhelm als Batterieführer drohen, sind eher _geringer_, als als Zugführer, da er nicht mehr unmittelbar bei...

4. Part 4

ich fühle mich ganz glücklich, wieder ein bißchen im Treiben des Krieges zu sein; ich bin körperlich so erholt und frisch, daß ich die damit verbundenen Strapazen nicht tragisch...

5. Part 5

L., nun liegen Deine drei langen Briefe über die Aphorismen vor mir und machen mich _sehr glücklich_. Ich sag dies gleich und bitte Dich, Dich immer an diesen Satz zu erinnern,...

6. Part 6

L., wenn ich Zeit finde, sehe ich mir hier immer die Gärten an, meist sehr alte Anlagen von einem merkwürdig kühnen und dabei klugen, besonnenen Stil; die Art der Weganlage ist...

7. Part 7

Heute kam Dein langer guter Bleistiftbrief. -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- Aber niemand darf sich im Glauben, dem »Wesentlichen« näher zu sein, überheben; ich bin immer noch l...

8. Part 8

L., dank für die Insterburger Karte und den lieben Brief vom 20. Was Ihr von Rußlands gefährlichem Zustand denkt, wird wohl richtig sein; was Rußland heute leidet, ist entsetzli...

9. Part 9

Ich lese eben in der Zeitung, daß Euer Fleischmenü von Staats wegen wieder beschnitten und eingeschränkt wird; -- -- -- -- -- ich bin froh, daß Du momentan bei Geld bist und ich...

10. Part 10

Was macht wohl das arme Schlickchen? Ich erhielt gestern Deine Karte. Warum Briefsperre ist, weiß ich auch nicht. In unserer Gegend ereignet sich wohl sicher nichts. Zuweilen wi...

11. Part 11

ich hab jetzt mit großem Genuß Gundolfs Aufsatz gelesen; so wie ich Dich kenne, verstehe ich völlig, daß er Dir einen solchen Eindruck macht; man kann wirklich mit aufrechtem Ge...

12. Part 12

meine Frau schreibt mir von Ihrem Bericht über den Russl und seine ewige Unreinlichkeit und Ansteckungsgefahr und über die gute Hanni. Zunächst lassen Sie sich einmal meinen her...

13. Part 13

Wenn ich einen Kubus darstellen will, kann ich ihn darstellen, wie man gelehrt wird, eine Zigarrenkiste oder dergleichen zu zeichnen. Damit gebe ich seine äußere Form wie sie mi...

14. Part 14

Deine freundschaftliche, resignierte und doch so tapfere Karte vom 22. XII. hab ich erst heute erhalten, zugleich mit einigen Briefen von Koehler, der mir von seinem melancholis...

15. Part 15